Anspruch auf ein bei Helterberg liegendes Gehölz gen. der Helterdick (Halterdick) als Mannlehen, das Hermann Rinck als Erbe seines 1575 verstorbenen Onkels mütterlicherseits Heinrich Barß gen. Olischleger (Oligschleger, Olichschleger), Kanzler zu Kleve, für sich fordert und ihm von dem Erzbischofvon Köln verweigert wird. Der Kläger verweist darauf, daß die Inbesitznahme mit der Ausführung seines Befehls zum Holzschlag durch Gerhard Eller gen. der Buschmann, den langjährigen Verwalter des Grundstücks, erwiesen sei und er sich mit diesem außerdem auf eine Verbesserung seines Lohns geeinigt habe. Der Erzbischof von Köln besteht auf dem Heimfall des Lehens und bestreitet, daß Hermann Rinck der rechtmäßige Erbe sei. Das RKG ernennt 1577 als Kommissare die beiden Mainzer Räte Philipp Heyloß und Johann Born wie auch Dr. Johann Düssel (Dussel).
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Anspruch auf ein bei Helterberg liegendes Gehölz gen. der Helterdick (Halterdick) als Mannlehen, das Hermann Rinck als Erbe seines 1575 verstorbenen Onkels mütterlicherseits Heinrich Barß gen. Olischleger (Oligschleger, Olichschleger), Kanzler zu Kleve, für sich fordert und ihm von dem Erzbischofvon Köln verweigert wird. Der Kläger verweist darauf, daß die Inbesitznahme mit der Ausführung seines Befehls zum Holzschlag durch Gerhard Eller gen. der Buschmann, den langjährigen Verwalter des Grundstücks, erwiesen sei und er sich mit diesem außerdem auf eine Verbesserung seines Lohns geeinigt habe. Der Erzbischof von Köln besteht auf dem Heimfall des Lehens und bestreitet, daß Hermann Rinck der rechtmäßige Erbe sei. Das RKG ernennt 1577 als Kommissare die beiden Mainzer Räte Philipp Heyloß und Johann Born wie auch Dr. Johann Düssel (Dussel).
AA 0627, 4710 - R 690/2379
AA 0627 Reichskammergericht, Teil VII: P-R
Reichskammergericht, Teil VII: P-R >> 3. Buchstabe R
1575 - 1583
Enthaeltvermerke: Kläger: Lic. Hermann Rinck (Rinckh), Propst zu Kleve Beklagter: Erzbischof Salentin von Köln; seit 1582 Erzbischof Gebhard Prokuratoren (Kl.): Dr. Johann Stockle 1575 ? Dr. Johann Jakob Kremer 1577 Prokuratoren (Bekl.): Dr. Laurenz Wildthelm [1568] 1575 ? Dr. Laurenz Wildthelm [1578] 1582 Prozeßart: Zitationsprozeß Instanzen: RKG 1575 - 1583 Beweismittel: Zeugenrotuli (Bd. 2, 3). Beschreibung: 3 Bde., 13 cm; Bd. 1: 163 Bl., Q 1 - 7, Q 9 - 20, Q 25, Q 28 - 33, 1 Beilage; es fehlen Q 8, Q 21 - 22, Q 26 - 27; Vermerk im Protokoll: Q 26 - 28 liegen in neuer Schachtel; Bd. 2: 163 Bl., gebunden, Q 23; Bd. 3: 272 Bl., gebunden, Q 24. Protokoll
Sachakte
Q 28 unter den Restanten am Ende des Bestandes aufgefunden und zurückgelegt in Reichskammergericht Nr. 4710, Bd. 1. Fr, 09.04.2018
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
11.05.2026, 09:40 MESZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Rheinland
- Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland (Archivtektonik)
- 1. Behörden und Bestände vor 1816 (Tektonik)
- 1.4. Reichsbehörden (Tektonik)
- 1.4.1. Reichskammergericht (Tektonik)
- Reichskammergericht AA 0627 (Tektonik)
- Reichskammergericht, Teil VII: P-R (Bestand)
- 3. Buchstabe R (Gliederung)