Kriegsakten II (Bestand)
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Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, A 29
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart (Archivtektonik) >> Altwürttembergisches Archiv >> Auslesebestände über die Landesverwaltung, Kabinett und Hofbehörden >> Militär- und Kriegsangelegenheiten
1557-1704
Inhalt und Bewertung
Akten verschiedener Herkunft, insbesondere Teile aus dem "Archiv des Innern" (der Registratur des Oberrats) und Akten, die ehemals nach Österreich verschleppt, 1893 wieder zurückgegeben wurden.
Inhalt: Militär- und Kriegsangelegenheiten, auch den Schwäbischen Kreis betreffend, chronologisch geordnet, Einzelakten bis 1801. Weitere Akten über Kriegsereignisse im 17. Jh. in: A 90
1. Historischer Hintergrund: Ein kurzer Abriss des historischen Hintergrunds und der Kriegsereignisse der Frühen Neuzeit, in welche Württemberg direkt oder indirekt involviert war, findet sich im Vorwort des Bestandes A 28 (Kriegsakten I).
2. Zur Geschichte des Bestandes: Während der Bestand A 28 hauptsächlich Unterlagen zu württembergischen Musterungen umfasst (ehemalige Bezeichnung: "Rais, Folg und Musterung") befinden sich in Bestand A 29 Unterlagen verschiedener Provenienz über kriegerische Auseinandersetzungen innerhalb des Heiligen Römischen Reichs im Zeitalter der Konfessionalisierung, des Dreißigjährigen Krieges und des frühen Absolutismus (v. a. die Kriege gegen König Ludwig XIV. von Frankreich). Die meisten Teile entstammen der Registratur des Oberrats bzw. dem "Archiv des Innern". Teile der Unterlagen wurden während des Dreißigjährigen Krieges nach Österreich verbracht und erst 1893 wieder zurückgegeben. Die Unterlagen sind chronologisch nach den Regierungszeiten der württembergischen Herzöge Christoph (erst ab 1557) bis Eberhard Ludwig (nur bis 1704) angeordnet.
3. Zur Retrokonversion des Bestandes: Das bisherige handschriftliche Repertorium von Rudolf Krauss aus dem Jahr 1909 wurde im Februar und März 2020 von Pia Preu und Philipp Klais im Rahmen eines Archivpraktikums unter Anleitung von Diplom-Archivar (FH) Johannes Renz in die Datenbank ScopeArchiv eingegeben. Struktur und Ordnung des Bestandes wurden dabei weitestgehend beibehalten, da der Bestand bereits archivgerecht verpackt war. Im Rahmen der Endredaktion kam es auch zu einer sprachlichen Anpassung der einzelnen Titelaufnahmen. Die Deskriptoren wurden dabei neu erstellt. Ein Großteil davon konnte als Normdaten generiert werden. Stuttgart, im Juli 2020 Johannes Renz
4. Korrespondierende Bestände: A 8 Kabinett: Herzog Karl Eugen (Bü 51-60) A 14 a Kabinett: Militärangelegenheiten A 25 Bauverwaltung Stuttgart (Bü 320-325) A 28 Kriegsakten I A 30 a Kriegsrat A 30 b Württembergische Kommandobehörden A 30 c Oberauditoriat und Truppen A 30 d Militärische Karten A 32 Kriegsrechnungen A 44 Urfehden A 88 Deutscher Krieg (Fürstenaufstand von 1552) A 90 (A-G) Unions- Kriegs- und Friedenssachen A 95 Schwäbischer Kreis (9. Kriegswesen und Militärangelegenheiten) A 202 Geheimer Rat (Bü 1978-2302 a) A 205 I Staatsminister Graf Philipp von Normann-Ehrenfels (Bü 57-62) A 205 II Staats- und Konferenzminister Graf Georg Ernst Levin von Wintzingerode (6. Militärische Angelegenheiten) A 213 Oberrat: Jüngere Ämterakten (Bü 6180-6225) A 226 Oberrat: Herrschaft Weiltingen (5. Militärsachen) A 260 Kriegsprästationskommission A 360 Hohentwiel, Festung und Kellerei A 419 Weinsberg W (Bü 112-122 und 310-345) H 55 Schmalkaldischer Bund und Krieg
a) Länderkennzeichen:
[A] Österreich
[CH] Schweiz
[CZ] Tschechien
[DK] Dänemark
[E] Spanien
[EF] Kreisfreie Stadt Erfurt
[F] Frankreich
[NL] Niederlande
[RO] Rumänien
[S] Schweden
[TR] Türkei
b) Landkreise und Kreisfreie Städte:
A Kreisfreie Stadt/Landkreis Augsburg
AN Kreisfreie Stadt/Landkreis Ansbach
B Bundeshauptstadt Berlin
BB Landkreis Böblingen
BC Landkreis Biberach
BL Zollernalbkreis
BT Kreisfreie Stadt/Landkreis Bayreuth
CW Landkreis Calw
DON Landkreis Donau-Ries
ES Landkreis Esslingen
F Kreisfreie Stadt Frankfurt am Main
FB Wetteraukreis
FDS Landkreis Freudenstadt
FR Kreisfreie Stadt Freiburg im Breisgau/Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald
GER Landkreis Germersheim
GTH Landkreis Gotha
HDH Landkreis Heidenheim
HH Freie und Hansestadt Hamburg
HN Kreisfreie Stadt/Landkreis Heilbronn
K Kreisfreie Stadt Köln
KA Kreisfreie Stadt/Landkreis Karlsruhe
KF Kreisfreie Stadt Kaufbeuren
KN Landkreis Konstanz
LB Landkreis Ludwigsburg
LI Landkreis Lindau (Bodensee)
LÖ Landkreis Lörrach
MM Kreisfreie Stadt Memmingen
MS Kreisfreie Stadt Münster/Westfalen
N Kreisfreie Stadt Nürnberg
OG Ortenaukreis
PB Landkreis Paderborn
PF Kreisfreie Stadt Pforzheim/Enzkreis
R Kreisfreie Stadt/Landkreis Regensburg
RT Landkreis Reutlingen
RW Landkreis Rottweil
S Kreisfreie Stadt Stuttgart
SHA Landkreis Schwäbisch Hall
SP Kreisfreie Stadt Speyer
TÜ Landkreis Tübingen
UL Kreisfreie Stadt Ulm/Alb-Donau-Kreis
VS Schwarzwald-Baar-Kreis
WN Rems-Murr-Kreis
WÜ Kreisfreie Stadt/Landkreis Würzburg
c) Sonstige Abkürzungen:
Bd. Band
betr. betreffend
Bl. Blatt
bzw. beziehungsweise
ca. circa
d. J. der Jüngere
Dr. Doktor
etc. et cetera
fl. Gulden
fol. Folio
lfd. laufend
Lit. Litera
m. L. mit Lücken
o. D. ohne Datum
Qu. Quadrangel
S K M Seine Königliche Majestät
s. siehe
Schr. Schriftstück(e)
St. Sankt
u. a. unter anderem
Unterfasz. Unterfaszikel
usw. und so weiter
v. a. vor allem
vgl. vergleiche
1 Urkunde, 168 Büschel (9,70 lfd. m)
Bestand
Schwäbischer Reichskreis
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
13.11.2025, 14:39 MEZ