Johann von der Mühlen (Melyn), gesessen zu Skäßchen (Scassowchin), bekennt, dass er mit Zustimmung seines Oheims und Vormunds Johann Rote, gesessen zu Göllnitz (Gelnicz), sein Dorf Skaup im Amt [Großen]hain (myn dorf czu dem Scu<e>p, gelegin in dem gerichte czu dem Hayn ober Elbe), das mit zehn Hufen, deren Einkünfte aufgeführt werden, Eigentum des Meißener Domkapitels ist, der Kirche zu Meißen verkauft hat, wobei die Abgaben der Zinspflichtigen{1} von Hufen, Halbhufen und Gärten{2} genannt werden. Diese Lehen, die der Aussteller wie sein Vater, Peter von der Mühlen (Peczold von Melyn), von der Kirche in Meißen innehatte, werden dem Dompropst, Domdechant und dem Kapitel für 37 Schock und 55 Freiberger Groschen, die dem Aussteller und seinem Vormund gezahlt worden sind, aufgelassen. Auch hat der Aussteller alle Zinspflichtigen der Huldigung und des Gelöbnisses an ihn entbunden. - Siegel des Ausstellers und seines Vormundes angekündigt. 1 Elisabeth Weber (dy weberinne), Peter Kele, Peter Kurze (Korcze), Nikolaus Pfeifers (Niczcze Pfifers), Schultheiß Heinrich Stragow, Katharina Tietze (dy Tyczinne), Matthias Schumann, Hermann Boser (Bozer), Johann Welkan, Thimo (Tyme), Hentschel Vogt (Henczil Voyt), Johann Freiberger, Heinemann und Heinrich Berisch. 2 Jede Hufe zinst jährlich zu Michaelis zwölf Groschen, einen Scheffel Roggen (ko<e>rn), einen Scheffel Hafer und zwei Hühner, zu Ostern zwölf Eier, außerdem zwei Gärten vier Groschen [und zwei Hühner]. Die Zinspflichtigen zinsen außerdem für Wiesen- und Holznutzung (von wysewachz und von holcze) in näher bestimmter Weise 14 Scheffel Hafer.