Registratur [des Friedrich Karl Heinrich Graf von Wylich und] Lottum über die Verpflegung der französischen und alliierten Truppen (Bestand)
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I. HA Rep. 129 B
Tektonik >> SONDERVERWALTUNGEN DER ÜBERGANGSZEIT 1806 - 1815 >> Sonderverwaltungen Preußens und seiner Verbündeten in den Befreiungskriegen >> Truppenverpflegung
Laufzeit: 1812 - 1819
Findmittel: Datenbank; Findbuch, 1 Bd.
Vorwort
Am 24. Februar 1812 wurde zwischen Preußen und Frankreich ein Bündnisvertrag unterzeichnet (Pariser Konvention), welcher Preußen zur militärischen Unterstützung Frankreichs in allen Kriegen in Europa - außer in Spanien, Italien und Griechenland - verpflichtete. Den französischen Truppen wurde der Durchmarsch durch Preußen gestattet, wobei sie mit Verpflegung und Pferden versorgt werden mussten. Die französischen Kommandeure erhielten weitgehende Vollmachten, so dass Preußen faktisch wieder unter französischer Besetzung stand .
Generalmajor Friedrich Karl Heinrich Graf von Wylich und Lottum wurde die Ausführung der Pariser Konvention vom 24. Februar 1812 übertragen, soweit sie die Versorgung der Reservemagazine im In- und Ausland und alle Verhandlungen mit dem französischen Generalintendanten Matthieu Graf Dumas, betrafen. Generalmajor Graf von Wylich und Lottum war seit November 1810 bereits Chef des alten Armeeverpflegungswesens (Feldverpflegungsdepartement, Generalverpflegungsdepartement und Generalverpflegungsintendantur). Als Generalkommissar führte er im März und April 1812 die Armeeverpflegungsverhandlungen mit dem französischen Marschall Louis-Nicolas Davout (Fürst Eckmühl) in Stettin.
Nach Rückkehr des Generalmajor Graf von Wylich und Lottum nach Berlin im April 1812 konstituierte sich das Büro zur Verpflegung der französischen Truppen, welches dann als Generalkommissariat zur Verpflegung der französischen und alliierten Truppen bezeichnet wurde. Die Registratur des Generalmajors Graf von Wylich und Lottum war eine beigeordnete Abteilung des Generalkommissariats zur Verpflegung der französischen und alliierten Truppen. Mitte Mai 1812 begab sich Generalmajor Graf von Wylich und Lottum nach Posen, später nach Thorn und Königsberg/Ostpreußen, um dem französischen Hauptquartier für die Verhandlungen näher zu sein .
Da sich das Generalkommissariat zur Verpflegung der französischen und alliierten Truppen unter Leitung des Generalmajors Graf von Wylich und Lottum nicht klar abgrenzen ließ von der Generalkommission für das Einquartierungs-, Verpflegungs- und Marschwesen unter Leitung des Geheimen Staatsrats Wilhelm Anton von Klewitz, wurde es durch Kabinettsorder vom 25. Juni 1812 an Staatskanzler Karl August Freiherr von Hardenberg, in die Generalkommission für das Einquartierungs-, Verpflegungs- und Marschwesen eingeordnet. Die Registratur des Generalkommissariats blieb aber gesondert bestehen. Das Präsidium dieser kombinierten Kommission führten der Geheime Staatsrat Wilhelm Anton von Klewitz und Generalmajor Graf von Wylich und Lottum, nach dessen Rückkehr im Oktober 1812 nach Berlin, gemeinsam. Durch Kabinettsorder vom 11. März 1813 wurde die Generalverpflegungskommission aufgelöst und der Geheime Staatsrat von Klewitz allein mit der Abwicklung des Rechnungswesens beauftragt .
Der Bestand GStA PK, I. HA Rep. 129 B Registratur [des Friedrich Karl Heinrich Graf von Wylich und] Lottum über die Verpflegung der französischen und alliierten Truppen umfasst 6 Sektionen, die meistens noch durch mehrere Teile (Parts) untergliedert sind.
