König Ferdinand I. (voller Titel) erneuert auf Bitte von Hans von Stotzingen und im Namen von Kaiser [Karl V.] die Hochgerichtsbarkeit in seinen in der freien Pürsch in Schwaben liegenden Dörfern Geislingen, Dotternhausen (Taternhausen) und Roßwangen und erlaubt ihm mit dem Blutbann das Hochgericht mit Stock und Galgen. Vorher wurden die Straftäter von Hans von Stotzingen und seinen Vorfahren an die umliegenden Gerichte übergeben. Hans von Stotzingen, seine Erben und die von ihnen eingesetzten Amtleute werden mit der Belehnung ermächtigt, die Straftäter in ihren Dörfern zu verhaften, peinlich zu verhören und jeden nach seinem Geständnis oder seiner Misshandlung nach den Ordnungen und Satzungen des Heiligen Reiches zu verurteilen und zu bestrafen. Die Rechte des Kaisers, des Königs und anderer Rechtsträger, die in der Umgebung der drei Dörfer die Hochgerichtsbarkeit besitzen, bleiben davon unberührt. Bei jedem Lehenfall müssen Hans von Stotzingen und seine Erben den Blutbann neu empfangen und die übliche Lehenspflicht leisten. Zwischen dem Ausstellungsdatum dieser Urkunde und dem 24. August (Sannd Bartholomestag des heilligen zwo(e)lfpoten) muss Hans von Stotzingen vor dem Reichserbkämmerer Graf Jos Niklas von Zollern, Hauptmann der Herrschaft Hohenberg, in üblicher Weise das Gelübde und den Eid ablegen, den Hans von Stotzingen und seine Erben auch von ihren Amtleuten abnehmen sollen.
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König Ferdinand I. (voller Titel) erneuert auf Bitte von Hans von Stotzingen und im Namen von Kaiser [Karl V.] die Hochgerichtsbarkeit in seinen in der freien Pürsch in Schwaben liegenden Dörfern Geislingen, Dotternhausen (Taternhausen) und Roßwangen und erlaubt ihm mit dem Blutbann das Hochgericht mit Stock und Galgen. Vorher wurden die Straftäter von Hans von Stotzingen und seinen Vorfahren an die umliegenden Gerichte übergeben. Hans von Stotzingen, seine Erben und die von ihnen eingesetzten Amtleute werden mit der Belehnung ermächtigt, die Straftäter in ihren Dörfern zu verhaften, peinlich zu verhören und jeden nach seinem Geständnis oder seiner Misshandlung nach den Ordnungen und Satzungen des Heiligen Reiches zu verurteilen und zu bestrafen. Die Rechte des Kaisers, des Königs und anderer Rechtsträger, die in der Umgebung der drei Dörfer die Hochgerichtsbarkeit besitzen, bleiben davon unberührt. Bei jedem Lehenfall müssen Hans von Stotzingen und seine Erben den Blutbann neu empfangen und die übliche Lehenspflicht leisten. Zwischen dem Ausstellungsdatum dieser Urkunde und dem 24. August (Sannd Bartholomestag des heilligen zwo(e)lfpoten) muss Hans von Stotzingen vor dem Reichserbkämmerer Graf Jos Niklas von Zollern, Hauptmann der Herrschaft Hohenberg, in üblicher Weise das Gelübde und den Eid ablegen, den Hans von Stotzingen und seine Erben auch von ihren Amtleuten abnehmen sollen.
Abt. Staatsarchiv Sigmaringen, Dep. 38 T 1 Nr. 832
II Geislingen c 1
Kasten Litt[era] B Schubl[ade] N[ume]ro 9
Acta N[ume]ro 1
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Sigmaringen, Dep. 38 T 1 Gf. und Frh. Schenk von Stauffenbergische Archive: Urkunden
Gf. und Frh. Schenk von Stauffenbergische Archive: Urkunden >> Geislingen
1540 Juni 29
Gesamtarchiv Schenk von Stauffenberg
Urkunden
Deutsch
Ausstellungsort: Hagenau
Siegler: Aussteller
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 1 Siegel: Weitgehend abgegangen.
Siegler: Aussteller
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 1 Siegel: Weitgehend abgegangen.
Stotzingen, von; Hans V., zu Geislingen, Dotternhausen, Roßwangen und Dellmensingen
Dotternhausen BL; Herrschaft; Blutbann
Dotternhausen BL; Herrschaft; Hochgerichtsbarkeit
Dotternhausen BL; Herrschaft; Stock und Galgen
Geislingen BL; Herrschaft; Blutbann
Geislingen BL; Herrschaft; Hochgerichtsbarkeit
Geislingen BL; Herrschaft; Stock und Galgen
Hagenau [F] (Ausstellungsort)
Roßwangen, Balingen BL; Herrschaft; Blutbann
Roßwangen, Balingen BL; Herrschaft; Hochgerichtsbarkeit
Roßwangen, Balingen BL; Herrschaft; Stock und Galgen
Schwaben; freie Pürsch
Blutbann
Hoch- und Niedergerichtsbarkeit
Stock und Galgen
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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