2.4.1.1 Familiennachlass Anschütz (Bestand)
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Stadtarchiv Leipzig (Archivtektonik) >> 2 Nichtkommunales Archivgut >> 2.4 Nachlässe, Nachlassfragmente und nichtarchivische Sammlungen >> 2.4.1 Nachlässe
1750 - 2013
Bestandsgeschichte: Die Familie Anschütz war von 1798 bis 1953 in Leipzig ansässig. Der Bestand wurde durch Herrn Peter Neumann dem Stadtarchiv zwischen 1994 und 2013 geschenkt und umfasst biographische Unterlagen, Briefe, Druckschriften, Zeichnungen und Fotografien verschiedener Familienmitglieder. Zentrale Persönlichkeiten für die Entstehung der Archivalien sind hierbei Ernst Gebhard Salomo Anschütz (1780-1861), Willibald Anschütz (1820-1870), Reinhold Anschütz (1859-1929), Rudolf Anschütz (1892-1980) und Thekla Anschütz geb. Pietzcker (1901-1977).
Ernst Gebhard Salomo Anschütz war ein aus Goldlauter nach Leipzig zugezogener Theologe, Kantor und Lehrer, der sich besonders auf musikalischem Gebiet einen Namen machte. Bekannt sind vor allem seine Kinderlieder für den Schulunterricht, die er zwischen 1824 und 1830 in Leipzig veröffentlichte, darunter u. a. Oh Tannenbaum, Fuchs du hast die Gans gestohlen.
Willibald Anschütz, der Sohn von Ernst Gebhard Salomo Anschütz ist ein heute wenig bekannter Maler und Karikaturist, der seine Laufbahn an der Leipziger Kunstschule für Malerei begann. Im Familiennachlass Anschütz befinden sich Zeichnungen, Skizzen, Karikaturen und Illustrationen des Künstlers, die einen Einblick in dessen Oeuvre gestatten.
Reinhold Anschütz, der Enkel von Ernst Gebhard Salomo Anschütz, war Rechtsanwalt und eine zentrale Persönlichkeit des Leipziger Kulturlebens. Mit seinen Beziehungen zu zeitgenössischen Künstlern wie Max Reger und seiner Förderung des Leipziger Gewandhauses, ist er in der Überlieferung des Nachlasses präsent.
Rudolf Anschütz ist der zentrale Bestandsbildner für die Dokumente des 20. Jahrhunderts im Nachlass. Neben genealogischen Forschungen, die er mit seiner Frau Thekla betrieb, sind es besonders die schriftstellerischen Arbeiten Rudolfs, die hervorgehoben werden müssen.
Neben Gedichten, Kurzgeschichten, Novellen und Romanen befinden sich auch Tagebücher und Reisetagebücher unter seinen Aufzeichnungen.
Die Überlieferung im Familiennachlass Anschütz ist für den Zeitraum des 20. Jahrhunderts eng mit dem Teilnachlass der Familie Graul verbunden, der sich ebenfalls im Stadtarchiv Leipzig befindet (siehe 2.4.2.41).
Signaturbeispiel: NL Anschütz
Ernst Gebhard Salomo Anschütz war ein aus Goldlauter nach Leipzig zugezogener Theologe, Kantor und Lehrer, der sich besonders auf musikalischem Gebiet einen Namen machte. Bekannt sind vor allem seine Kinderlieder für den Schulunterricht, die er zwischen 1824 und 1830 in Leipzig veröffentlichte, darunter u. a. Oh Tannenbaum, Fuchs du hast die Gans gestohlen.
Willibald Anschütz, der Sohn von Ernst Gebhard Salomo Anschütz ist ein heute wenig bekannter Maler und Karikaturist, der seine Laufbahn an der Leipziger Kunstschule für Malerei begann. Im Familiennachlass Anschütz befinden sich Zeichnungen, Skizzen, Karikaturen und Illustrationen des Künstlers, die einen Einblick in dessen Oeuvre gestatten.
