Oberpostdirektion und Reichspostdirektion Oldenburg (Bestand)
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NLA OL, Best. 191
Nds. Landesarchiv, Abt. Oldenburg (Archivtektonik) >> Gliederung >> 1 Staatliches Archivgut, Ältere Bestände >> 1.1 Fachbehörden >> 1.1.1 Bau / Verkehr / Wasser
1868-1946
Enthält: Oberpostdirektion: Generalakten 1867-1911 (3); Dienstbetrieb1854-1900 (119); Postkurswagen, Bahnpostwagen, Fährverbindungen 1859-1927 (184); Posthaltereien, Extraposten, Postillione 1837-1927 (37); Haushaltswesen 1899-1923 (2); Personalakten 1808-1925 (2.700). Reichspostdirektion/Bundespost 1870-1994 (259), u.a. Landpostkraftverkehr 1926-1942 (10); Reiseverkehr 1926-1944 (19); Rundfunk und Fernmeldewesen 1925-1949 (61); Postgeschichtliche Aufzeichnungen und Betreffe 1895-1997 (10); Postamt Brake 1928-1950 (10); Postamt Oldenburg 1915-1975 (35).
Beschreibung: Best. 191 Oberpostdirektion und Reichspostdirektion Oldenburg
Zeit: 1808-1997
Geschichte des Bestandsbildners: Die Geschichte der Oldenburger Post reicht bis in das 16. Jahrhundert zurück, als Oldenburg Station einer Botenpost von Hamburg nach Amsterdam war. 1650 erhielt Oldenburg unter Graf Anton Günther eine eigene, privat geleitete Postanstalt, die aber unter der Aufsicht des Kaiserlichen Reichsoberpostamts in Bremen arbeitete.
Diese Unterstellung unter die kaiserliche Post wurde in der dänischen Zeit aufgehoben. Es galt mit der dänischen Postordnung von 1694 das dänische Postregal, das sich aber noch gegen die preußisch-brandenburgischen Einflüsse zu wehren hatte. Die oldenburgische Post behielt halbstaatlichen Charakter. Das 19. Jahrhundert beendete diese Situation, nach dem Tod des letzten privaten Postmeisters wurde die Post 1800 verstaatlicht, 1809 einer Direktion in Oldenburg unterstellt, die neu gewonnenen Territorien angeschlossen. Chausseebau und Eisenbahn verbesserten das Postwesen, ab 1856 gab es eine Landbriefbestellung.
1852 schloss sich das Herzogtum dem Deutsch-Österreichischen Postverein an, die Post- und Telegrafendirektion wurde 1857 als eigenständige Oberbehörde aus dem Geschäftskreis der Regierung herausgelöst und dem Staatsministerium direkt unterstellt. Nach der Gründung des Norddeutschen Bundes (1867) ging die Posthoheit von den Bundesstaaten auf den Bund über. Aus der Oldenburgischen Post- und Telegraphendirektion wurde 1868 die Oberpostdirektion Oldenburg, seit 1871 Kaiserliche Oberpostdirektion Oldenburg benannt. 1869 übernahm sie über die Grenzen des Herzogtums hinaus auch die Postverwaltung in den preußischen Landdrosteien Osnabrück und Aurich. Die wachsende Bedeutung des Postbetriebs dokumentiert das 1902 errichtete, beeindruckende Reichspostgebäude am Stau. Nach 1918 hieß die Behörde wieder Oberpostdirektion Oldenburg, 1934 wurde sie in Reichspostdirektion Oldenburg umbenannt und 1943 mit der Reichspostdirektion Bremen vereinigt.
Findmittel: Erschließung: Archivdatenbank/Internet
Zusatzinformationen: Abgeschlossen: Nein
Zusatzinformationen: teilweise verzeichnet
Beschreibung: Best. 191 Oberpostdirektion und Reichspostdirektion Oldenburg
Zeit: 1808-1997
Geschichte des Bestandsbildners: Die Geschichte der Oldenburger Post reicht bis in das 16. Jahrhundert zurück, als Oldenburg Station einer Botenpost von Hamburg nach Amsterdam war. 1650 erhielt Oldenburg unter Graf Anton Günther eine eigene, privat geleitete Postanstalt, die aber unter der Aufsicht des Kaiserlichen Reichsoberpostamts in Bremen arbeitete.
Diese Unterstellung unter die kaiserliche Post wurde in der dänischen Zeit aufgehoben. Es galt mit der dänischen Postordnung von 1694 das dänische Postregal, das sich aber noch gegen die preußisch-brandenburgischen Einflüsse zu wehren hatte. Die oldenburgische Post behielt halbstaatlichen Charakter. Das 19. Jahrhundert beendete diese Situation, nach dem Tod des letzten privaten Postmeisters wurde die Post 1800 verstaatlicht, 1809 einer Direktion in Oldenburg unterstellt, die neu gewonnenen Territorien angeschlossen. Chausseebau und Eisenbahn verbesserten das Postwesen, ab 1856 gab es eine Landbriefbestellung.
1852 schloss sich das Herzogtum dem Deutsch-Österreichischen Postverein an, die Post- und Telegrafendirektion wurde 1857 als eigenständige Oberbehörde aus dem Geschäftskreis der Regierung herausgelöst und dem Staatsministerium direkt unterstellt. Nach der Gründung des Norddeutschen Bundes (1867) ging die Posthoheit von den Bundesstaaten auf den Bund über. Aus der Oldenburgischen Post- und Telegraphendirektion wurde 1868 die Oberpostdirektion Oldenburg, seit 1871 Kaiserliche Oberpostdirektion Oldenburg benannt. 1869 übernahm sie über die Grenzen des Herzogtums hinaus auch die Postverwaltung in den preußischen Landdrosteien Osnabrück und Aurich. Die wachsende Bedeutung des Postbetriebs dokumentiert das 1902 errichtete, beeindruckende Reichspostgebäude am Stau. Nach 1918 hieß die Behörde wieder Oberpostdirektion Oldenburg, 1934 wurde sie in Reichspostdirektion Oldenburg umbenannt und 1943 mit der Reichspostdirektion Bremen vereinigt.
Findmittel: Erschließung: Archivdatenbank/Internet
Zusatzinformationen: Abgeschlossen: Nein
Zusatzinformationen: teilweise verzeichnet
68,5; 3361 Verzeichnungseinheiten
Bestand
Literatur: Gustav Rüthning, Geschichte der Oldenburgischen Post. Denkschrift zur Eröffnung des Dienstbetriebs im neuen Reichspostgebäude, Oldenburg 1902; 175 Jahre Postamt Oldenburg, in: Postgeschichtliche Hefte Weser-Ems IV, 6, 21. Jg., März 1975; Friedrich-Wilhelm Schaer, Neuverzeichnis der Akten der früheren OPD Oldenburg im Niedersächsischen Staatsarchiv in Oldenburg, in: Postgeschichtliche Hefte Hefte Weser-Ems IV, 9, 22. Jg., Dezember 1976.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
16.06.2025, 10:42 MESZ