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Kopiarbuch der Kommende Ramersdorf; Papier; Folio; in Leder
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AA 0416 Mergentheim (Deutscher Orden): Stuttgarter Abgabe, Rep. u. Hs. (AA 0416)
Mergentheim (Deutscher Orden): Stuttgarter Abgabe, Rep. u. Hs. (AA 0416) >> 1. Stuttgarter Abgabe, Rep. u. Hs.
(1271-1693) 1733
Enthaeltvermerke: Kopiar, angelegt 1732 durch den kaiserlichen Notar Johann Michael Frembgen. - Enthält u.a. folgende Urkundenabschriften (Anm.: hier sind die Stücke aufgeführt, die nur über das Kopiar überliefert sind; weitere Inhalte: s. Verweise bei den Regesten aus dem Findbuch "Ballei Altenbiesen", 120.23.00): S. 30 (1271 Mai 28): Erzbischof Engelbert II. von Köln bekundet, dass in dem Streit zwischen dem Komtur und den Brüdern des Deutschen Hauses zu Ramersdorf und seinem consanguineus Johann, Herrn zu Löwenberg, vor ihm eine Einigung geschehen sei, wonach dieser die in seinem Gebiet befindlichen Leute und Güter des Ordenshauses schützen werde, wie es auch der verstorbene Graf Heinrich von Sayn und die anderen Vorgänger Johanns getan hätten. Zeugen: Johann von Friesheim (Vrisheim), Kanonikus zu St. Andreas in Köln, Eigidius, Kaplan, Johann, Burggrafvon Wolkenburg, Mathias von Are, Schenk, Daniel Unverzagt, Vogt von Limperg, Lupus von Goltorp. d. feria quinta post festum Pentechostes. Ueberlieferung: Abschrift Regest: Knipping, Nr. 2444. - S. 103 (1330): Erzbischof Heinrich von Köln überträgt dem Deutschordensbruder Menricus de Sibergh, solange zwischen seinem Bruder Eberhard, Bruder des Deutschen Ordens, und Gottschalk von Kirberg, Offizial der Kölner Kirche, wegen der Pfarrei zu Ollheim ein Streit besteht, die Seelsorge für diesen Ort. Ueberlieferung: Abschrift. - S. 115 (1370 März 6): Roilmann von Arendale und seine Hausfrau Styna bekennen, dass sie sich mit dem Deutschmeister Philipp von Bickenbach wegen des Verkaufes des Hofes Ollheim an sie geeinigt haben. d. Mittwoch nach dem Sonntag Invocavit. Siegler: Die Aussteller und ihre Söhne Heinrich und Salentin. Ueberlieferung: Abschrift . - S. 3-27 (1373 Januar 10): Tilmann von Lahnstein, Dechant zu St. Florian in Koblenz, und zugleich subdelegierter Richter und Kommissar, bevollmächtigt und ernannt hierzu von Erzbischof Kuno von Trier als dem eigentlichen, vom päpstlichen Stuhl ernannten Richter, hatte in einem Streit zwischen dem Ordensmeister Philipp von Bickenbach und den Brüdern des Deutschen Hauses zu Ramersdorf, vertreten durch den Prokurator Konrad Isenbrand einerseits und der Pröpstin, Dechantin und dem Kapitel des Stiftes Vreden, vertreten durch den Prokurator Jacob von Nimwegen (Nymwegen), andererseits, eine Entscheidung verkündet, das Stift zu einem Schadensersatz von 1000 Gulden verurteilt und alle Ansprüche des Stiftes gegen die Brüder des Deutschordens abgewiesen. Dagegen hatte das Stift fristgerecht an den Erzbischof von Trier appelliert. In dessen Namen hatte jedoch Antonius von Tietz, Kanonikus zu Lüttich und Professor