Vor Gerhard, Schultheiß, und den Schöffen des Gerichts zu Hochheim ("Hochem") verpflichten sich Merkel Stosse und seine Ehefrau Kette vor Meister Heinz als Meister des Spitals zum hl. Geist zur Leistung von 34 Malter Korngült, fällig zwischen Mariä Himmelfahrt und Geburt "an daz Ysendorlin" von dem in den Hof gehörigen Gut, ferner 4 Malter Korngült von dem Gut gen. "Nese der Kypen Gut"; beide Güter haben die Eheleute inne; "und sollent auch ir gut zu ern nit an grifen, der spedal hebe dan sinen paicht in der ern"; sie verpflichten sich auch keinen zu den Gütern gehörigen Samen oder Stroh zu verkaufen; der auf den Gütern anfallende Mist soll wieder für die Güter verwendet werden. Zur Abtragung einer Schuld von 85 1/2 fl. ans Spital zahlen sie alljährlich auf Martini 8 fl. ab; dafür legen sie zu Unterpfand all ihre fahrende Habe; bei Versäumnis soll auch der Hof dem Spital verfallen sein. Die Eheleute werden die 30 Malter Korn, die man ihnen geliehen hat, und die 38, die sie zu Pacht geben sollen, in nächster Ernte dem Spital bezahlen und nicht aus der Scheuer nehmen. Sie sollen allen Wein, der dem Spital zu Hochheim wächst auf den 10 1/2 Morgen, die sie innehaben, nach "Mentze" auf ihre Kosten führen. (Die 10 1/2 Morgen sind: 1 Morgen "uff dem Stegelberge"; 1/2 Morgen dabei (Angrenzer: Cleschin "uff dem Dantzplaen"); 1 1/2 Morgen an dem Rosenanger (neben Henne Brandenburg); 1 Rute und 3 Morgen (Vorbesitzer: Eberhard Ysenmenger); 1 Zweitel in dem "Spelmanne" (neben Heinz Schefchin); 1/2 Morgen in dem Eigen (neben Heinz Schencken); 3 Morgen daselbst (neben Peter zum Vitzdum ("Fitzdun")). "Und mochte der meister dar fur die gude auch uffholen wo er die kost und den schaden nit zu hant abe in dede dem heilgen geiste als fur versessen gulde / auch sal er uns scheffen sin als unsers guts wegen zu Hochem / auch sal man yme einen rock geben als andern unsern dieneren und wingartknechten / auch sal er nyemans burge werden hoer dan einhalb viertel wins, yn ginge dan ehafftige not an und daz ez yme ein meister des spedals erleubte zu dun". S. des Schultheißen. "Datum a.d. millesimo quadringentesimo quinto uff den dinstag fur unser frauwen dag kertzwie."

Vollständigen Titel anzeigen