Wüst, Josef (1860 - 1929) (Bestand)
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Rep. 70 NL 11
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1450 - 1954
Vorwort: 1. Herkunft und Beschreibung des Bestandes
Die Unterlagen des Nachlasses Joseph Wüst lagen in einer Sanella-Schachtel im Magazin des Erzbistums Bamberg. Auf welchem Weg diese Unterlagen ins Diözesanarchiv gelangten, ist nicht mehr nachvollziehbar. Der Bestand wurde im Februar 1997 geordnet und verzeichnet. Als einzige Vorordnung bestand die Zusammenfassung einer kleinen Archivaliensammlung in einem Kunstlederheftehen der Bayerischen Vereinsbank. Die Unterlagen wurden thematisch zu den Gruppen biographisches Material, Forschungen, Zeitungen und Druckschriften sowie Archivaliensammlung zusammengefasst. Innerhalb der Gruppen wurden die Unterlagen chronologisch geordnet. Bei der Verzeichnung der zahlreichen handschriftlichen Abschriften wurde so verfahren, dass das ursprüngliche Erscheinungs- bzw. Ausstellungsdatum in eckige Klammer gesetzt wurde, danach folgt das Datum der Abschrift. Der Nachlass beinhaltet vor allem Materialien zur Geschichte seiner Heimatstadt Forchheim, sowohl in Abschrift als auch Originaldokumente. Weitere Forschungsschwerpunkte sind die fränkische Geschichte und die Zeit des 30-jährigen (1618-1848) und des 7-jährigen Krieges (1756-1763). Wertvoll ist auch die Sammlung zum Teil alter Druckschriften.
2. Biographische Angaben
Joseph Wüst wurde am 18. November 1860 als Sohn des katholischen Zimmergesellen Georg Wüst und seiner Frau Kunigunda Pohl in Forchheim geboren. Er war 1877/78 Unterprimaner am Gymnasium in Bamberg und 1881 Jurastudent . Bevor er 1889 Bürgermeister in Rosenheim wurde, war er Bürgermeister der Stadt Lauf. Als Bürgermeister hat er sich sehr um die Stadt Rosenheim verdient gemacht und förderte Modernisierung, Verwaltungsvereinfachung, schulische Ausbildung, Kultur und caritative Einrichtungen. 1919 wurde er während der revolutionären Wirren in Bayern gestürzt und 1925 durch die Ernennung zum Ehrenbürger von Rosenheim wieder rehabilitiert. Er starb am 26. Mai 1929 in einem Münchner Krankenhaus und ist auf dem Rosenheimer Friedhof beerdigt. In einem Artikel von Helmut Braun im Oberbayerischen Volksblatt Nr. 107 vom 10. Mai 1989 wird der Ehrenbürger der Stadt Rosenheim folgendermaßen charakterisiert: "Pflichteifer und Gewissenhaftigkeit, Arbeitsfreude und Zuvorkommenheit begleiteten
stets sein Schaffen und Wirken." Joseph Wüst heiratete am 20. Juli 1885 in Forchheim die Witwe Susanne Kammerer, geb. Burkard, die am 17. Mai 1902 in Rosenheim starb. Aus dieser Ehe gingen 10 Kinder hervor. Am 23. November 1902 heiratete er Anna Maria Veronika Ebe. In seiner Jugendzeit widmete sich Joseph Wüst der Geschichte Forchheims und trug Informationen aus Aufsätzen, Geschichtsbüchern und Originaldokumenten wie Urkunden, Briefen etc. zusammen. Auch als Bürgermeister von Rosenheim blieb er
seiner Heimatstadt treu. 1905 wurde der kgl. Hofrat zum Ehrenmitglied des Historischen Vereins von Forchheim ernannt.
3. Quellen und Literaturhinweise (in Auswahl)
Archiv des Erzbistums Bamberg: Kirchenbücher der Pfarrei St. Martin in Forchheim, Band 7, S.258 (Geburten)
Stadtarchiv Rosenheim: Akten Fasz. 1047 I 44
Rosenheimer Anzeiger vom 27. Mai 1929 und vom 31. Mai 1929
Oberbayerisches Volksblatt vom 10. Mai 1983 und vom 01. Juni 1989
Die Ehrenbürger der Stadt Rosenheim. Eine Präsentation des Oberbayerischen Volksblattes und der Hypo-Bank. o.O., o.J.
