Fotografie
Schwarz-Weiß-Fotografie einer Person, die unbekleidet in einem Zimmer steht. Die Person ist vom Kopf bis zu den Füßen zu sehen und wurde frontal fotografiert. Sie steht aufrecht, die beiden Arme hängen locker am Körper herab, sie blickt direkt in die Kamera. Der Hintergrund ist neutral.
Weil heute nicht mehr nachvollzogen werden kann, unter welchen Umständen und zu welchen Bedingungen diese Fotografie einer unbekleideten Person entstanden ist, wird die Abbildung hier nur zum Teil in Klarform gezeigt.
Kontext:
Von der Person existieren mindestens zwei Abbildungen, die sie einmal unbekleidet und einmal bekleidet zeigen.
Der Abdruck des Bildes in der Publikation „Sexuellperverse“ erfolgte ohne eine nähere Erläuterung. Allein die Bildunterschrift gibt Aufschluss darüber, dass die Person als „infantil-feminin“ gelesen wurde.
Laut des Sexualwissenschaftlers Magnus Hirschfeld existiert der Infantilismus in verschiedenen Ausprägungen: „Genitaler Infantilismus“ („Zurückbleiben der Genitalien auf kindlicher Stufe“), „körperlicher Infantilismus“ (ungewöhnlich jugendliches Aussehen), „psychischer Infantilismus" (Beibehaltung der „seelischen Art“ eines Kindes, hierunter fällt auch der „Zisvestismus“, das Tragen von Kinderkleidung im Erwachsenenalter) und der „psychosexuelle Infantilismus“, worunter auch die Pädophilie gefasst wird, der mit den Mitteln der forensischen Psychiatrie zu begegnen sei (vgl. Hirschfeld, Magnus (1917): Sexualpathologie. Ein Lehrbuch für Ärzte und Studierende. Erster Teil. Geschlechtliche Entwicklungsstörungen mit besonderer Berücksichtigung der Onanie, A. Marcus & E. Webers, S. 29–65)
Woran die Einordnung der Person als „Mischung von Infantilismus und Feminismus“ konkret festgemacht wurde, kann nur gemutmaßt werden. Offenbar sah der Autor/Herausgeber der Publikation keinen Grund, dies zu erläutern.
Weil heute nicht mehr nachvollzogen werden kann, unter welchen Umständen und zu welchen Bedingungen diese Fotografie einer unbekleideten Person entstanden ist, wird die Abbildung hier nur zum Teil in Klarform gezeigt.
Kontext:
Von der Person existieren mindestens zwei Abbildungen, die sie einmal unbekleidet und einmal bekleidet zeigen.
Der Abdruck des Bildes in der Publikation „Sexuellperverse“ erfolgte ohne eine nähere Erläuterung. Allein die Bildunterschrift gibt Aufschluss darüber, dass die Person als „infantil-feminin“ gelesen wurde.
Laut des Sexualwissenschaftlers Magnus Hirschfeld existiert der Infantilismus in verschiedenen Ausprägungen: „Genitaler Infantilismus“ („Zurückbleiben der Genitalien auf kindlicher Stufe“), „körperlicher Infantilismus“ (ungewöhnlich jugendliches Aussehen), „psychischer Infantilismus" (Beibehaltung der „seelischen Art“ eines Kindes, hierunter fällt auch der „Zisvestismus“, das Tragen von Kinderkleidung im Erwachsenenalter) und der „psychosexuelle Infantilismus“, worunter auch die Pädophilie gefasst wird, der mit den Mitteln der forensischen Psychiatrie zu begegnen sei (vgl. Hirschfeld, Magnus (1917): Sexualpathologie. Ein Lehrbuch für Ärzte und Studierende. Erster Teil. Geschlechtliche Entwicklungsstörungen mit besonderer Berücksichtigung der Onanie, A. Marcus & E. Webers, S. 29–65)
Woran die Einordnung der Person als „Mischung von Infantilismus und Feminismus“ konkret festgemacht wurde, kann nur gemutmaßt werden. Offenbar sah der Autor/Herausgeber der Publikation keinen Grund, dies zu erläutern.
Gebrauch
Berlin-Tiergarten
1919-1933
Besessen
Veröffentlichung
Wilhelm Polzer
Leipzig
1930
Veröffentlicht
Verlust
Berlin
1930
Verschollen
Weiblichkeit
Männlicher Körper
Medical photography
Infantilismus
Medikalisierung
Männlichkeit
Bildunterschrift in Polzer: Sexuellperverse: Mischung von Infantilismus und Feminismus
Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft, Berlin
FSIFS-358_a
Förderprogramm zur Digitalisierung von Objekten des kulturellen Erbes des Landes Berlin
Fotografische Sammlung des ehemaligen Instituts für Sexualwissenschaft
Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft
22.05.2025, 15:30 MESZ
Public Domain Mark 1.0 Universell