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Hermann von Holzheim, seine Ehefrau Gele sowie Eckbert
(Eckebrecht) von Grifte und dessen Ehefrau Irmela (Ermel) bekunden, dass
ihrem Großvater, R...
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Urk. 75 Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a]
Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a] >> Reichsabtei, Stift >> 1441-1450
1448 Januar 5
Ausfertigung, Pergament, vier mit Pergamentstreifen angehängte Siegel
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: Datum anno Domini millesimo quadringentesimo in vigilia Epiphanie Domini
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Hermann von Holzheim, seine Ehefrau Gele sowie Eckbert (Eckebrecht) von Grifte und dessen Ehefrau Irmela (Ermel) bekunden, dass ihrem Großvater, Ritter Ludwig von Buchenau, von Hermann [von Buchenau], Abt von Fulda, ein Teil der Burg Wehrda sowie Zinsen und Güter in den Gerichten Rombach und Wegfurth verpfändet worden waren und nach dessen Tod über ihren Vater und Bruder auf die nächstfolgenden Erben, die Geschwister Gele und Irmela, übergegangen sind. Nach einem Vergleich hat Abt Hermann den von Holzheim und von Grifte für 400 Gulden seinen Teil an der Burg Wehrda und die Gerichte Rombach und Wegfurth verschrieben, wofür diese auf alle zuvor erhobenen Ansprüche und Forderungen verzichtet haben. Die entsprechenden Urkunden sollen für ungültig erklärt werden, ausgenommen die Urkunden, die die Verschreibung für 400 Gulden behandeln. Sollte Abt Hermann oder das Kloster Fulda von den von Linsingen, die über ihren Großvater, Ludwig von Buchenau, ebenfalls Rechte an der Burg Wehrda und den Gerichten Rombach und Wegfurth zu haben glauben, bedrängt werden, wollen die von Holzheim und von Grifte die Angehörigen des Klosters Fulda verteidigen (vorantworten). Sollten sie dem Kloster Fulda nicht zu Hilfe eilen können, wollen sie all die Streitfälle über Sachen, die die von Linsingen dem Kloster Fulda zu Recht abgewonnen haben, dem Kloster Fulda abnehmen und das Kloster dabei schadlos halten; ausgenommen sind Fälle über 100 Gulden, die Sittich von Buchenau an der Burg und den Gerichten gehabt hat. Sollte der Abt von Fulda von den von Trümbach (Trubenbach), ebenfalls Erben des Ludwig von Buchenau, wegen erfolgter Kaufgeschäfte bedrängt werden, wollen die von Holzheim und von Grifte ihn auch dabei gerichtlich vertreten und schadlos halten. Siegelankündigung. (siehe Abbildungen: Vorderseite, Rückseite; Siegel: [[jpg:hstam/Urk. 75/...
Vermerke (Urkunde): Siegler: Hermann von Holzheim, Eckbert von Grifte, Johann von (Talewugk) [Dalwigksthal?], Johann (Hans) (Aldenburgk)
Vgl. hierzu auch StaM, 100: Urkundenabschriften, 17: Fulda 8, Nr. 89 [Verzichtserklärung von Gele und Irmel von Buchenau].
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.