Thomas Stegmann von Erbishofen [Gde. Pfaffenhofen a. d. Roth/Lkr. Neu-Ulm] bekennt, dass ihm Osanna, die Witwe des Ulmer Bürgers Johann Schad, einen Hof in Erbishofen, den zuvor Johann Stegmann bewirtschaftet hat, auf Lebenszeit verliehen hat. Er verpflichtet sich, den Hof persönlich zu bewirtschaften, ihn in gutem Kulturzustand zu halten und nichts von seinen Zugehörungen zu verkaufen. Er wird davon Osanna Schad jährlich 13 Malter Roggen, 5 Malter Hafer, 1 Pfund und 3 Schilling Heller Heugeld, 2 Viertel Öl, 2 gemästete Gänse, 250 Eier, 8 Herbsthühner und 1 Fastnachtshuhn nach Ulm liefern. Wenn er zu seinem Eigenbedarf Holz schlagen möchte, dann soll er dies mit Wissen und nach Anweisung der Osanna Schad tun. Auch soll er für sie jedes Jahr 1 Muth Lein aussäen oder ihr dafür 10 Schilling geben. Wenn er den Hof vorzeitig verlässt oder nach seinem Tod stehen Osanna Schad 4 Pfund Heller als Weglöse zu. Für die Verleihung des Hofes hat er ihr 52 Gulden als Handlohn gegeben.