Eine Bestandsakte konnte im Geheimen Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz nicht nachgewiesen werden, weshalb die Einzelheiten zur Bestandsgeschichte unbekannt sind.
Für den Bestand gibt es ein Behördenfindbuch, welches vom Geheimen Registrator und Hofrat Schmidt angefertigt wurde.
Der Bestand wurde im Oktober 1969 im ehemaligen Zentralen Staatsarchiv der DDR Dienststelle Merseburg revidiert.
2007 erfolgte die Umsignierung des Bestandes durch Herrn Szal. 2010 wurde das Findbuch durch Frau Pistiolis in die Augias-Datenbank eingegeben und durch Unterzeichnete revidiert, z. T. neu geordnet und klassifiziert. Einige Aktentitel und Enthält-Vermerke wurden überprüft und teilweise ergänzt.
Bestell- und Zitierweise:
Die hier verzeichneten Archivalien werden im Außenmagazin Westhafen verwahrt. Es sind daher die gelben Bestellscheine zu benutzen. Außerdem müssen u. U. aus betriebstechnischen Gründen Wartezeiten bei der Bereitstellung in Kauf genommen werden.
Die Akten sind wie folgt
zu bestellen: I. HA Rep. 129 B, Nr.
zu zitieren: GStA PK, I. HA Rep. 129 B Registratur [des Friedrich Karl Heinrich Graf von Wylich und] Lottum über die Verpflegung der französischen und alliierten Truppen, Nr.
Bestandsumfang: 2 lfm 148 VE (= Verzeichnungseinheit)
Laufzeit: 1812 - 1819
Letzte vergebene Nummer: 148
Berlin, Dezember 2011 Irina Fröhlich (Archivoberinspektorin)
Zitierweise: GStA PK, I. HA Rep. 129 B
Vorwort
Am 24. Februar 1812 wurde zwischen Preußen und Frankreich ein Bündnisvertrag unterzeichnet (Pariser Konvention), welcher Preußen zur militärischen Unterstützung Frankreichs in allen Kriegen in Europa - außer in Spanien, Italien und Griechenland - verpflichtete. Den französischen Truppen wurde der Durchmarsch durch Preußen gestattet, wobei sie mit Verpflegung und Pferden versorgt werden mussten. Die französischen Kommandeure erhielten weitgehende Vollmachten, so dass Preußen faktisch wieder unter französischer Besetzung stand .
Generalmajor Friedrich Karl Heinrich Graf von Wylich und Lottum wurde die Ausführung der Pariser Konvention vom 24. Februar 1812 übertragen, soweit sie die Versorgung der Reservemagazine im In- und Ausland und alle Verhandlungen mit dem französischen Generalintendanten Matthieu Graf Dumas, betrafen. Generalmajor Graf von Wylich und Lottum war seit November 1810 bereits Chef des alten Armeeverpflegungswesens (Feldverpflegungsdepartement, Generalverpflegungsdepartement und Generalverpflegungsintendantur). Als Generalkommissar führte er im März und April 1812 die Armeeverpflegungsverhandlungen mit dem französischen Marschall Louis-Nicolas Davout (Fürst Eckmühl) in Stettin.
Nach Rückkehr des Generalmajor Graf von Wylich und Lottum nach Berlin im April 1812 konstituierte sich das Büro zur Verpflegung der französischen Truppen, welches dann als Generalkommissariat zur Verpflegung der französischen und alliierten Truppen bezeichnet wurde. Die Registratur des Generalmajors Graf von Wylich und Lottum war eine beigeordnete Abteilung des Generalkommissariats zur Verpflegung der französischen und alliierten Truppen. Mitte Mai 1812 begab sich Generalmajor Graf von Wylich und Lottum nach Posen, später nach Thorn und Königsberg/Ostpreußen, um dem französischen Hauptquartier für die Verhandlungen näher zu sein .
