Niedergeschlagene Untersuchungen wegen politischer Aktionen und wegen krimineller Vergehen, vor allem gegen die revolutionäre Tätigkeit der USPD und des Berliner Zentralsekretariats der KPD, wegen Militärspionage, wegen Beleidigungen und wegen Vergehen gegen die Kriegswirtschaft
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I. HA Rep. 84a, Nr. 49646
I. HA Rep. 84a Justizministerium
Justizministerium >> 04 Abteilung für Strafrecht und Strafvollzug (1788 - 1944) >> 04.03 Strafverfolgung. Politische Organisationen und Parteien bzw. einzelne politische Ereignisse (1795 - 1944) >> 04.03.03 Bewegungen von 1850 bis 1918 >> 04.03.03.01 Arbeiterbewegung >> 04.03.03.01.01 Zusammenstöße mit der Staatsgewalt >> 04.03.03.01.01.03 Sozialdemokratische Partei
1916 - 1919
Enthält u. a.:
- Vorschrift für die Einleitung von Verfahren wegen Getreideschiebungen, Febr. 1917
- Antrag an Schweden auf Auslieferung des Kaufmanns Hans Kock, Spion für den deutschen Admiralstab in Malmö, Mai 1917
- Gnadensache des wegen Preisüberschreitungen beim Handel mit Bundmetall verurteilten Kaufmanns Erich Lewy, Berlin, Apr. - Juli 1917
- Anzeige gegen den Kaufmann Benda, Berlin, wegen Beamtenbestechung, März - Juli 1917
- Strafsache gegen den Amtsrichter Dr. Titus Eichhorn in Steinach bei Meiningen wegen Majestätsbeleidigung, Aug. - Okt. 1917
- Strafsache gegen Graf Hoensbroech, Berlin, wegen Beleidigung des Chefs des Marinekabinetts, Admiral v. Müller, Juli-Sept. 1917
- Anzeige wegen beschlagnahmter revolutionärer Druckschriften, dabei: Druckschrift "Friedrich Adlers politisches Bekenntnis", 1917, und "Der Stürmer. Kampfzeitung für die Arbeiterjugend Deutschlands", Juli 1917
- Niederschlagung der Untersuchung gegen den Bankdirektor Heinrich Bockelmann, Stockholm, wegen verbotener Einfuhr von Rubeln in Saßnitz, Nov. 1917
- Ermittlungssache wegen Beleidigung der Fürstin v. Pless in der "Oberschlesischen Volksstimme", Gleiwitz, Juni - Okt. 1918
- Ermittlungen und bürgerliche Pressestimmen zu den Strafanträgen des Reichskanzlers und des Staatssekretärs des Auswärtigen Amtes Dr. v. Kühlmann gegen die alldeutsche Presse wegen verleumdener Beleidigung, Vertagung des "Kühlmann-Prozesses", dabei: Aussagen prominenter Zeugen, geheime Anklageschrift des Landgerichts I Berlin, Apr. 1918 - März 1919
- Niederschlagung des Ermittlungsverfahrens gegen Wilhelm Feeger aus Venlo in Holland wegen Vergehens gegen das Süßstoffgesetz auf Grund seiner Tätigkeit für den deutschen Spionageabwehrdienst, Mai 1916 - Mai 1917
- Untersuchungen wegen Goldausfuhr gegen den Kaufmann Salomon Steinberg, Berlin, u. a., gegen Frau Else Stein u. a. und Bankier Glass u. a. nach Polen, der Türkei und Belgien, dabei: Denkschrift des Staatsanwalts beim Landgericht III Berlin, Auszüge aus Untersuchungsakten, Anklageschriften, Dez. 1917 - Febr. 1919
- Strafantrag des Hauptmann v. Beerfelde gegen Lockspitzel der Eber-Scheidemann-Regierung und gegen die Behauptung, Führer der revolutionären Spartakuskämpfe gewesen zu sein, dabei: Zeitungsausschnitte, Febr. - März 1919
- Strafantrag gegen die "Rote Fahne" wegen ihrer Berichterstattung über die Misshandlung von Spartakus-Kämpfern und ihrer Anklagen gegen den Oberkriegsgerichtsrat Görns, dabei: "Rote Fahne" vom 02. und 03. März 1919, "Vorwärts" vom 03. März 1919, Febr. - März 1919
- Information von Vertretern der Entente über die Strafverfolgung des Kommunisten Radek wegen Vorbereitung bolschewistischer Propaganda in Westeuropa, März 1919
- Ermittlungen über Gefangenhaltung von Zivilisten im Kohlenkeller durch die Garde-Kavallerie-Schützen-Division, Juli 1919
- Bericht über die Durchsuchung des Berliner Zentralsekretariats der KPD und der Druckereien sowie über die Verhaftungswelle auch gegen die Bezirkssekretäre im ganzen Reichsgebiet, Sept. 1919
- Bericht über die politische Lage in der Provinz Sachsen im Oktober 1919, vor allem über die Organisation und die Aktionen der KPD, Okt. - Nov. 1919.