4. Zitierweise
Zitiert werden die Archivalien: AEB, NL 11, Nr ....
Die Unterlagen des Nachlasses Joseph Wüst lagen in einer Sanella-Schachtel im Magazin des Erzbistums Bamberg. Auf welchem Weg diese Unterlagen ins Diözesanarchiv gelangten, ist nicht mehr nachvollziehbar. Der Bestand wurde im Februar 1997 geordnet und verzeichnet. Als einzige Vorordnung bestand die Zusammenfassung einer kleinen Archivaliensammlung in einem Kunstlederheftehen der Bayerischen Vereinsbank. Die Unterlagen wurden thematisch zu den Gruppen biographisches Material, Forschungen, Zeitungen und Druckschriften sowie Archivaliensammlung zusammengefasst. Innerhalb der Gruppen wurden die Unterlagen chronologisch geordnet. Bei der Verzeichnung der zahlreichen handschriftlichen Abschriften wurde so verfahren, dass das ursprüngliche Erscheinungs- bzw. Ausstellungsdatum in eckige Klammer gesetzt wurde, danach folgt das Datum der Abschrift. Der Nachlass beinhaltet vor allem Materialien zur Geschichte seiner Heimatstadt Forchheim, sowohl in Abschrift als auch Originaldokumente. Weitere Forschungsschwerpunkte sind die fränkische Geschichte und die Zeit des 30-jährigen (1618-1848) und des 7-jährigen Krieges (1756-1763). Wertvoll ist auch die Sammlung zum Teil alter Druckschriften.
2. Biographische Angaben
Joseph Wüst wurde am 18. November 1860 als Sohn des katholischen Zimmergesellen Georg Wüst und seiner Frau Kunigunda Pohl in Forchheim geboren. Er war 1877/78 Unterprimaner am Gymnasium in Bamberg und 1881 Jurastudent . Bevor er 1889 Bürgermeister in Rosenheim wurde, war er Bürgermeister der Stadt Lauf. Als Bürgermeister hat er sich sehr um die Stadt Rosenheim verdient gemacht und förderte Modernisierung, Verwaltungsvereinfachung, schulische Ausbildung, Kultur und caritative Einrichtungen. 1919 wurde er während der revolutionären Wirren in Bayern gestürzt und 1925 durch die Ernennung zum Ehrenbürger von Rosenheim wieder rehabilitiert. Er starb am 26. Mai 1929 in einem Münchner Krankenhaus und ist auf dem Rosenheimer Friedhof beerdigt. In einem Artikel von Helmut Braun im Oberbayerischen Volksblatt Nr. 107 vom 10. Mai 1989 wird der Ehrenbürger der Stadt Rosenheim folgendermaßen charakterisiert: "Pflichteifer und Gewissenhaftigkeit, Arbeitsfreude und Zuvorkommenheit begleiteten
stets sein Schaffen und Wirken." Joseph Wüst heiratete am 20. Juli 1885 in Forchheim die Witwe Susanne Kammerer, geb. Burkard, die am 17. Mai 1902 in Rosenheim starb. Aus dieser Ehe gingen 10 Kinder hervor. Am 23. November 1902 heiratete er Anna Maria Veronika Ebe. In seiner Jugendzeit widmete sich Joseph Wüst der Geschichte Forchheims und trug Informationen aus Aufsätzen, Geschichtsbüchern und Originaldokumenten wie Urkunden, Briefen etc. zusammen. Auch als Bürgermeister von Rosenheim blieb er
seiner Heimatstadt treu. 1905 wurde der kgl. Hofrat zum Ehrenmitglied des Historischen Vereins von Forchheim ernannt.
3. Quellen und Literaturhinweise (in Auswahl)
Archiv des Erzbistums Bamberg: Kirchenbücher der Pfarrei St. Martin in Forchheim, Band 7, S.258 (Geburten)
Stadtarchiv Rosenheim: Akten Fasz. 1047 I 44
Rosenheimer Anzeiger vom 27. Mai 1929 und vom 31. Mai 1929
Oberbayerisches Volksblatt vom 10. Mai 1983 und vom 01. Juni 1989
Die Ehrenbürger der Stadt Rosenheim. Eine Präsentation des Oberbayerischen Volksblattes und der Hypo-Bank. o.O., o.J.
4. Zitierweise
Zitiert werden die Archivalien: AEB, NL 11, Nr ....
30 VEs
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
20.08.2025, 12:22 MESZ