Armenhaus Wegesende (Bestand)
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C-Arm Weg
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Laufzeit: 1502-1822 Inhalt: Das Waisenhaus Wegesende geht zurück auf die testamentarische Stiftung der Eheleute Johann Verendorp und Margarete Plate vom 17. April 1592 mit der Bestimmung, ihren Nachlaß zum Aufbau eines Waisenhauses zu verwenden. Bereits am 20. Juli 1592 erfolgte die Bestätigung durch den Rat. Nach 1644 konnte sich das Waisenhaus durch die Übernahme des baufälligen Hauses des ebenfalls in der Wegesende gelegenen Armenhauses Wegesende-Thorwick vergrößern, dessen Bewohnerinnen in das Armenhaus zur Aa auf der Bergstraße verlegt wurden. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts ging die Verwaltung des Waisenhauses Wegesende (von nun an auch Bürgerwaisenhaus genannt) auf die Armenkommission über. Das Bürgerwaisenhaus zog 1886 in die Schulstraße um und wurde 1922 mit dem Waisenhaus Sankt Mauritz zusammengelegt, in dem auch die Unterbringung erfolgte. Die Stiftung Bürgerwaisenhaus existiert noch heute als städtisch verwaltete selbständige Stiftung. 77 Urkunden (1502-1661) Rentverschreibungen (1502-1661); Kaufbriefe (1566-1634); Gerichtsurteil (1584); Fundationsurkunde (1592); Schicht- und Teilungsvertrag zwischen Bernd und Ursula Hockenfeld (1596); 215 Akteneinheiten (1563-1822) - der Aktenbestand befindet sich im Armenhaus Zurwieck auf dem Honekamp! Rechnungslegungen (1636-1800); Belege (1641-1806) mit monatlicher Rechnungslegung der Waisenväter (1654-1805); Rechtsstreitsachen (1593-1798); Vermächtnisse und Nachlaßangelegenheiten (1612-1675); Vermächtnis Johann von Drolshagen / Utrecht (1611-1615); Nachlaß Johann Beyfang (1620-1621); Vermächtnis Hermann Vogel / Billerbeck (1623-1628); Nachlaß Christoff Molman / Harlem (1659-1676); Nachlaß Caspar Brinccius / Köln (1633-1671); Vermächtnis Everhard Roters (1664-1691); Nachlaß Elisabeth Trierman (1625-1677); Nachlaß Anna Krüger (1672-1697); Nachlaß Hermann Nikolas Ignatz Zurmühlen (1783-1815); Nachlaß Arnold Brockschmidt / Kinderhaus (1703-1713); Nachlaß Bernhard Crondrup / Vorhelm (1602-1706); Nachlaß Johannes Quinkenius (1707-1711); Nachlaß Maria Gertrud Clute (1656-1715); Nachlaß Johann Theodor Gülicher (1730-1742); Vermächtnis Franz Henrich Spading (1625-1770); Nachlaß Johann Christoph Vogt / Wurzbach (1745-1788); Verwaltungsangelegenheiten, unter anderem Waisenväter, Emonitur, Inventarverzeichnisse (1625-1813); Testament der Eheleute Verendorp (1592); Grundstücksangelegenheiten (1610-1813); Memorienbuch 1670-1681 (1680-1681); Kapitalien (1590-1822); Kopiar (1563-1666). Umfang: 241 Einheiten (10 Kartons), Findbuch Waisenhaus Wegesende , Zitierung: StdAMs, Stiftungsarchiv, Waisenhaus Wegesende Literatur: Müllenmeister, Katharina Lioba, Das Bürgerwaisenhaus zu Münster 1592-1922, Examensarbeit, [Münster 1965].
Vorwort: Lage: Wegesende, ab 1696 Neubrückenstraße
Gründungsjahr: unbekannt
Erstbeleg: 1395
Stifter: unbekannt; 1519 Zustiftung durch Gertrud van der Wieck; 1696 Zustiftung durch Heidenreich von Lethmate zu Langen
Zweck: Beherbergung von 13 Frauen
Träger: Rat
Verwaltung: bestellte Provisoren
Veränderungen: 1644 Verlegung der Bewohnerinnen in das Armenhaus zur Aa und Übernahme des Gebäudes durch das Waisenhaus; 1696 Neugründung auf der Neubrückenstraße; 1823 Übernahme in das Große Armenhaus
Vorwort: Lage: Wegesende, ab 1696 Neubrückenstraße
Gründungsjahr: unbekannt
Erstbeleg: 1395
Stifter: unbekannt; 1519 Zustiftung durch Gertrud van der Wieck; 1696 Zustiftung durch Heidenreich von Lethmate zu Langen
Zweck: Beherbergung von 13 Frauen
Träger: Rat
Verwaltung: bestellte Provisoren
Veränderungen: 1644 Verlegung der Bewohnerinnen in das Armenhaus zur Aa und Übernahme des Gebäudes durch das Waisenhaus; 1696 Neugründung auf der Neubrückenstraße; 1823 Übernahme in das Große Armenhaus
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
05.11.2025, 13:59 MEZ