Philipp Otto von Canstein, „Erbgesessener zu Warburg auf der Burg“, bekundet für sich und seine Ehefrau Elisabeth Sophie von Canstein geb. von Burstell, dass er der Äbtissin und den Konventsjungfrauen des Kl. Wormeln (Wormelen) eine jährliche Kornrente von zweieinhalb Maltern halb und halb Warburger Maßes für 125 Rtlr, der Tlr zu viereinhalb Kopfstücken oder 21 Paderborner Schillingen gerechnet, verkauft hat. Er quittiert über diese Summe. Die Kornrente soll jährlich zwischen Michaelis (29. September) und Martini (11. November) aus seinem Wormelner Zehnten, den er vom Kloster inne hat, entrichtet werden, und zwar ein halber Malter aus dem Zehnten selbst und anderthalb Malter aus seinen bei dem Richter Jürgen Rosen in Wormeln anstehenden Einkünften, speziell aus der Taubenbache genommen werden. Er setzt seine sämtlichen Besitzungen zum Pfand und behält sich vor, die Kornrente jährlich bei vierteljährlicher Vorankündigung abzulösen. Der Aussteller kündigt Petschaftsabdruck und Unterschrift wie auch Signet und Unterschrift des Notars an.
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Philipp Otto von Canstein, „Erbgesessener zu Warburg auf der Burg“, bekundet für sich und seine Ehefrau Elisabeth Sophie von Canstein geb. von Burstell, dass er der Äbtissin und den Konventsjungfrauen des Kl. Wormeln (Wormelen) eine jährliche Kornrente von zweieinhalb Maltern halb und halb Warburger Maßes für 125 Rtlr, der Tlr zu viereinhalb Kopfstücken oder 21 Paderborner Schillingen gerechnet, verkauft hat. Er quittiert über diese Summe. Die Kornrente soll jährlich zwischen Michaelis (29. September) und Martini (11. November) aus seinem Wormelner Zehnten, den er vom Kloster inne hat, entrichtet werden, und zwar ein halber Malter aus dem Zehnten selbst und anderthalb Malter aus seinen bei dem Richter Jürgen Rosen in Wormeln anstehenden Einkünften, speziell aus der Taubenbache genommen werden. Er setzt seine sämtlichen Besitzungen zum Pfand und behält sich vor, die Kornrente jährlich bei vierteljährlicher Vorankündigung abzulösen. Der Aussteller kündigt Petschaftsabdruck und Unterschrift wie auch Signet und Unterschrift des Notars an.
B 614u, 37 fol. 58-59 - Band: Regest
B 614u Kloster Wormeln - Urkunden
Kloster Wormeln - Urkunden >> 2. Regesten aus Akten
1683 Januar 12
Vermerke: Wormeln Akten 37 fol. 58-59, Ausfertigung, Papier, Petschaftsabdruck in rotem Siegellack und Unterschrift des Ausstellers sowie Notariatssignet und Unterschrift des Notars Detmar Aleman. Beiliegend gleichzeitige Abschrift (fol. 60-61).
Urkunde
Ausstellort: Wormeln
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.2026, 12:13 MEZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Westfalen
- Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen (Archivtektonik)
- 1. Territorien des Alten Reiches bis 1802/03 einschließlich Kirchen, Stifter, Klöster, Städte u.ä. (Tektonik)
- 1.2. Westfälische Fürstbistümer (B) (Tektonik)
- 1.2.2. Fürstbistum Paderborn (Tektonik)
- 1.2.2.3. Stifte und Klöster (Tektonik)
- Kloster Wormeln (Tektonik)
- Kloster Wormeln / Urkunden (Bestand)
- 2. Regesten aus Akten (Gliederung)