Klage (vor dem Stadtrichter) des Ludger Mumme junior am Roggenmarkt, verheiratet mit Gertrud Krampe, gegen seinen Bruder Diederich Mumme. Gerd Berning hatte außer seinen geistlichen Geschwistern Hinrik und Grete drei Schwestern, die mit Godeke von Haltern (Halterman), Hinrik Litige und Johan Mumme (Vater der Parteien) verheiratet waren. Er vermachte dem Kläger seinen Anteil am Vermögen seiner Eltern, das er in Besitz hatte und an dem seine Schwestern bzw. deren Nachkommen also noch beteiligt werden. Seine Testamentsvollstrecker einigten sich 1543 mit diesen „Blutsverwandten“ dahin, dass der Grundbesitz geteilt wurde. Die Grundstücke bei Münster erhielt der Kläger, den Mulenkamp im Kspl. Alverskirchen die Blutsverwandten.
Show full title
Klage (vor dem Stadtrichter) des Ludger Mumme junior am Roggenmarkt, verheiratet mit Gertrud Krampe, gegen seinen Bruder Diederich Mumme. Gerd Berning hatte außer seinen geistlichen Geschwistern Hinrik und Grete drei Schwestern, die mit Godeke von Haltern (Halterman), Hinrik Litige und Johan Mumme (Vater der Parteien) verheiratet waren. Er vermachte dem Kläger seinen Anteil am Vermögen seiner Eltern, das er in Besitz hatte und an dem seine Schwestern bzw. deren Nachkommen also noch beteiligt werden. Seine Testamentsvollstrecker einigten sich 1543 mit diesen „Blutsverwandten“ dahin, dass der Grundbesitz geteilt wurde. Die Grundstücke bei Münster erhielt der Kläger, den Mulenkamp im Kspl. Alverskirchen die Blutsverwandten.
B-Acta jud, 144
B-Acta jud Acta Judicialia (Rechtsstreitigkeiten)
Acta Judicialia (Rechtsstreitigkeiten) >> 1501-1600
(1518, 1532 1538, 1543) 1544-1547
Darin: Anlage 1: 24.9. 1518 (Freitag nach Mathias) Vor dem Stadtrichter Johan Bischopinck übertragen Gerd Berdinck (Berninck) u. Frau Else in Münster ihrem Sohne Gerd ihr Vermögen. Dazu gehören der Mulenkamp im Kspl. Alverskirchen an der Angel beim Schultenhof Everth, der Sibbenkamp vor dem Kreuztor an der Kördestege bei dem Honerpatken, der Kampf "Sunnenbrink" an der Kördestege beim Kamp des Gerd tom Mersche. Der Sohn muss die Eltern unterhalten und seinem Bruder Hw. Hinrik eine Leibrente zahlen. Zeugen: Bäcker Albert Rutinck und Schmied Hinrich Givenbeck Anlage 2: 29.3. 1538 (feria sexta post Oculi) Vor dem Stadtrichter Johan Wesselinck verkauft Ludger Mumme, verheiratet mit Gertrud N., seinen Brüdern Hinrik und Diederik seinen Anteil am Vermögen ihres + Vaters Johan Mumme. Er erkennt an, keinen Anspruch mehr an dieses Vermögen zu haben. Unberührt von diesem Vertrage ist das Gut des + Dekan(?) Mumme, worüber ein Streit mit Johan Menneman besteht. Zeugen: Jakob Winter und Johan Schenckel. Anlage 3: 18.4. 1532 (Donnerstag nach misericordia Domini) Vor dem Offizial erklärt Ludger Mumme clerck.(?) Sohn des Johan Mumme, dass er Gegenüber seinen Brüdern Hinrik und Diderick keine Ansprüche an das elterliche Vermögen stellt. Diese haben ihm eine Rente versprochen, sobald er seine Vikarie an Ludgeri besitzt. Zeugen: ChristophBerttenkamp und Johan Haeslage, Diener des Offizials. Anlage 4: 21.2. 1543 Hinrik Hoyel, Johan Blomendael, Johan Schenckel und Ludger Mumme am Roggenmarkt, die Testamentsvollstrecker des + Gert Berning, vergleichen sich mit den Erben des Gert Berning, und zwar mit a. Bernt Holtappel, Ludger Mumme in der Gruthegge und Albert Listige als Vertreter der Linie Listige, b. Die Brüder Hinrich und Didrich Mumme als Vertreter der Linie Mumme in Ludgeri, die 3. Linie sind die Haltermans. Die Grundstücke, die Gert Berning zusammen mit seinen Schwestern, der Frauen Listige, Holterman und Mumme besaß, sollen in zwei Teile geteilt werden. Sein Haus erhält sein natürlicher Sohn Johan. Falls Süster(?) Greta Berning, (?) die Geschwister Godeke und Stina van Haltern Ansprüche erheben, müssen die anderen Erben sich mit ihnen auseinandersetzen. Ebenso müssen sie alle Schulden, so an den Dombursenar Georg van Hatzfeldt übernehmen. Geschehen im M...(?)brüderkloster. Zeugen: Johan tor Mollen, Kanonikus im alten Dom, Ratsherr Herman Jonas und Everhard Leiendecker. Notar: Franz Schade. Erwähnt werden Dirik vn Mervelde, Droste zu Wolbeck, Macharius (?) Focke; Peter Buck; Stadtsekretär Gerdt Broxhuis in Coesfeld.
Enthält: Kläger macht nun geltend, dass er auch zu diesen gehöre und demnach in gleicher Weise, wie der Beklagte, an dem Kamp beteiligt sei; das habe der Beklagten auch anerkannt. Er verlangt, dass dieses festgestellt wird. Als Zeugen werden vernommen 1. Hinrik Moderson junior, wohnhaft im Hause des + Aleff Niehues; 2. Kerstien Moderson, 3. Johan Blomendal, 4. Hinrik Hoygel, 5. Ludger Mumme der Alte, auf der Hundestege, 6. Johan Mumme, Knecht des Hinrik Butman, 7. Jost Moderson, 8. Hinrik Mumme, Bruder der Parteien, 9. Ratsherr Berndt Holtappel. Der Klage wird stattgegeben. Der Beklagte legt Berufung ein.
Enthält: Kläger macht nun geltend, dass er auch zu diesen gehöre und demnach in gleicher Weise, wie der Beklagte, an dem Kamp beteiligt sei; das habe der Beklagten auch anerkannt. Er verlangt, dass dieses festgestellt wird. Als Zeugen werden vernommen 1. Hinrik Moderson junior, wohnhaft im Hause des + Aleff Niehues; 2. Kerstien Moderson, 3. Johan Blomendal, 4. Hinrik Hoygel, 5. Ludger Mumme der Alte, auf der Hundestege, 6. Johan Mumme, Knecht des Hinrik Butman, 7. Jost Moderson, 8. Hinrik Mumme, Bruder der Parteien, 9. Ratsherr Berndt Holtappel. Der Klage wird stattgegeben. Der Beklagte legt Berufung ein.
Archivale
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person or organization not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
09.01.2026, 12:13 PM CET