Hans Reuter, Landrichter der Grafschaft Hirschberg, bekundet, dass vor ihm in gericht Ulrich Taurer namens Ulrich Hintzenhausers, Sohn des Konrad Hinzenhauser von Mendorf, wegen ihrer Vogtei aus einer Hube in Hüttenhausen auf 100 Silbermark erlittenen Schadens gegen Kloster St. Emmeram klagte, da dessen Abt ihnen die seit mehr als 40 Jahren als Lehen von den Herzögen von Bayern eingenommenen Einkünfte aus der Vogtei verwehrt habe. Auf die Einrede des Konventherren Heinrich Erlacher als Vertreter Abt Ulrichs, dass die genannte Hube mit Forderungen überlastet sei, entscheidet das Gericht, dass der Vogt einen bevorzugten Anspruch haben soll, Überschüsse aus dem Gut der Abt erhalten soll. Im Fall ausbleibender Erträge soll der Vogt keine Ansprüche gegen Abt und Konvent haben. S: Landgericht Hirschberg
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Hans Reuter, Landrichter der Grafschaft Hirschberg, bekundet, dass vor ihm in gericht Ulrich Taurer namens Ulrich Hintzenhausers, Sohn des Konrad Hinzenhauser von Mendorf, wegen ihrer Vogtei aus einer Hube in Hüttenhausen auf 100 Silbermark erlittenen Schadens gegen Kloster St. Emmeram klagte, da dessen Abt ihnen die seit mehr als 40 Jahren als Lehen von den Herzögen von Bayern eingenommenen Einkünfte aus der Vogtei verwehrt habe. Auf die Einrede des Konventherren Heinrich Erlacher als Vertreter Abt Ulrichs, dass die genannte Hube mit Forderungen überlastet sei, entscheidet das Gericht, dass der Vogt einen bevorzugten Anspruch haben soll, Überschüsse aus dem Gut der Abt erhalten soll. Im Fall ausbleibender Erträge soll der Vogt keine Ansprüche gegen Abt und Konvent haben. S: Landgericht Hirschberg
Kloster St. Emmeram Regensburg Urkunden, BayHStA, Kloster St. Emmeram Regensburg Urkunden 1132
KU Regensburg-St. Emmeram F. 136
Registratursignatur/AZ: Kasten 7, Schublade Nr. 18, Nr. 4
Kloster St. Emmeram Regensburg Urkunden
Kloster St. Emmeram Regensburg Urkunden >> III. 1401-1500
1408 August 20
Kloster St. Emmeram Regensburg Urkunden
Perg.
Urkunden
ger
Besiegelung/Beglaubigung: ein an Pressel anhängendes Siegel
Überlieferung: Ausf.
Sprache: dt.
Ausstellungsort: Altmannstein
Originaldatierung: Geben zu dem Stain des montags vor sand Bartholomeus tag anno domini millesimo quadringentesimo octavo.
Medium: A = Analoges Archivalie
Jahr: 1408
Monat: 8
Tag: 20
Äußere Beschreibung: 20x28 cm
Überlieferung: Ausf.
Sprache: dt.
Ausstellungsort: Altmannstein
Originaldatierung: Geben zu dem Stain des montags vor sand Bartholomeus tag anno domini millesimo quadringentesimo octavo.
Medium: A = Analoges Archivalie
Jahr: 1408
Monat: 8
Tag: 20
Äußere Beschreibung: 20x28 cm
Reuter: Hans, Landrichter der Grafschaft Hirschberg
Taurer: Ulrich
Hintzenhauser: Ulrich, Sohn des Konrad
Hintzenhauser: Konrad, von Mendorf
Erlacher: Heinrich, Mönch von Sankt Emmeram
Pettendorf: Ulrich von, Abt von Sankt Emmeram
Altmannstein (Lkr. Eichstätt)
Hüttenhausen (Gde. Mindelstetten, Lkr. Eichstätt)
Regensburg (krfr.St.), St. Emmeram (Reichsstift)
Bayern, Herzogtum/Kurfürstentum: Herzöge
Regensburg (krfr.St.), St. Emmeram (Reichsstift): Äbte \ Ulrich von Pettendorf
Hirschberg (Gde. Beilngries, Lkr. Eichstätt), Landgericht
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
03.04.2025, 13:33 MESZ
CC0 1.0 Universell