Loef von Eger, Drost des Herzogs Karl von Geldern-Jülich Graf von Zutphen zu Geldern, hat sämtliche Schöffen der Vogtei Gelderland (Henrick Ingen Haegh, Derick Ingen Haeff, Thijss then Eycken, Henrick Wijnter, Peter Greeff, Herman Schop, Peter Hilss, Henrich Teraeps) zusammengerufen und in Gegenwart von Wilhelm van Warenburch, Vogt, Johan Grell, Burggraf, und Jan van Ryferscheit den Schöffen Anweisungen für die künftige Nutzung der Wälder Vluyn (Fluyn) und Bredenbroick gegeben. Die unberechtigte Nutzung durch die Kätner Pelser, Wever, Schomeker und andere hat der Fürst verboten. Auf Einwand der Schöffen ordnet von Eger an, daß weder Holz mit Wissen der Schöffen (bzw. der Honnen) noch durch den Drosten bzw. den Vogt an Nichtberechtigte gelangen soll. Es folgen weitere detaillierte Bestimmungen zum Hol-zeinschlagrecht. Auf Forderung des Drosten stellen die Schöffen klar, daß die "schouwinge der liguijerss ind harneschperden" und die Stellung von "harnesch ind geweer" durch die Untertanen der Vogtei allein Sache des Drosten ist. Ausdrücklich wird bestätigt, daß der Vogt dazu nicht berechtigt ist (ebensowenig ist er an der "Wiltbanen" berechtigt). Den Zeitpunkt dazu soll der Vogt festsetzen und die Brüchten von 5 Mark soll der Vogt einfordern. Am Freitag post Remigii 1529 sind alle Punkte in Gegenwart des Laef von Eger, Drost, Wilhelm von der Impel, Vogt und Johann Grell, Burggraf erneut von den Schöffen bestätigt worden. Zusätzlich wird festge¬stellt, daß die Brächten, die Wilhelm von Warenburch als Vogt durch seine Diener hat pfänden lassen, aufgehoben sind, da nicht die Diener des Vogtes, sondern die Landboten die Pfändungen vorzunehmen haben. (Notiz, keine Unterschriften, pro memoria). 1526 St. Jakobs Abend in der Kluse zu Nieukerk (Nyerkerken).