Amtsgericht Springe (ab 1879) (Bestand)
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NLA HA, Hann. 172 Springe
Nds. Landesarchiv, Abt. Hannover (Archivtektonik) >> Gliederung >> 1 Staatliche Bestände >> 1.12 Preußische Provinz Hannover >> 1.12.10 Justiz >> 1.12.10.3 Untere Justizbehörden >> 1.12.10.3.3 Amtsgerichte im Landgerichtsbezirk Hannover
1701-1990
Enthält: u.a. in der Acc. 2015/59 einige Testamente, die (z.T. im Felde) verfasst wurden, weil der Testator im 1. Weltkrieg dienen musste
Bestandsgeschichte: Am 26. November 1981 holte das Hauptstaatsarchiv Hannover die auf dem Boden des Amtsgerichts lagernden Amtsbücher und Akten ab, die bereits seit langem für eine Abgabe nach Hannover vorgesehen waren (vgl. Acc. 173/81). Der größere Teil gelangte in den Bestand Hann. 72 Springe. Ein kleinerer Teil von Archivalien (u.a. Hypothekenbücher, Kontraktenbücher, Höferollen, Gebäudesteuerrollen, Flurbücher) aus der Zeit nach 1878 wurde dem Bestand Hann. 172 Springe zugeordnet und mit der älteren Ablieferung aus dem Jahre 1961 vereint. Die 1961 übernommenen Archivalien wurden durch den Zusatz Acc. 55/61 im Feld alte Archivsignatur gekennzeichnet.
Nach Fertigstellung des maschinenschriftlichen Findbuchs fand sich noch ein Fach unverzeichneter Handelsregisterakten (vgl. Acc. 1/78). Diese Akten erhielt das Hauptstaatsarchiv am 28. Dezember 1982 vom Amtsgericht Hameln. Sie wurden am Schluss angefügt.
Bestandsgeschichte: In den Bestand Hann. 172 Springe sind bislang folgende Ablieferungen des Amtsgerichts Springe eingegangen:
Nr. 1-284 (Pilzbefall)
Acc. 36/91 (Pilzbefall)
Acc. 45/98 (Pilzbefall)
Acc. 2006/054
Acc. 2007/080
Acc. 2011/103
Acc. 2011/125
Acc. 2013/047
Acc. 2015/59
Bestandsgeschichte: Anmerkung zu Acc. 2015/59:
Bei diesem Zugang handelt es sich um Testamente. Die bei diesen vereinzelt angegebenen Jahreszahlen 1936 bzw. 1937 deuten zumeist darauf hin, dass diese Testamente von Amts wegen eröffnet wurden, weil, so im Schreiben des Amtsgerichts, "Bei der Eröffnung von Testamenten, die vor dem 1. Januar 1924 errichtet worden waren, ist beobachtet worden, daß die darin getroffenen Bestimmungen in vielen Fällen durch die starke Veränderung der wirtschaftlichen Verhältnisse, insbesondere durch die Geldentwertung, undurchführbar......geworden waren,....." oder weil der Erblasser längst verstorben war.
Am 31.07.1938 ( nicht, wie in einem Vordruck angegeben 31. April ! ) wurde das Gesetz über die Errichtung von Testamenten und Erbverträgen beschlossen (RGBl. I S. 973). Aufgrund des § 46 waren bei Testamenten bzw. Erbverträgen, welche mehr als 30 bzw. 50 Jahre verwahrt wurden, Ermittlungen anzustellen, ob der Erblasser noch lebt. Sollten diese "nicht zu der Feststellung des Fortlebens des Erblassers" führen, wurden die Testamente bzw. Erbverträge eröffnet.
Findmittel: EDV-Findbuch 2013
Bearbeiter: Dr. Jürgen Asch (1982), Anna Ostendorff (2015)
Zusatzinformationen: Vorgängerbestand (vor 1879): Hann. 72 Springe
Zusatzinformationen: Nachfolgerbestand (nach 1945): Nds. 725 Springe
Bestandsgeschichte: Am 26. November 1981 holte das Hauptstaatsarchiv Hannover die auf dem Boden des Amtsgerichts lagernden Amtsbücher und Akten ab, die bereits seit langem für eine Abgabe nach Hannover vorgesehen waren (vgl. Acc. 173/81). Der größere Teil gelangte in den Bestand Hann. 72 Springe. Ein kleinerer Teil von Archivalien (u.a. Hypothekenbücher, Kontraktenbücher, Höferollen, Gebäudesteuerrollen, Flurbücher) aus der Zeit nach 1878 wurde dem Bestand Hann. 172 Springe zugeordnet und mit der älteren Ablieferung aus dem Jahre 1961 vereint. Die 1961 übernommenen Archivalien wurden durch den Zusatz Acc. 55/61 im Feld alte Archivsignatur gekennzeichnet.
Nach Fertigstellung des maschinenschriftlichen Findbuchs fand sich noch ein Fach unverzeichneter Handelsregisterakten (vgl. Acc. 1/78). Diese Akten erhielt das Hauptstaatsarchiv am 28. Dezember 1982 vom Amtsgericht Hameln. Sie wurden am Schluss angefügt.
Bestandsgeschichte: In den Bestand Hann. 172 Springe sind bislang folgende Ablieferungen des Amtsgerichts Springe eingegangen:
Nr. 1-284 (Pilzbefall)
Acc. 36/91 (Pilzbefall)
Acc. 45/98 (Pilzbefall)
Acc. 2006/054
Acc. 2007/080
Acc. 2011/103
Acc. 2011/125
Acc. 2013/047
Acc. 2015/59
Bestandsgeschichte: Anmerkung zu Acc. 2015/59:
Bei diesem Zugang handelt es sich um Testamente. Die bei diesen vereinzelt angegebenen Jahreszahlen 1936 bzw. 1937 deuten zumeist darauf hin, dass diese Testamente von Amts wegen eröffnet wurden, weil, so im Schreiben des Amtsgerichts, "Bei der Eröffnung von Testamenten, die vor dem 1. Januar 1924 errichtet worden waren, ist beobachtet worden, daß die darin getroffenen Bestimmungen in vielen Fällen durch die starke Veränderung der wirtschaftlichen Verhältnisse, insbesondere durch die Geldentwertung, undurchführbar......geworden waren,....." oder weil der Erblasser längst verstorben war.
Am 31.07.1938 ( nicht, wie in einem Vordruck angegeben 31. April ! ) wurde das Gesetz über die Errichtung von Testamenten und Erbverträgen beschlossen (RGBl. I S. 973). Aufgrund des § 46 waren bei Testamenten bzw. Erbverträgen, welche mehr als 30 bzw. 50 Jahre verwahrt wurden, Ermittlungen anzustellen, ob der Erblasser noch lebt. Sollten diese "nicht zu der Feststellung des Fortlebens des Erblassers" führen, wurden die Testamente bzw. Erbverträge eröffnet.
Findmittel: EDV-Findbuch 2013
Bearbeiter: Dr. Jürgen Asch (1982), Anna Ostendorff (2015)
Zusatzinformationen: Vorgängerbestand (vor 1879): Hann. 72 Springe
Zusatzinformationen: Nachfolgerbestand (nach 1945): Nds. 725 Springe
15,2 lfdm
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
16.06.2025, 12:45 MESZ