Reinhold Anschütz, der Enkel von Ernst Gebhard Salomo Anschütz, war Rechtsanwalt und eine zentrale Persönlichkeit des Leipziger Kulturlebens. Mit seinen Beziehungen zu zeitgenössischen Künstlern wie Max Reger und seiner Förderung des Leipziger Gewandhauses, ist er in der Überlieferung des Nachlasses präsent.
Rudolf Anschütz ist der zentrale Bestandsbildner für die Dokumente des 20. Jahrhunderts im Nachlass. Neben genealogischen Forschungen, die er mit seiner Frau Thekla betrieb, sind es besonders die schriftstellerischen Arbeiten Rudolfs, die hervorgehoben werden müssen.
Neben Gedichten, Kurzgeschichten, Novellen und Romanen befinden sich auch Tagebücher und Reisetagebücher unter seinen Aufzeichnungen.
Die Überlieferung im Familiennachlass Anschütz ist für den Zeitraum des 20. Jahrhunderts eng mit dem Teilnachlass der Familie Graul verbunden, der sich ebenfalls im Stadtarchiv Leipzig befindet (siehe 2.4.2.41).
Signaturbeispiel: NL Anschütz
Laufmeter: 1,1
Bestand
Literatur: Sächsisches Archivblatt 1/2013
Literaturauswahl:
Anschütz, Ernst Gebhard Salomo: Musikalisches Schulgesangbuch. Heft 1. Leipzig 1824.
Ders.: Musikalisches Schulgesangbuch. Heft 2. Leipzig 1828.
Ders.: Musikalisches Schulgesangbuch. Heft 3. Ausgewählte Gesänge mit Begleitung des Pianoforte. Leipzig 1830. Ders.: Vermischte Gedichte. Leipzig 1841.
Ders.: Heitere Lieder für fröhliche kindliche Sänger nebst 24 leichten Melodien. Augsburg 1849.
Ders.: Die Leipziger Schlacht. Tagebuchaufzeichnungen, herausgegeben von Max Christian Weber. Leipzig 1924.
Ders.: J.C. Woyzecks letzte Stunden, herausgegeben von Max Christian Weber. Leipzig 1924.
Grunow, Wilhelmine: Erinnerungen aus meinem Leben 1822-1902. Leipzig 1902.
Kessler, Johannes: Ich schwör mir ewige Jugend. Erinnerungen. Leipzig 1935.
Richter, Brigitte: Familie Anschütz in Leipzig - ihr Anteil am musikalischen Leben der Stadt. Leipzig 1967.
Verweise: 2.4.2.41 TNL Familie Graul
Literaturauswahl:
Anschütz, Ernst Gebhard Salomo: Musikalisches Schulgesangbuch. Heft 1. Leipzig 1824.
Ders.: Musikalisches Schulgesangbuch. Heft 2. Leipzig 1828.
Ders.: Musikalisches Schulgesangbuch. Heft 3. Ausgewählte Gesänge mit Begleitung des Pianoforte. Leipzig 1830. Ders.: Vermischte Gedichte. Leipzig 1841.
Ders.: Heitere Lieder für fröhliche kindliche Sänger nebst 24 leichten Melodien. Augsburg 1849.
Ders.: Die Leipziger Schlacht. Tagebuchaufzeichnungen, herausgegeben von Max Christian Weber. Leipzig 1924.
Ders.: J.C. Woyzecks letzte Stunden, herausgegeben von Max Christian Weber. Leipzig 1924.
Grunow, Wilhelmine: Erinnerungen aus meinem Leben 1822-1902. Leipzig 1902.
Kessler, Johannes: Ich schwör mir ewige Jugend. Erinnerungen. Leipzig 1935.
Richter, Brigitte: Familie Anschütz in Leipzig - ihr Anteil am musikalischen Leben der Stadt. Leipzig 1967.
Verweise: 2.4.2.41 TNL Familie Graul
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
Es gilt die Archivsatzung des Stadtarchivs Leipzig.
13.08.2025, 9:31 AM CEST