Der Notar und Stadtschreiber Johann Götz zu Höchstädt beurkundet, dass vor ihm in der Gastherberge des Bürgermeisters Michael Widenmann Johann Pfeffer, Doktor beider Rechte und Rat der Grafen von Oettingen zu Wallerstein, erschienen ist und ihm zum einen ein verschlossenes Missivschreiben mit einem Protestationszettel übergeben und zum anderen eine mündliche Erklärung im Namen von Hans Christof Schenk von Stauffenberg, Georg Wilhelm von Leonrod, Christof von Westernach und Hans Wilhelm Hund von Lautterbach (Hans Wilhelm Hundt) als Vormünder der von Bernhard Schenk von Stauffenberg hinterlassenen Erben hinzugefügt hat, durch die er beauftragt wird, das Protestationsinstrument dem Gremium der Vierer von Oberringingen bekanntzugeben. Grund des Protestationsinstruments ist der Streit um das gemeinsame Weiderecht auf dem von der Gemeinde Oberringingen widerrechtlich umgeackerten Ehegarten zu Sternbach und Oberringingen, den Heinrich von Scheppach zusammen mit der Reittin und dem Kirchensatz neben dem Hof zu Sternbach (Störenbach) am 27. August 1327 (Freittags nach Bartholomaei) mit allen Zugehörungen von den Grafen Friedrich [II.] von Oettingen und Ludwig [VIII.] von Oettingen gekauft hatte und der zuletzt im Besitz von Bernhard Schenk von Stauffenberg war. Außerdem wird der Gemeinde Oberringingen vorgeworfen, an einem anderen Ort ein ebenfalls gemeinsam genutztes Grundstück an Stoffel Knospen verkauft zu haben und einen weiteren Platz umackern zu wollen. Hans Christof Schenk von Stauffenberg, Georg Wilhelm von Leonrod, Christof von Westernach und Hans Wilhelm Hundt beauftragen den Notar Johann Götz bei der Gemeinde Oberringingen gegen diese widerrechtliche Anmaßung zu protestieren und sie aufzufordern, den umgeackerten Ehegarten und das an Stoffel Knospen verkaufte Grundstück wieder in den vorigen Zustand zurückzuversetzen.

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Landesarchiv Baden-Württemberg
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