Konrad Bürcklin, Hans Spittal, Balthas Schuchmacher, alle aus Ditzingen, Konrad Reiser, Gall Reiser, Martin Münsterlin, Bastion Bürcklin und Michel Haim, alle aus Weilimdorf (Weil zum Dorf), wegen Wiedertäuferei zu Leonberg gef., jedoch auf Fürbitten und in Ansehung ihrer Armut, ihrer z.T. schwangeren Frauen und ihrer kleinen Kinder gegen das Versprechen freigel., sich fortan rechtschaffen zu verhalten, von der Lehre der Wiedertaufe abzustehen und ihre Kinder rechtmäßig taufen zu lassen, die Anhänger dieser Lehre zu meiden, dem Herzog und seinen Amtleuten gehorsam zu sein, fleißig zu Kirche und Predigt zu gehen, der Lehre des Nachtmahls, wie sie in Württemberg gepredigt wird, anzuhangen, bei den von den Pfarrern und Gemeinden Württembergs geübten oder künftig vom Landesfürsten publizierten Zeremonien zu bleiben, keine "Winkelprediger", Wiedertäufer oder Landstreicher zu beherbergen und zu unterstützen, sondern solche festzuhalten und der Obrigkeit anzuzeigen, geloben all dies und schwören U. Die A. hatten wider obrigkeitliche Edikte und Verbote einem Landstreicher, der sich heiliger Gesandter von Straßburg nannte, angehangen. K. Bürcklin und K. Reiser hatten ihn beherbergt und mit den übrigen Genannten seine Predigten angehört, in denen er Kindertaufe und Altarsakrament verächtlich machte, und die Gütergemeinschaft von Arm und Reich forderte. Auch hatte M. Münsterlin sich eine zeitlang in Mähren bei den Wiedertäufern aufgehalten.

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Landesarchiv Baden-Württemberg
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