Sonderbestände der Urkunden (Provenienzbestände): Urkunden der Grafschaft Hanau-Lichtenberg (Herrschaft Lichtenberg im Elsaß mit Grafschaft Zweibrücken-Bitsch und Herrschaft Ochsenstein) (Bestand)
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B 2
Hessisches Staatsarchiv Darmstadt (Archivtektonik) >> Gliederung >> Sonderbestände der Urkunden (Provenienzbestände)
1187 - [um 1600]
Enthält: Der Kern des Bestandes wird von den auf die linksrheinischen Teile der Herrschaft Lichtenberg im Elsaß bezüglichen Urkunden der Zeit von 1187 (Gerichtsbrief Kaiser Friedrichs I. für das Kloster Neuburg) bis 1438 gebildet, enthaltend etwa zwei Drittel des in Darmstadt verbliebenen Hanau-Lichtenberger Urkundenbestands. Einzubeziehen sind die in den Beständen D 4 (Großherzogliches Haus), D 7 (Hanau-Lichtenberger Sukzession) und D 21 (Grafschaft Hanau-Lichtenberg, Akten und Amtsbücher) enthaltenen Akten und Urkundenabschriften; außerdem die unter A 14 abgelegten Lichtenberger Provenienzen anderer Archive (Nachweise siehe dort). Der verlorene Urkundenbestand konnte für die Zeit von 1438 bis 1500 durch kopiale Überlieferung und durch die Abschriften und Regesten Johann Georg Lehmanns zu weiten Teilen rekonstruiert werden (Archives Départementales du Bas-Rhin in Straßburg, 36 J Nr. 1-6; Fotos in A 14 Nr. 3343-3784). Die Urkunden erfassen im wesentlichen die lichtenbergischen, ochsensteinischen und zweibrücken-bitschischen Rechte in den Reichsämtern Lemberg-Pirmasens, Lichtenau und Willstätt sowie in den elsässischen Ämtern Buchsweiler, Brumath, Hatten, Ingweiler und Neuweiler, Kutzenhausen, Pfaffenhofen, Offendorf, Westhofen, Wolfisheim und Wörth. Hinzu kommen die Beziehungen zu den landsässigen Städten Brumath, Buchsweiler, Görsdorf, Lichtenau, Lichtenberg, Neuweiler, Westhofen und Wörth, zur Reichsstadt Hagenau, zur Freien Stadt Straßburg, zum Deutschen Haus in Dahn, zur Abtei St. Adelphi in Neuweiler (lichtenbergische Vogteirechte) und zur Zisterzienserabtei Neuburg im Heiligen Forst bei Hagenau.
Bestandsgeschichte: Angelegt als provenienzmäßig geschlossener Bestand derjenigen Pergamenturkunden des Großherzoglichen Hausarchivs (siehe Bestand B 1), die sich auf die 1736 an das Großherzogtum Hessen gefallene Grafschaft Hanau-Lichtenberg (einschließlich der Vorprovenienzen Herrschaft Ochsenstein und Grafschaft Zweibrücken-Bitsch) beziehen. Das Archiv befand sich ursprünglich in der Residenzstadt Buchsweiler , kam aber nach der Französischen Revolution 1789 nach Pirmasens und 1791/92 nach Darmstadt. Teile des Archivs wurden 1804/05 an Frankreich abgegeben, und zwar an das Départementalarchiv Straßburg und (für den Bereich des Départements Donnersberg) nach Mainz. Die auf die rechtsrheinischen Ämter Willstätt und Lichtenau bezüglichen Urkunden kamen bis 1808 an das Großherzogtum Baden (Generallandesarchiv Karlsruhe). Wohl von Ludwig Baur wurden Mitte des 19. Jahrhunderts die in Darmstadt verbliebenen Teile des Archivs durch Bildung eines besonderen Urkundenbestands neu geordnet. 1872 und 1874 wurden weitere Teile des Urkundenarchivs an die Königreiche Württemberg (heute im Hauptstaatsarchiv Stuttgart und im Staatsarchiv Ludwigsburg) und Bayern (für die Rheinpfalz, heute im Bayerischen Hauptstaatsarchiv München [Urkunden vor 1400] sowie im Landesarchiv Speyer [Urkunden nach 1400]) abgegeben. Den im 19. Jahrhundert vorhandenen Urkundenbestand verzeichnete zunächst Johann Georg Lehmann zur Vorbereitung seiner 'Urkundliche[n] Geschichte der Grafschaft Hanau-Lichtenberg' (1862-1863). Die in den dreißiger und vierziger Jahren des 20. Jahrhunderts begonnene Neuverzeichnung durch Ludwig Clemm wurde durch die Kriegsereignisse 1944 unterbrochen und nicht zuende geführt. Die wegen anstehender Verzeichnungsarbeiten nicht ausgelagerten Kästen 12 bis 19 der Urkunden (alte Nummern 1048-1504 für die Zeit ab 1438/39) gingen durch die Folgen des Bombenangriffs auf Darmstadt 1944 zugrunde. Nach einer vorläufigen Bestandsaufnahme der in Darmstadt noch vorhandenen sowie der an andere deutsche Archive abgegebenen Lichtenberger Urkunden durch Albrecht Eckhardt erfolgte ab 1987 durch Friedrich Battenberg eine vollständige Neuverzeichnung des Bestands. Einbezogen wurden dabei die abschriftlich in Aktenbeständen überlieferten und auch die in den erwähnten Nachfolgearchiven befindlichen Urkunden, von denen überwiegend Fotos in den Bestand A 14 eingegliedert wurden.