beider Rechte, die Berufung zurückgewiesen mit der Maßgabe, dass das Stift nur zu 500 Gulden verurteilt worden ist. Gegen diesen Spruch erging weitere Berufung an den päpstlichen Stuhl (Papst Gregor XI.), der die Entscheidung seinem Auditor, Dr. decretorum Arnold Terreni übertrug, der aber nunmehr nach Anhörung der beiden Prokuratoren Lambert von Orsoy für den Deutschorden und Heinrich von Bulleren für das Stift diese Berufung unter Mitwirkung des Prokurators an der päpstlichen Kurie Nikolaus von Horn (de Cornu) und der Kleriker Hugo von Claron, Wilhelm Coelsheim von Duisburg ebenfalls verwirft. Ausfertigung dieses Spruchen erfolgte durch Petrus Cucha, clericus Ebinensis. d. die lunae. Ueberlieferung: Abschrift. - S. 36 (1377 Februar 5): Die Schöffen zu Küdinghoven Gerhard von Isbach, Heinrich Slune und Johann Schicke bezeugen, dass Frau Treutelandt, Hausfrau des Ritters Johann Voß von Löwenberg gen. von Merheim und ihre Kinder Heinrich, Catharina, Äbtissin zu Zissendorf, und Grete dem Landkomtur zu Biesen Reinard gen. Hoyn den Hof Roilsdorf zu Küdinghoven verkauft haben. d. ipsa die b. Agathae. Siegler: Johann von Stein, Amtmann und die Schöffen zu Honnef. Ueberlieferung: Abschrift. - S. 38 (1382 August 23): Vor Heintge Schlun, Gerhard von Isbach und Kretz von Ramersdorf, Schöffen zu Küdinghoven, pachtet Tele Lutzen, Sohn zu Ramersdorf, von dem Deutschmeister Philips von Bickenbach 1/2 Morgen Weingarten und 2 Morgen Busch zu Küdinghoven. d. s. Bartholomaeus avent. Siegler: Andries, Kirchherr zu Küdinghoven. Ueberlieferung: Abschrift. - Bl. 1 (1415 April 3): Erzbischof Dietrich von Köln bekennt, dass ihm Iwan von Kortenbach (Ywaen ...), Landkomtur der Ballei Biesen, 500 schwere rhein. Gulden geliehen habe. Dafür soll der Deutschordenshof zu Hersel dienstfrei sein solange, bis die Schuld zurückbezahlt ist. d. godistages nae den hl. Paischedage. Mitsiegler: Domdechant und Domkapitel. Ueberlieferung: Abschrift. - S. 77 ff. (1423 August 12): Vor den Zeugen Dietrich von Geisen, Kanonikus zu St. Marien und St. Georg in Frankfurt/Main, Johann Mans von Heidelberg, Kleriker der Diözese Lüttich, und Bruno von Drutmeringen, Kleriker der Diözese Münster, transsumiert der kaiserliche Notar Gebhardus Pfeffer von Hersprungke in der Diözese Bamberg aufVerlangen des Bruders Sweder Cobbianus, D.O. Provinzials der Ballei Westfalen, die Bullen Papst Martin von 1419 Mai 17 (s. Deutschordenszentralarchiv Wien, Nr. 1781) bzw. 1423 März 11 (ebda., Nr. 1814). d. in der Kapelle des Deutschordenshauses. Ueberlieferung: Abschrift. - S. 52 ff. (1563): Vor Gerhard von Prume, Rentmeister zu Löwenberg, Jakob uff der Harpen, und Johann uff der Bach, Schöffen zu Dollendorf, erklärt Heinrich von Reuschenberg, Landkomtur zu Altenbiesen, dass zur Beilegung eines Streites wegen der Abgaben des Raderhofes zwischen dem Deutschordenshause Ramersdorf auf der einen und Thomas op Roeder, Kirstgen op Roeder und Henckes, Henn Geratz Sohn, auf der anderen Seite als Schiedsrichter Ludwig von