- Vorschrift für die Einleitung von Verfahren wegen Getreideschiebungen, Febr. 1917
- Antrag an Schweden auf Auslieferung des Kaufmanns Hans Kock, Spion für den deutschen Admiralstab in Malmö, Mai 1917
- Gnadensache des wegen Preisüberschreitungen beim Handel mit Bundmetall verurteilten Kaufmanns Erich Lewy, Berlin, Apr. - Juli 1917
- Anzeige gegen den Kaufmann Benda, Berlin, wegen Beamtenbestechung, März - Juli 1917
- Strafsache gegen den Amtsrichter Dr. Titus Eichhorn in Steinach bei Meiningen wegen Majestätsbeleidigung, Aug. - Okt. 1917
- Strafsache gegen Graf Hoensbroech, Berlin, wegen Beleidigung des Chefs des Marinekabinetts, Admiral v. Müller, Juli-Sept. 1917
- Anzeige wegen beschlagnahmter revolutionärer Druckschriften, dabei: Druckschrift "Friedrich Adlers politisches Bekenntnis", 1917, und "Der Stürmer. Kampfzeitung für die Arbeiterjugend Deutschlands", Juli 1917
- Niederschlagung der Untersuchung gegen den Bankdirektor Heinrich Bockelmann, Stockholm, wegen verbotener Einfuhr von Rubeln in Saßnitz, Nov. 1917
- Ermittlungssache wegen Beleidigung der Fürstin v. Pless in der "Oberschlesischen Volksstimme", Gleiwitz, Juni - Okt. 1918
- Ermittlungen und bürgerliche Pressestimmen zu den Strafanträgen des Reichskanzlers und des Staatssekretärs des Auswärtigen Amtes Dr. v. Kühlmann gegen die alldeutsche Presse wegen verleumdener Beleidigung, Vertagung des "Kühlmann-Prozesses", dabei: Aussagen prominenter Zeugen, geheime Anklageschrift des Landgerichts I Berlin, Apr. 1918 - März 1919
- Niederschlagung des Ermittlungsverfahrens gegen Wilhelm Feeger aus Venlo in Holland wegen Vergehens gegen das Süßstoffgesetz auf Grund seiner Tätigkeit für den deutschen Spionageabwehrdienst, Mai 1916 - Mai 1917
- Untersuchungen wegen Goldausfuhr gegen den Kaufmann Salomon Steinberg, Berlin, u. a., gegen Frau Else Stein u. a. und Bankier Glass u. a. nach Polen, der Türkei und Belgien, dabei: Denkschrift des Staatsanwalts beim Landgericht III Berlin, Auszüge aus Untersuchungsakten, Anklageschriften, Dez. 1917 - Febr. 1919
- Strafantrag des Hauptmann v. Beerfelde gegen Lockspitzel der Eber-Scheidemann-Regierung und gegen die Behauptung, Führer der revolutionären Spartakuskämpfe gewesen zu sein, dabei: Zeitungsausschnitte, Febr. - März 1919
- Strafantrag gegen die "Rote Fahne" wegen ihrer Berichterstattung über die Misshandlung von Spartakus-Kämpfern und ihrer Anklagen gegen den Oberkriegsgerichtsrat Görns, dabei: "Rote Fahne" vom 02. und 03. März 1919, "Vorwärts" vom 03. März 1919, Febr. - März 1919
- Information von Vertretern der Entente über die Strafverfolgung des Kommunisten Radek wegen Vorbereitung bolschewistischer Propaganda in Westeuropa, März 1919
- Ermittlungen über Gefangenhaltung von Zivilisten im Kohlenkeller durch die Garde-Kavallerie-Schützen-Division, Juli 1919
- Bericht über die Durchsuchung des Berliner Zentralsekretariats der KPD und der Druckereien sowie über die Verhaftungswelle auch gegen die Bezirkssekretäre im ganzen Reichsgebiet, Sept. 1919
- Bericht über die politische Lage in der Provinz Sachsen im Oktober 1919, vor allem über die Organisation und die Aktionen der KPD, Okt. - Nov. 1919.
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BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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20.08.2025, 1:43 PM CEST
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