Wolfgang Wilhelm, Pfalzgraf bei Rhein, Herzog in Bayern und von Jülich-Kleve-Berg, Graf zu Valdenz, Sponheim, von der Mark, zu Ravensberg und Moers, Herr zu Ravenstein [et cetera], bekundet, dass Ritterschaft und Städte des Fürstentums Berg zu Bestreitung der wegen Verteidigung, Notdurft und Wohlfahrt des Landes unvermeidlichen Ausgaben eine einjährige Akzise bewilligt haben, wovon auch die Verpflegung auf dem Landtag, den Wirten das Raufutter für die Pferde wie auch die Pensionen der dem Land obliegenden Schulden zu bezahlen sind. Ferner ist das Plus aller 4 Prozent übersteigenden Jahreszinsen und -pensionen der unter den Einwohnern bestehenden Kapitaldarlehen vor Ende dieses Monats gegen Quittung abzuliefern. Er bestätigt, dass weder Akzise noch Zinsertragssteuer, [beide] einzig für ein Jahr vorgesehen, den landständischen Privilegien nachteilig sein sollen, sondern selbige gewahrt bleiben. - Der Pfalzgraf kündigt das Kanzleisekretsiegel an. Datum Dusseldorff ahm siebenzehenden monatz tag Maii im tausent sechß hondert drey vnnd dreisigsten jahre.
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Wolfgang Wilhelm, Pfalzgraf bei Rhein, Herzog in Bayern und von Jülich-Kleve-Berg, Graf zu Valdenz, Sponheim, von der Mark, zu Ravensberg und Moers, Herr zu Ravenstein [et cetera], bekundet, dass Ritterschaft und Städte des Fürstentums Berg zu Bestreitung der wegen Verteidigung, Notdurft und Wohlfahrt des Landes unvermeidlichen Ausgaben eine einjährige Akzise bewilligt haben, wovon auch die Verpflegung auf dem Landtag, den Wirten das Raufutter für die Pferde wie auch die Pensionen der dem Land obliegenden Schulden zu bezahlen sind. Ferner ist das Plus aller 4 Prozent übersteigenden Jahreszinsen und -pensionen der unter den Einwohnern bestehenden Kapitaldarlehen vor Ende dieses Monats gegen Quittung abzuliefern. Er bestätigt, dass weder Akzise noch Zinsertragssteuer, [beide] einzig für ein Jahr vorgesehen, den landständischen Privilegien nachteilig sein sollen, sondern selbige gewahrt bleiben. - Der Pfalzgraf kündigt das Kanzleisekretsiegel an. Datum Dusseldorff ahm siebenzehenden monatz tag Maii im tausent sechß hondert drey vnnd dreisigsten jahre.
AA 0047, 36
I Nr. 29; I Nr. 36
AA 0047 Berg, Landstände, Urkunden (AA 0047)
Berg, Landstände, Urkunden (AA 0047) >> 1. Urkunden
1633 Mai 17
Diverse Registraturbildner
Pergament
Überlieferungsart: Ausfertigung
Vermerke: Unterschrift: Wolfgang Wilhelm - Rückvermerke: Reuersale Ser(enissi)mi Principis Wolfgangi Wilhelmi, Iuliae, Cliviae et Montium Ducis wegen einjähriger accinßeinwilligung, vnd pensionariorum centesimo [et cetera] den fürstlichen bergischen Landtstenden heraußgelangt de dato 17ten Maii 1633; N 62; H 81
Vermerke: Unterschrift: Wolfgang Wilhelm - Rückvermerke: Reuersale Ser(enissi)mi Principis Wolfgangi Wilhelmi, Iuliae, Cliviae et Montium Ducis wegen einjähriger accinßeinwilligung, vnd pensionariorum centesimo [et cetera] den fürstlichen bergischen Landtstenden heraußgelangt de dato 17ten Maii 1633; N 62; H 81
Urkunde
Ausstellort: Düsseldorf
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
21.04.2026, 09:43 MESZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Rheinland
- Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland (Archivtektonik)
- 1. Behörden und Bestände vor 1816 (Tektonik)
- 1.1. Landesarchive (Tektonik)
- 1.1.2. Jülich-Berg (Tektonik)
- 1.1.2.12. Landstände (Tektonik)
- Berg, Landstände, Urkunden AA 0047 (Bestand)
- 1. Urkunden (Gliederung)