Zentraler Runder Tisch (Bestand)
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BArch DA 3
call number: DA 3
Bundesarchiv (Archivtektonik) >> Deutsche Demokratische Republik mit sowjetischer Besatzungszone (1945-1990) >> Parlamente und Staatsoberhaupt
1989-1990
Geschichte des Bestandsbildners: Der Zentrale Runde Tisch (ZRT) trat im Dezember 1989 zu seiner ersten Beratung zusammen. Die Teilnehmer (verantwortungsbewußte Vertreter neuer politischer Kräfte in der DDR und der Kirche), die die friedliche Revolution in der DDR auf den Weg gebracht haben, wollten keine parlamentarische- oder Regierungsfunktion ausüben, sich aber mit Vorschlägen zur Überwindung der Krise an die Öffentlichkeit wenden. Dazu forderte der ZRT von der Volkskammer und der Regierung, vor wichtigen rechts-, wirtschafts- und finanzpolitischen Entschei- dungen informiert und einbezogen zu werden. Er verstand sich als Bestandteil der öffentlichen Kontrolle. Für die Verwaltugsarbeit des ZRT war ein Arbeitssekretariat zuständig. Gestützt auf die Tätigkeit von Arbeitsgruppen wurden 16 Beratungen zu wesentlichen Fragen des gesellschaftlichen Lebens in der DDR durchgeführt sowie Empfehlungen und Gesetzesentwürfe erarbeitet. Folgende Arbeitsgruppen waren tätig: Wirtschaft; Recht; Ausländerfragen; Sicherheit; Ökologischer Umbau; Bildung, Erziehung, Jugend; Frauenpolitik; Medien; Sozial- und Gesundheitswesen; Neue Verfassung; Neues Wahlgesetz; Parteien- und Vereinigungsgesetz; Soziale Betreuung; Prioritäten; Gleichstellung der Geschlechter; Internationale Politik; Auflösung des AfNS; Strafrecht; Wissenschaft. Mit der 16. Sitzung im März 1990 beendete der ZRT seine Arbeit.
Bearbeitungshinweis: Die Akten des ZRT liegen geordnet und verzeichnet im Bestand DA 3 Zentraler Runder Tisch vor und sind über ein Online-Findbuch mit Digitalisaten zugänglich.
Sept. 2011
Bestandsbeschreibung: Der zentrale Runde Tisch wurde im Dezember 1990 von einer "Kontaktgruppe" der oppositionellen Gruppierungen der Bürgerrechtsbewegung in der Zeit des politischen Umbruchs in der DDR initiiert. Bestandteil seiner Tätigkeit war die öffentlichen Kontrolle, v. a.der Dialog zwischen den neuen Kräften der demokratischen Opposition und den alten Kräften der Blockpolitik. Parallel zur Volkskammer kontrollierte der Zentrale Runde Tisch die Modrow-Regierung und nahm damit Parlamentsfunktionen wahr. Zu seinem Aufgabenfeld gehörten auch die Durchführung demokratischer Wahlen, die Ausarbeitung des Entwurfs einer rechtsstaatlichen Verfassung sowie die Auflösung des Amtes für Nationale Sicherheit.
Sept. 2013/ Schr.
Inhaltliche Charakterisierung: Überlieferungslage:
Der Bestand DA 3 enthält die Überlieferung der 1. bis 16. Sitzung des Zentralen Runden Tisches vom 7.12.1989 bis 12.3.1990. Zu den Sitzungen sind auch Tonaufnahmen (Originale und Kopien) vorhanden. Der Sicherungsfilm bezieht sich ausschließlich auf die Tonaufnahmen. Ferner sind im Bestand die Unterlagen folgender Arbeitsgruppen des Zentralen Runden Tisches überliefert: Ausländerfragen; Bildung, Erziehung, Jugend, Recht, Medien, Neue Verfassung, Neues Wahlgesetz, Ökologischer Umbau, Parteien- und Vereinigungsgesetz, Prioritäten, Sicherheit, Soziale Betreuung, Sozialpolitik, Sozial- und Gesundheitswesen, Wirtschaft. Von den Arbeitsgruppen, dem Arbeitssekretariat und der Regierungsvertreter am Zentralen Runden Tisch ist die Überlieferung im Bestand sehr fragmentarisch.
Bearbeitungszustand:
Die Akten des Zentralen Runden Tisches wurden 1990 vom Ministerrat der DDR an das Bundesarchiv übergeben und waren unbearbeitet. Im Ergebnis der archivischen Bearbeitung entstand das Online-Findbuch mit Digitalisaten.
Weitere Informationen zum Bestand sind in den Vorbemerkungen zum Findbuch DA 3 Zentraler Runder Tisch zu finden.
Erschließungszustand: Der Bestand DA 3 Zentraler Runder Tisch ist vollständig bearbeitet und über ein Online-Findbuch mit Digitalisaten zugänglich.
Vorarchivische Ordnung: Eine vorarchivische Bearbeitung fand nicht statt.
Umfang, Erläuterung: 92 AE
Zitierweise: BArch DA 3/...