Findmittel: Für die Nachträge und die an fremde Archive abgegebenen bzw. für die Zeit ab 1501 sowie zum Nachweis der 1944 vernichteten Urkunden: 'Abteilungen Urkunden Grafschaft Hanau-Lichtenberg (B 2), Übersichtsverzeichnis', und 'Urkunden Grafschaft Katzenelnbogen (B 3), Nummernverzeichnis', bearb. von Albrecht Eckhardt, Darmstadt/Marburg 1973 (Repertorien des Hessischen Staatsarchivs Darmstadt 26).
Findmittel: Online-Datenbank (HADIS)
Findmittel: Gedrucktes Findbuch mit Vorbemerkung und Konkordanz (http://digitalisate-he.arcinsys.de/pdf/hstad/vorworte/b02_vorwort.pdf) (etwa 5.500 chronologisch geordnete Regesten der Urkunden der Herrschaft Lichtenberg unter Einbeziehung der Urkunden der Herrschaft Ochsenstein und der Grafschaft Zweibrücken- Bitsch, z.T. aus Archiven der Grafen und Herren v. Lichtenberg in Karlsruhe, München, Speyer, Straßburg, Stuttgart und Ludwigsburg sowie aus Aktenbeständen des Großherzoglichen Hausarchivs für die Zeit von 1163 bis 1500): Lichtenberger Urkunden 1163-1500, bearb. von Friedrich Battenberg unter Mitwirkung von Bernhard Metz, Bände 1-5, Darmstadt 1994-1996 (Repertorien des Hessischen Staatsarchivs Darmstadt 2/1-5).
Referent: Lars Adler
Bestandsgeschichte: Angelegt als provenienzmäßig geschlossener Bestand derjenigen Pergamenturkunden des Großherzoglichen Hausarchivs (siehe Bestand B 1), die sich auf die 1736 an das Großherzogtum Hessen gefallene Grafschaft Hanau-Lichtenberg (einschließlich der Vorprovenienzen Herrschaft Ochsenstein und Grafschaft Zweibrücken-Bitsch) beziehen. Das Archiv befand sich ursprünglich in der Residenzstadt Buchsweiler , kam aber nach der Französischen Revolution 1789 nach Pirmasens und 1791/92 nach Darmstadt. Teile des Archivs wurden 1804/05 an Frankreich abgegeben, und zwar an das Départementalarchiv Straßburg und (für den Bereich des Départements Donnersberg) nach Mainz. Die auf die rechtsrheinischen Ämter Willstätt und Lichtenau bezüglichen Urkunden kamen bis 1808 an das Großherzogtum Baden (Generallandesarchiv Karlsruhe). Wohl von Ludwig Baur wurden Mitte des 19. Jahrhunderts die in Darmstadt verbliebenen Teile des Archivs durch Bildung eines besonderen Urkundenbestands neu geordnet. 1872 und 1874 wurden weitere Teile des Urkundenarchivs an die Königreiche Württemberg (heute im Hauptstaatsarchiv Stuttgart und im Staatsarchiv Ludwigsburg) und Bayern (für die Rheinpfalz, heute im Bayerischen Hauptstaatsarchiv München [Urkunden vor 1400] sowie im Landesarchiv Speyer [Urkunden nach 1400]) abgegeben. Den im 19. Jahrhundert vorhandenen Urkundenbestand verzeichnete zunächst Johann Georg Lehmann zur Vorbereitung seiner 'Urkundliche[n] Geschichte der Grafschaft Hanau-Lichtenberg' (1862-1863). Die in den dreißiger und vierziger Jahren des 20. Jahrhunderts begonnene Neuverzeichnung durch Ludwig Clemm wurde durch die Kriegsereignisse 1944 unterbrochen und nicht zuende geführt. Die wegen anstehender Verzeichnungsarbeiten nicht ausgelagerten Kästen 12 bis 19 der Urkunden (alte Nummern 1048-1504 für die Zeit ab 1438/39) gingen durch die Folgen des Bombenangriffs auf Darmstadt 1944 zugrunde. Nach einer vorläufigen Bestandsaufnahme der in Darmstadt noch vorhandenen sowie der an andere deutsche Archive abgegebenen Lichtenberger Urkunden durch Albrecht Eckhardt erfolgte ab 1987 durch Friedrich Battenberg eine vollständige Neuverzeichnung des Bestands. Einbezogen wurden dabei die abschriftlich in Aktenbeständen überlieferten und auch die in den erwähnten Nachfolgearchiven befindlichen Urkunden, von denen überwiegend Fotos in den Bestand A 14 eingegliedert wurden.
