Papst Martin V. teilt dem Bischof von Augsburg mit, dass sich Bürgermeister, Rat und Bürgerschaft der Stadt Ulm mit einer Bitte an ihn gewandt haben. Die Stadt Ulm hatte vor einigen Jahren das Dorf Weidenstetten ("Widensteten") [Alb-Donau-Kreis], das in der Diözese Augsburg gelegen ist, mit dem Patronatsrecht für die dortige Pfarrkirche, deren Widum und den Zehntrechten von den Grafen von Werdenberg [Gde. Grabs Kanton St. Gallen/Schweiz] gekauft. Nun wollen sie die Zehntrechte dort, deren jährlicher geschätzter Ertrag 20 Mark Silber nicht übersteigt, unter Vorbehalt des Patronatsrechts für die Stadt dem Heiliggeistspital in Ulm [abgegangen, Bereich Neue Straße, Lagerbuch Nr. 261/2, 254] zur besseren Versorgung der dort untergebrachten Kranken und Bedürftigen schenken und haben den Papst um die Bestätigung dieser Schenkung gebeten. Da dieser aber mit den örtlichen Gegebenheiten nicht vertraut ist, beauftragt er den Bischof von Augsburg mit der Untersuchung der Angelegenheit. Sollten sich die Angaben, die die Stadt Ulm ihm über die Zehntrechte und deren Erwerb gemacht hat, als wahr erweisen, dann soll er die Schenkung in Namen des Papstes bestätigen.
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