Bearbeitungshinweis: Die Akten des ZRT liegen geordnet und verzeichnet im Bestand DA 3 Zentraler Runder Tisch vor und sind über ein Online-Findbuch mit Digitalisaten zugänglich.
Sept. 2011
Bestandsbeschreibung: Der zentrale Runde Tisch wurde im Dezember 1990 von einer "Kontaktgruppe" der oppositionellen Gruppierungen der Bürgerrechtsbewegung in der Zeit des politischen Umbruchs in der DDR initiiert. Bestandteil seiner Tätigkeit war die öffentlichen Kontrolle, v. a.der Dialog zwischen den neuen Kräften der demokratischen Opposition und den alten Kräften der Blockpolitik. Parallel zur Volkskammer kontrollierte der Zentrale Runde Tisch die Modrow-Regierung und nahm damit Parlamentsfunktionen wahr. Zu seinem Aufgabenfeld gehörten auch die Durchführung demokratischer Wahlen, die Ausarbeitung des Entwurfs einer rechtsstaatlichen Verfassung sowie die Auflösung des Amtes für Nationale Sicherheit.
Sept. 2013/ Schr.
Inhaltliche Charakterisierung: Überlieferungslage:
Der Bestand DA 3 enthält die Überlieferung der 1. bis 16. Sitzung des Zentralen Runden Tisches vom 7.12.1989 bis 12.3.1990. Zu den Sitzungen sind auch Tonaufnahmen (Originale und Kopien) vorhanden. Der Sicherungsfilm bezieht sich ausschließlich auf die Tonaufnahmen. Ferner sind im Bestand die Unterlagen folgender Arbeitsgruppen des Zentralen Runden Tisches überliefert: Ausländerfragen; Bildung, Erziehung, Jugend, Recht, Medien, Neue Verfassung, Neues Wahlgesetz, Ökologischer Umbau, Parteien- und Vereinigungsgesetz, Prioritäten, Sicherheit, Soziale Betreuung, Sozialpolitik, Sozial- und Gesundheitswesen, Wirtschaft. Von den Arbeitsgruppen, dem Arbeitssekretariat und der Regierungsvertreter am Zentralen Runden Tisch ist die Überlieferung im Bestand sehr fragmentarisch.
Bearbeitungszustand:
Die Akten des Zentralen Runden Tisches wurden 1990 vom Ministerrat der DDR an das Bundesarchiv übergeben und waren unbearbeitet. Im Ergebnis der archivischen Bearbeitung entstand das Online-Findbuch mit Digitalisaten.
Weitere Informationen zum Bestand sind in den Vorbemerkungen zum Findbuch DA 3 Zentraler Runder Tisch zu finden.
Erschließungszustand: Der Bestand DA 3 Zentraler Runder Tisch ist vollständig bearbeitet und über ein Online-Findbuch mit Digitalisaten zugänglich.
Vorarchivische Ordnung: Eine vorarchivische Bearbeitung fand nicht statt.
Umfang, Erläuterung: 92 AE
Zitierweise: BArch DA 3/...
Zentraler Runder Tisch (ZRT), 1989-1990
99 Aufbewahrungseinheiten; 4,0 laufende Meter
Archivbestand
deutsch
Verwandtes Archivgut im Bundesarchiv: Bundesarchiv:
Tonbandaufzeichnungen der Sitzungen ZRT
andere Archive:
- Robert-Havemann-Archiv, Berlin (u.a. Archiv des "Neuen Forum", Dokumente von Bürgerbewegungen)
- Spezialarchiv des Instituts für zeitgeschichtliche Jugendforschung (Bestand: "Runder Tisch der Jugend")
- Archiv der Initiative Frieden und Menschenrechte Sachsen e.V., Leipzig (Bürger- und Menschenrechtsgruppen der DDR)
- Heinrich-Böll-Stiftung, Archiv Grünes Gedächtnis, Bornheim-Widdig (Bündnis 90/ Die Grünen, Vereine und Verbände der neuen sozialen Bewegungen)
Literatur: Der Zentrale Runde Tisch der DDR. Wortprotokoll und Dokumente (5 Bde), Wiesbaden 2000
Tonbandaufzeichnungen der Sitzungen ZRT
andere Archive:
- Robert-Havemann-Archiv, Berlin (u.a. Archiv des "Neuen Forum", Dokumente von Bürgerbewegungen)
- Spezialarchiv des Instituts für zeitgeschichtliche Jugendforschung (Bestand: "Runder Tisch der Jugend")
- Archiv der Initiative Frieden und Menschenrechte Sachsen e.V., Leipzig (Bürger- und Menschenrechtsgruppen der DDR)
- Heinrich-Böll-Stiftung, Archiv Grünes Gedächtnis, Bornheim-Widdig (Bündnis 90/ Die Grünen, Vereine und Verbände der neuen sozialen Bewegungen)
Literatur: Der Zentrale Runde Tisch der DDR. Wortprotokoll und Dokumente (5 Bde), Wiesbaden 2000
Besondere Benutzungsbedingungen: Benutzung über Mikrofilm; Digitalisate der Akten online verfügbar
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person or organization not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
24.04.2026, 10:58 AM CEST