Meckenheim, ein Mann von Wappen, Wilhelm Stulter und Heinrich Paulmi, der Schütz, bzw. Heinrich Hansen, Heinrich Wever und Hennes Thewondt von beiden Parteien bestimmt wurden, die bestimmen, dass die Pächter des Rader (oder Röder) Hofes jährlich 8 Malter Roggen und 5 Oemen Wein abgeben müssen. Besiegelt vom Rentmeister und mit dem Schöffenamtssiegel von Dollendorf. Ueberlieferung: Abschrift. - S. 61 (1585 März 18): Landkomtur Heinrich von Reuschenberg und die Komture Goddart von Ahr (Godert von Are) zu Gemert (Gemmart), Robert von Malsen (Malsem) zu Bekkevoort (Beckevort), Floris von Mascherelt zu Vucht (Vuicht), Frambich Bock von Lichtenberg zu Sint-Pieters-Voeren (St. Petersvouren), Johann von Reuschenberg (Ruschenberg) zu Gruitrode (Grutrath), Arnold Beckers (Arndt ...), Schaffner, und Silvester Hommelen, Sakrist, alle Kapitelsherren der Ballei Biesen, bezeugen, dass Emond von Reuschenberg (Ruischenberg), Komtur zu Ramersdorf, ¾ Baumgarten auf der Muntzenbach gegen Peter Pfeiffers 3 Morgen auf dem Hoenerbusch getauscht hat. d. im Kapitel zu Siersdorf, den negsten Montag nach dem Sonntag Reminiscere. Ueberlieferung: Abschrift - S. 59 (1592 April 6): Schultheiß und Schöffen des Hauptgerichts Jülich transsumieren auf Verlangen des Landkomturs der Ballei Biesen, Heinrich von Reuschenberg, folgende Urkunde von 1584 März 2: Der jül. Sekretär Gabriel Mattenklott erklärt auf Anordnung seines Herrn, des Herzogs von Jülich, Kleve und Berg, dem Heinrich von Reuschenberg, Landkomtur zu Biesen und Komtur zu Siersdorfund Ramersdorf, dass der Orden nicht mit den Geistlichen, sondern mit der Ritterschaft zur Kriegssteuer veranschlagt worden sei. Ueberlieferung: Abschrift - S. 44 (1603 September 1): Dyonisius Leck, Abt, Gerhard Pilioparus, Prior, Heinrich Dalffen, Kellner und sämtliche Konventualen verkaufen dem Landkomtur zu Biesen, Heinrich von Reuschenberg, die "Jüddenweingärten" zu Küdinghoven. Ueberlieferung: Abschrift. - S. 119 (1620 September 16): Johann von d. Ehren zu Birgel bekennt, dem Komtur von Ramersdorf, Heinrich Kalff von Vettelhoffen 200 Albertus Reichstaler zu schulden. Mit Zusatz vom 16.6.1653, dass die Schuld nach dem Tode seines Schwiedervaters von seinem Schwiegersohn E. von Boecapp übernommen worden sei. Ueberlieferung: Abschrift. - Außerdem enthält das Kopiar folgende Zinsregister: 1) Register der Pachteinnahmen zu Ramersdorf, Küdinghoven, Limburg (Limperich), Kassel, Rimlinghoven, Dollendorf und Holtorf, 1691 (S. 119-144). - 2) Register der Roggen- und Weinpächten zu Beuel und Heckelsberg, 1662 (S. 144-175). - 3) Register der Kornpächte und Zinshühner zu Hangelar (S. 175-177). - 4) Register der Pfennigsgelder zu Küdinghoven (S. 177-180) 5) Register der Hühner und des Pfennigsgelds zu Ollheim (und Düntzekoven), 1693 (S. 180-182). -6) Register der Weinpächten zu Ramersdorf, Küdinghoven, Limburg (Limperich = Ortsteil von Beuel) und Kassel, 1608 (S. 182-199).
Diverse Registraturbildner
207 Blatt
Sachakte
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.