Findmittel: Für die Nachträge und die an fremde Archive abgegebenen bzw. für die Zeit ab 1501 sowie zum Nachweis der 1944 vernichteten Urkunden: 'Abteilungen Urkunden Grafschaft Hanau-Lichtenberg (B 2), Übersichtsverzeichnis', und 'Urkunden Grafschaft Katzenelnbogen (B 3), Nummernverzeichnis', bearb. von Albrecht Eckhardt, Darmstadt/Marburg 1973 (Repertorien des Hessischen Staatsarchivs Darmstadt 26).
Findmittel: Online-Datenbank (HADIS)
Findmittel: Gedrucktes Findbuch mit Vorbemerkung und Konkordanz (http://digitalisate-he.arcinsys.de/pdf/hstad/vorworte/b02_vorwort.pdf) (etwa 5.500 chronologisch geordnete Regesten der Urkunden der Herrschaft Lichtenberg unter Einbeziehung der Urkunden der Herrschaft Ochsenstein und der Grafschaft Zweibrücken- Bitsch, z.T. aus Archiven der Grafen und Herren v. Lichtenberg in Karlsruhe, München, Speyer, Straßburg, Stuttgart und Ludwigsburg sowie aus Aktenbeständen des Großherzoglichen Hausarchivs für die Zeit von 1163 bis 1500): Lichtenberger Urkunden 1163-1500, bearb. von Friedrich Battenberg unter Mitwirkung von Bernhard Metz, Bände 1-5, Darmstadt 1994-1996 (Repertorien des Hessischen Staatsarchivs Darmstadt 2/1-5).
Referent: Lars Adler
18 m
Bestand
Korrespondierende Archivalien: Siehe auch die Bestände A 14 (Urkundenfotos), D 4 (Großherzogliches Hausarchiv), D 7 (Hanau-Lichtenberger Sukzession), D 21 (Grafschaft Hanau-Lichtenberg) und R 21 G (Siegelkartei)
Literatur: J. Friedrich Battenberg, Hanau-Lichtenberg, in: Handbuch der Baden-Württembergischen Geschichte 2, Stuttgart 1995, S. 417-422; Fritz Eyer, Das Territorium der Herren von Lichtenberg 1202-1480. Untersuchungen über den Besitz, die Herrschaft und die Hausmachtpolitik eines oberrheinischen Herrengeschlechts, Straßburg 1938, ND Neustadt an der Saale 1985; Friedrich Knöpp, Grafschaft Hanau-Lichtenberg. Ergänzung zu Walter Wagner, Das Rhein-Main Gebiet 1787, Darmstadt 1975
Literatur: J. Friedrich Battenberg, Hanau-Lichtenberg, in: Handbuch der Baden-Württembergischen Geschichte 2, Stuttgart 1995, S. 417-422; Fritz Eyer, Das Territorium der Herren von Lichtenberg 1202-1480. Untersuchungen über den Besitz, die Herrschaft und die Hausmachtpolitik eines oberrheinischen Herrengeschlechts, Straßburg 1938, ND Neustadt an der Saale 1985; Friedrich Knöpp, Grafschaft Hanau-Lichtenberg. Ergänzung zu Walter Wagner, Das Rhein-Main Gebiet 1787, Darmstadt 1975
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
01.07.2025, 12:49 PM CEST