Balthasar Haag von Offenhausen [Stadt Neu-Ulm] bekennt, dass ihm der Ulmer Bürgermeister Alfons Schad von Mittelbiberach [Lkr. Biberach] auf Lebenszeit ein Hofgut in Offenhausen, das zuvor sein verstorbener Vater Johann Haag bewirtschaftet hat, verliehen hat. Er verpflichtet sich, den Hof in gutem Kulturzustand zu halten und davon jährlich 16 Imi Roggen, 32 Imi Fesen und 32 Imi Hafer, 17 Gulden und 30 Kreuzer Heugeld, 3 Fastnachtshühner, 150 Eier und 9 Herbsthühner nach Ulm zu liefern. Außerdem muss er für die Herrschaft jährlich 3 Muth Lein ansäen oder ihr dafür 3 Pfund Heller bezahlen und die Hof- und Gartenmauer auf seine Kosten instandhalten. Müssen in dem zu dem Hof gehörenden Baumgarten neue Bäume gesetzt werden, hat er die Hälfte der Kosten zu tragen. Dafür erhält er das Gras und Öhmd sowie die Hälfte des Obstes aus dem Garten. Von einigen zu dem Hof gehörenden Äckern hat er dem Heiliggeistspital in Ulm [abgegangen Bereich Neue Straße, Lagerbuch Nr. 261/2, 254] jährlich 12 Imi Einkorn und der Pfarrkirchenbaupflege in Ulm von einigen Mähdern und Äckern 1 Pfund und 10 Schilling Heller zu liefern.