Mainz, 1624.09.15. (Richter Hettisch). Agatha, Ww. des B. und kurmainzischen Hofgerichtskursors Daniel Jung, macht, auf einem Stuhl sitzend und etwas krank, ihr Testament: Begräbnis zu St. Quintin neben ihrem Mann. Sie vermacht: St. Quintin 100 fl. (halb der Präsenz, halb dem Bau) zu einem Jahrtag für sie und ihren Mann auf St. Agathentag; Hausarmen 20 fl. auszuspenden; den Spitälern St. Barbara und zum Floß je 25 fl.; den Karmelitern, Kapuzinern und Observanten je 10 fl.; ihren und ihres Manns Patenkindern, so noch am Leben, je 1 Rtl.; den Verwandten ihres Mannes über die empfangenen 50 fl. nochmals 50 fl.; genannte Kleidungsstücke usw. Christina, Ziliax Hautten [Frau], ihrer Gevatterin, den Frauen Peter Bayers, Herrn Michael Cappen, Hans Hautten, Johann Schwan (wenn er sich schwägerlich verhält), dem Pfarrherrn Heinrich zu Geisenheim, ihrer Halbschwester Katharina, Hans Reinharts Frau, der Dienstmagd, die bei ihr verharren wird; jedem Zeugen 1 Rtl.; alles übrige ihrer Schwester Magdalena, Ww. des Paul Schieltz, und ihrer Halbschwester Katharina zu gleichen Teilen (sollte Magdalena nicht mehr am Leben sein, ist Katharina die alleinige Haupterbin). Z.: Hans Schütz, Georg Starkman, Hans Bauman, Peter Bayer, Hans Christ, Hans Haudt, Friedrich Beck.