B Rep. 140-25 Hildegard-Wegscheider-Schule (Bestand)
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B Rep. 140-25
Landesarchiv Berlin (Archivtektonik) >> B Bestände (West-) Berliner Behörden bis 1990 >> B 2 Senat von Berlin >> B 2.2 Nachgeordnete Einrichtungen >> B Rep. 140 Städtische Schulen
Vorwort: B Rep. 140-25 Hildegard-Wegscheider-Schule
1. Schulgeschichte
1896 eröffnete die Hildegard-Wegscheider-Schule unter dem Namen "Erste Mädchenschule Grunewald", später "Höhere Töchterschule", in der Hubertusstraße 15. Die Schule wurde mit Hilfe der Kurfürstendammgesellschaft von den Schwestern Elisabeth und Paula Michalik gegründet und befand sich zunächst in privater Hand. Im Jahre 1897 zog die Schule in den Neubau in der Siemensstraße 16, der heutigen Lassenstraße 16. Hier befindet sich der naturwissenschaftliche Trakt. Der Haupttrakt in der Lassenstraße 18-20 wurde 1909 als neues Schulgebäude eingeweiht.
Bis zum Jahr 1924 war lediglich der Abschluss nach 10 Schuljahren möglich. Danach konnten die Schülerinnen auch ihr Abitur ablegen. 1912 wurde die Schule umbenannt und hieß nun "Bismarck-Lyzeum". 27 Jahre später erhielt die Schule mit "Johanna-von-Puttkamer-Schule" erneut einen neuen Namen. Während des Ersten Weltkrieges diente die Johanna-von-Puttkamer-Schule als Verteilungsstelle für Lebensmittelkarten. Nach dem Krieg wurden die Johanna-von-Puttkamer-Schule, die Frau-Aja-Schule (ehemals Goethe-Lyzeum Schmargendorf) und die Königin-Mathilde-Schule (ehemals Hohenzollern-Lyzeum Halensee) aufgrund von Kriegsschäden in den Räumlichkeiten der Johanna von Puttkamer-Schule zusammengelegt. Bis die Schule 1946 in "Hildegard-Wegscheider-Oberschule" umbenannt wurde, hieß sie 4. Oberschule und später nur noch 4. Schule. Im Zuge der Währungsreform im Jahr 1948 wurde die Schule abermals zweckentfremdet und diente als Geldumtauschstelle. Seit 1967 werden an der Hildegard-Wegscheider-Oberschule Mädchen und Jungen zusammen unterrichtet.
Die Hildegard-Wegscheider-Schule griff teilweise auf Formulare der Frau-Aja-Schule, der Königin-Mathilde-Schule und der Viktoria-Luisen-Schule zurück.
In dem Zeitraum, in welchem die Akten entstanden sind, waren folgende Schulleiter im Amt:
1896 Eleonora Vollrath
1908 Professor Dr. Erich Meyer
1921 Dr. Friedrich Abée
1945 Dr. Karl Sturm
1947 August Rönnebeck
1957 Dr. Heinz Maschefes
2. Bestandsbeschreibung
Die Akten wurden dem Landesarchiv von der Archiv- und Gutachterstelle der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft am 4. Mai 2016 übergeben.
Insgesamt umfasst der Bestand 36 AE (0,75 lfm). Seine Laufzeit reicht von (1941) 1945 bis 1958 (1965). Er beinhaltet halbjährliche Zensurenlisten mit schriftlichen Beurteilungen, Schriftwechsel zwischen Eltern und Lehrern sowie Schriftwechsel zwischen der Schule und dem Senat beziehungsweise dem Bezirksamt. Des Weiteren enthält der Bestand Gutachten, Schülerbögen und Reifeprüfungen sowie deren Organisation. Zusätzlich weist der Bestand eine Akte zur Organisation der Ergänzungsprüfungen der Reifeprüfung der Ostabiturienten und eine Ergänzungsprüfung auf (1953).
Der Bestand wurde im Rahmen eines Praktikums von Frau Raabe im März 2017 bearbeitet. Die Zensurenlisten der Viktoria-Luisen-Schule wurden aus dem Bestand herausgelöst, um in den Bestand der Überlieferung vor 1945 tektonisch neu zugeordnet zu werden. Da es sich hauptsächlich um Zensurenlisten und allgemeine Beurteilungen handelt, wurde auf eine Klassifikation verzichtet. Eine Musterklassifikation für die Westberliner Schulen wurde mittlerweile erarbeitet und hier angewandt.
Zahlreiche Akten sind auf Grund archivgesetzlicher Bestimmungen bzw. der EU-Datenschutz-Grundverordnung für die Benutzung befristet gesperrt. Eine Verkürzung der Schutzfristen kann auf Antrag erfolgen. Dazu bedarf es der besonderen Zustimmung des Landesarchivs.
Der Bestand wird wie folgt zitiert: Landesarchiv Berlin B Rep. 140-25, Nr. … .
3. Korrespondierende Bestände
A Rep 020-28 Bismarck-Lyzeum (Johanna von Puttkamer-Schule)
B Rep. 007 Der Senator für Volksbildung
B Rep. 015 Senatsverwaltung für Schule, Beruf, Bildung und Sport
4. Literaturauswahl
75 Jahre Hildegard-Wegscheider-Oberschule Berlin-Grunewald 1909-1984. Festschrift, Berlin 1984.
80 Jahre Hildegard-Wegscheider-Oberschule Berlin-Grunewald 1909-1989. Festschrift, Berlin 1989.
Gudrun Wedel, Berliner Schulalmanach. Verzeichnis aller öffentlichen allgemeinbildenden Schulen in Berlin (West), 1952-1982. In: Materialien und Studien zur Geschichte der Berliner Schule, Bd. 10, Hohengehren 1933.
