Appellationis Auseinandersetzung um Ableitung von Regenwasser
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(1) 0661
Wismar D 34 (W D 1 n. 34)
Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803
Prozeßakten des Tribunals 1653-1803 >> 13. 1. Kläger M
(1739) 06.01.1740-23.09.1740
Kläger: (2) Albrecht Gottfried Drews, Bäcker zu Wismar (Bekl. in 1. Instanz)
Beklagter: Peter Christian Meyer (Kl. in 1. Instanz)
Anwälte, Prokuratoren: Kl.: Dr. Georg Gustav Gerdes (P) Bekl.: Dr. Anthon Christoph Gröning (A & P)
Fallbeschreibung: Nach Bitte der Bekl. vom 06.01. um Fristverkürzung für Kl. zum Einreichen der Appellation fordert das Tribunal Kl. am 08.01. auf, seine Beschwerden gegen ein Ratsgerichtsurteil binnen 14 Tagen einzureichen. Am 22.01. trägt Kl. vor, daß sein Grundstück in der Hegede über das des Bekl. entwässert wird, durch bauliche Veränderungen des Bekl., der auf seinem Grundstück Roste angebracht hat, die den Schweinemist vom Grundstück des Kl.s daran hindern sollen, über das Grundstück des Bekl. gespült zu werden, das Wasser aber nicht mehr ungehindert abfließen kann. Kl. läßt die Roste entfernen, wird auf Beschwerde des Bekl. vor dem Ratsgericht aber dazu aufgefordert, die Roste auf seine Kosten wieder aufzubauen und appelliert dagegen vor dem Tribunal, das sein Gesuch am 30.06. ablehnt. Am 09.08. und 20.09. kündigt Kl. Rechtsmittel dagegen an und erbittet Fristverlängerung, die er am 10.08. und 22.09.1740 erhält. Weiteres erhellt nicht.
Instanzenzug: 1. Ratsgericht 1739 2. Tribunal 1740 3. Tribunal 1740
Prozessbeilagen: (7) von Notar Joachim Christoph Lehmann aufgenommene Appellation vom 18.12.1739; Ratsgerichtsurteile vom 10.08. und 16.12.1739; Relationen der Inspektoren beim Wismarer Bauamt, Joachim Warnecke und Johann Carl Burmeister, sowie des Stadtzimmermeisters Hinrich Kruse und des Stadtmaurermeisters Johann Erhardt vom 29.07.1739; von Notar J.C. Lehmann aufgenommene Zeugenbefragung der Marie Liese Voigt und der Trin Marie Möller vom 21.01.1740
Beklagter: Peter Christian Meyer (Kl. in 1. Instanz)
Anwälte, Prokuratoren: Kl.: Dr. Georg Gustav Gerdes (P) Bekl.: Dr. Anthon Christoph Gröning (A & P)
Fallbeschreibung: Nach Bitte der Bekl. vom 06.01. um Fristverkürzung für Kl. zum Einreichen der Appellation fordert das Tribunal Kl. am 08.01. auf, seine Beschwerden gegen ein Ratsgerichtsurteil binnen 14 Tagen einzureichen. Am 22.01. trägt Kl. vor, daß sein Grundstück in der Hegede über das des Bekl. entwässert wird, durch bauliche Veränderungen des Bekl., der auf seinem Grundstück Roste angebracht hat, die den Schweinemist vom Grundstück des Kl.s daran hindern sollen, über das Grundstück des Bekl. gespült zu werden, das Wasser aber nicht mehr ungehindert abfließen kann. Kl. läßt die Roste entfernen, wird auf Beschwerde des Bekl. vor dem Ratsgericht aber dazu aufgefordert, die Roste auf seine Kosten wieder aufzubauen und appelliert dagegen vor dem Tribunal, das sein Gesuch am 30.06. ablehnt. Am 09.08. und 20.09. kündigt Kl. Rechtsmittel dagegen an und erbittet Fristverlängerung, die er am 10.08. und 22.09.1740 erhält. Weiteres erhellt nicht.
Instanzenzug: 1. Ratsgericht 1739 2. Tribunal 1740 3. Tribunal 1740
Prozessbeilagen: (7) von Notar Joachim Christoph Lehmann aufgenommene Appellation vom 18.12.1739; Ratsgerichtsurteile vom 10.08. und 16.12.1739; Relationen der Inspektoren beim Wismarer Bauamt, Joachim Warnecke und Johann Carl Burmeister, sowie des Stadtzimmermeisters Hinrich Kruse und des Stadtmaurermeisters Johann Erhardt vom 29.07.1739; von Notar J.C. Lehmann aufgenommene Zeugenbefragung der Marie Liese Voigt und der Trin Marie Möller vom 21.01.1740
Akten
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
29.10.2025, 11:28 MEZ