Mainz, 1588.03.08. (Richter Konrad Kennicken). Der B. und Kärcher Weyel Arnold und seine Frau Katharina (diese schwachen Leibs) machen ihr Testament: sie hat zwei Töchter aus erster Ehe, Katharina (zugegen) und Odilia (im Lande herumschweifend), aus ihrer jetzigen Ehe ein Söhnlein Viktor. Er verzichtet für sich und sein Söhnlein Viktor auf das von seiner Frau Zugebrachte. Sie verzichtet umgekehrt auf das von ihm Zugebrachte zugunsten Viktors. Er vermacht seiner Frau (oder nach deren Tod ihren Töchtern) 50 fl., seiner Stieftochter Katharina 20 fl. zu ihrer Verheiratung, alles übrige seinem Sohne Viktor, unter Vorbehalt des vierteljährlichen Nießbrauchs durch seine Witwe an einem Viertel Acker im Eisenkopf hinter dem Schloß, an Hans Feist und Hans Halmen Erben. Seine Frau vermacht ihrem Mann und dem Söhnlein Viktor 10fl., alles übrige ihren beiden Töchtern. Z.: Sebald Dander, Adam Auth, Franz Groß, Martin Handtwerk, Rembolt Wixhausen, Hans Rab, Josias Schaff.
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Mainz, 1588.03.08. (Richter Konrad Kennicken). Der B. und Kärcher Weyel Arnold und seine Frau Katharina (diese schwachen Leibs) machen ihr Testament: sie hat zwei Töchter aus erster Ehe, Katharina (zugegen) und Odilia (im Lande herumschweifend), aus ihrer jetzigen Ehe ein Söhnlein Viktor. Er verzichtet für sich und sein Söhnlein Viktor auf das von seiner Frau Zugebrachte. Sie verzichtet umgekehrt auf das von ihm Zugebrachte zugunsten Viktors. Er vermacht seiner Frau (oder nach deren Tod ihren Töchtern) 50 fl., seiner Stieftochter Katharina 20 fl. zu ihrer Verheiratung, alles übrige seinem Sohne Viktor, unter Vorbehalt des vierteljährlichen Nießbrauchs durch seine Witwe an einem Viertel Acker im Eisenkopf hinter dem Schloß, an Hans Feist und Hans Halmen Erben. Seine Frau vermacht ihrem Mann und dem Söhnlein Viktor 10fl., alles übrige ihren beiden Töchtern. Z.: Sebald Dander, Adam Auth, Franz Groß, Martin Handtwerk, Rembolt Wixhausen, Hans Rab, Josias Schaff.
U / 1588 März 8 (in 5 / 9)
Urkundenbestand
Urkundenbestand >> Urkunden, Kopialüberlieferung Bestand 5 (Stadtgericht)
08.03.1588
Stadtgericht Mainz
In 5 / 09, fol. 22 r.
Urkunden
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
23.05.2025, 09:30 MESZ