Berlin, März 2017 Lara Raabe
1. Schulgeschichte
1896 eröffnete die Hildegard-Wegscheider-Schule unter dem Namen "Erste Mädchenschule Grunewald", später "Höhere Töchterschule", in der Hubertusstraße 15. Die Schule wurde mit Hilfe der Kurfürstendammgesellschaft von den Schwestern Elisabeth und Paula Michalik gegründet und befand sich zunächst in privater Hand. Im Jahre 1897 zog die Schule in den Neubau in der Siemensstraße 16, der heutigen Lassenstraße 16. Hier befindet sich der naturwissenschaftliche Trakt. Der Haupttrakt in der Lassenstraße 18-20 wurde 1909 als neues Schulgebäude eingeweiht.
Bis zum Jahr 1924 war lediglich der Abschluss nach 10 Schuljahren möglich. Danach konnten die Schülerinnen auch ihr Abitur ablegen. 1912 wurde die Schule umbenannt und hieß nun "Bismarck-Lyzeum". 27 Jahre später erhielt die Schule mit "Johanna-von-Puttkamer-Schule" erneut einen neuen Namen. Während des Ersten Weltkrieges diente die Johanna-von-Puttkamer-Schule als Verteilungsstelle für Lebensmittelkarten. Nach dem Krieg wurden die Johanna-von-Puttkamer-Schule, die Frau-Aja-Schule (ehemals Goethe-Lyzeum Schmargendorf) und die Königin-Mathilde-Schule (ehemals Hohenzollern-Lyzeum Halensee) aufgrund von Kriegsschäden in den Räumlichkeiten der Johanna von Puttkamer-Schule zusammengelegt. Bis die Schule 1946 in "Hildegard-Wegscheider-Oberschule" umbenannt wurde, hieß sie 4. Oberschule und später nur noch 4. Schule. Im Zuge der Währungsreform im Jahr 1948 wurde die Schule abermals zweckentfremdet und diente als Geldumtauschstelle. Seit 1967 werden an der Hildegard-Wegscheider-Oberschule Mädchen und Jungen zusammen unterrichtet.
Die Hildegard-Wegscheider-Schule griff teilweise auf Formulare der Frau-Aja-Schule, der Königin-Mathilde-Schule und der Viktoria-Luisen-Schule zurück.
In dem Zeitraum, in welchem die Akten entstanden sind, waren folgende Schulleiter im Amt:
1896 Eleonora Vollrath
1908 Professor Dr. Erich Meyer
1921 Dr. Friedrich Abée
1945 Dr. Karl Sturm
1947 August Rönnebeck
1957 Dr. Heinz Maschefes
2. Bestandsbeschreibung
Die Akten wurden dem Landesarchiv von der Archiv- und Gutachterstelle der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft am 4. Mai 2016 übergeben.
Insgesamt umfasst der Bestand 36 AE (0,75 lfm). Seine Laufzeit reicht von (1941) 1945 bis 1958 (1965). Er beinhaltet halbjährliche Zensurenlisten mit schriftlichen Beurteilungen, Schriftwechsel zwischen Eltern und Lehrern sowie Schriftwechsel zwischen der Schule und dem Senat beziehungsweise dem Bezirksamt. Des Weiteren enthält der Bestand Gutachten, Schülerbögen und Reifeprüfungen sowie deren Organisation. Zusätzlich weist der Bestand eine Akte zur Organisation der Ergänzungsprüfungen der Reifeprüfung der Ostabiturienten und eine Ergänzungsprüfung auf (1953).
Der Bestand wurde im Rahmen eines Praktikums von Frau Raabe im März 2017 bearbeitet. Die Zensurenlisten der Viktoria-Luisen-Schule wurden aus dem Bestand herausgelöst, um in den Bestand der Überlieferung vor 1945 tektonisch neu zugeordnet zu werden. Da es sich hauptsächlich um Zensurenlisten und allgemeine Beurteilungen handelt, wurde auf eine Klassifikation verzichtet. Eine Musterklassifikation für die Westberliner Schulen wurde mittlerweile erarbeitet und hier angewandt.
Zahlreiche Akten sind auf Grund archivgesetzlicher Bestimmungen bzw. der EU-Datenschutz-Grundverordnung für die Benutzung befristet gesperrt. Eine Verkürzung der Schutzfristen kann auf Antrag erfolgen. Dazu bedarf es der besonderen Zustimmung des Landesarchivs.
Der Bestand wird wie folgt zitiert: Landesarchiv Berlin B Rep. 140-25, Nr. … .
3. Korrespondierende Bestände
A Rep 020-28 Bismarck-Lyzeum (Johanna von Puttkamer-Schule)
B Rep. 007 Der Senator für Volksbildung
B Rep. 015 Senatsverwaltung für Schule, Beruf, Bildung und Sport
4. Literaturauswahl
75 Jahre Hildegard-Wegscheider-Oberschule Berlin-Grunewald 1909-1984. Festschrift, Berlin 1984.
80 Jahre Hildegard-Wegscheider-Oberschule Berlin-Grunewald 1909-1989. Festschrift, Berlin 1989.
Gudrun Wedel, Berliner Schulalmanach. Verzeichnis aller öffentlichen allgemeinbildenden Schulen in Berlin (West), 1952-1982. In: Materialien und Studien zur Geschichte der Berliner Schule, Bd. 10, Hohengehren 1933.
Berlin, März 2017 Lara Raabe
Bestand
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person or organization not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
Für nähere Informationen zu Nutzungs- und Verwertungsrechten kontaktieren Sie bitte info@landesarchiv.berlin.de.
22.08.2025, 11:21 AM CEST
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