Jakob Laiding, Bäcker zu Jungingen, verkauft an Alphons Schad von Mittelbiberach, Geheimer Rat, Oberrichter und Herrschaftspfleger zu Ulm, um 100 fl rh einen jährlichen und ewigen Zins von 5 fl, zahlbar jeweils auf Annunciationis Mariae, aus seiner nach Anstößern näher beschriebenen Sölde mit Stadel und Garten, an der er dem Gläubiger zugleich umfassende Pfandrechte einräumt. Das Gut zinst bzw. gültet dem Ulmer Wengenstift jährlich 1 lb h, eine Henne und ein Huhn, die bei jedem Besitzerwechsel fälligen Laudemien betragen jeweils einen böhmischen Groschen Auf- und Abfahrtsgeld. Dem Stift sind außerdem gemäß dessen mit der Reichsstadt Ulm 1652 errichteten Rezess gewisse (nicht spezifizierte) niedergerichtliche Gebühren zu entrichten, ansonsten ist die Sölde der Hohen Obrigkeit Ulms unterworfen. Der Aussteller quittiert den Erhalt der Darlehenssumme, verspricht stets pünktliche und vollständige Verzinsung und räumt dem Kreditor oder dessen Erben für den Fall der Nichterfüllung Zugriff auf sein Gut bis zur Höhe der aufgelaufenen Außenstände ein.

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Landesarchiv Baden-Württemberg
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