Da sich das Generalkommissariat zur Verpflegung der französischen und alliierten Truppen unter Leitung des Generalmajors Graf von Wylich und Lottum nicht klar abgrenzen ließ von der Generalkommission für das Einquartierungs-, Verpflegungs- und Marschwesen unter Leitung des Geheimen Staatsrats Wilhelm Anton von Klewitz, wurde es durch Kabinettsorder vom 25. Juni 1812 an Staatskanzler Karl August Freiherr von Hardenberg, in die Generalkommission für das Einquartierungs-, Verpflegungs- und Marschwesen eingeordnet. Die Registratur des Generalkommissariats blieb aber gesondert bestehen. Das Präsidium dieser kombinierten Kommission führten der Geheime Staatsrat Wilhelm Anton von Klewitz und Generalmajor Graf von Wylich und Lottum, nach dessen Rückkehr im Oktober 1812 nach Berlin, gemeinsam. Durch Kabinettsorder vom 11. März 1813 wurde die Generalverpflegungskommission aufgelöst und der Geheime Staatsrat von Klewitz allein mit der Abwicklung des Rechnungswesens beauftragt .
Der Bestand GStA PK, I. HA Rep. 129 B Registratur [des Friedrich Karl Heinrich Graf von Wylich und] Lottum über die Verpflegung der französischen und alliierten Truppen umfasst 6 Sektionen, die meistens noch durch mehrere Teile (Parts) untergliedert sind.
Eine Bestandsakte konnte im Geheimen Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz nicht nachgewiesen werden, weshalb die Einzelheiten zur Bestandsgeschichte unbekannt sind.
Für den Bestand gibt es ein Behördenfindbuch, welches vom Geheimen Registrator und Hofrat Schmidt angefertigt wurde.
Der Bestand wurde im Oktober 1969 im ehemaligen Zentralen Staatsarchiv der DDR Dienststelle Merseburg revidiert.
2007 erfolgte die Umsignierung des Bestandes durch Herrn Szal. 2010 wurde das Findbuch durch Frau Pistiolis in die Augias-Datenbank eingegeben und durch Unterzeichnete revidiert, z. T. neu geordnet und klassifiziert. Einige Aktentitel und Enthält-Vermerke wurden überprüft und teilweise ergänzt.
Bestell- und Zitierweise:
Die hier verzeichneten Archivalien werden im Außenmagazin Westhafen verwahrt. Es sind daher die gelben Bestellscheine zu benutzen. Außerdem müssen u. U. aus betriebstechnischen Gründen Wartezeiten bei der Bereitstellung in Kauf genommen werden.
Die Akten sind wie folgt
zu bestellen: I. HA Rep. 129 B, Nr.
zu zitieren: GStA PK, I. HA Rep. 129 B Registratur [des Friedrich Karl Heinrich Graf von Wylich und] Lottum über die Verpflegung der französischen und alliierten Truppen, Nr.
Bestandsumfang: 2 lfm 148 VE (= Verzeichnungseinheit)
Laufzeit: 1812 - 1819
Letzte vergebene Nummer: 148
Berlin, Dezember 2011 Irina Fröhlich (Archivoberinspektorin)
Zitierweise: GStA PK, I. HA Rep. 129 B
Umfang: 2 lfm (148 VE); Angaben zum Umfang: 2 lfm (148 VE)
Bestand
deutsch
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person or organization not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
19.08.2025, 12:19 PM CEST
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- Tektonik
- SONDERVERWALTUNGEN DER ÜBERGANGSZEIT 1806 - 1815 (Archival tectonics)
- Sonderverwaltungen Preußens und seiner Verbündeten in den Befreiungskriegen (Archival tectonics)
- Truppenverpflegung (Archival tectonics)
- Registratur [des Friedrich Karl Heinrich Graf von Wylich und] Lottum über die Verpflegung der französischen und alliierten Truppen (Archival holding)