Bertold, Pleban in Raboldshausen Geldgeber der von Cappel gekauften Güter zu Harle
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Urk. 18, 282
Urk. 18, Urk. A II Kl. Cappel 1344 Juni 3
Urk. 18 Kloster Spieskappel - [ehemals: A II]
Kloster Spieskappel - [ehemals: A II] >> 1340-1349
1344 Juni 3
Ausf. Perg. - die beiden urspr. anh. Sg. fehlen, 2 Einschnitte vorh.
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: Anno domini 1344, feria quinta infra octavas Penthecostes
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Abt Heinrich, Prior und Konvent des Stifts Cappel Prämonstratenserordens bekunden, daß sie die Güter in Dorf und Dorfmark Harle (Harlon), die sie gekauft hatten, nicht mit eigenem Geld, sondern mit dem des Plebans Bertold in Raboldshausen (Rabinshusin) , 'familiaris' des Stifts, vollständig bezahlt hätten. Um sich aber am Eigentum und dem Besitz dieser Güter besser erfreuen (liberius gaudere) zu können, seien sie mit ihm in der Weise übereingekommen, daß sie die jährlich aus ihnen fallenden Erträge genießen und über die genannten Güter wie mit allen anderen des Stifts verfügen können. Bertold, seine Dienerin (famula) Elisabeth und der Stiftsbruder Konrad gen. von Raboldshausen erhalten eine jährlich zwischen Nativitatis Mariae und Michaelis im Stift Cappel zu liefernde lebenslange Rente von 3 Maltern Korn und Hafer Homberger Maßes aus dem Kornhaus (granario). Stirbt Bertold, so steht nicht den Überlebenden, sondern der Pietanz 1 Malter zu. Deren Rektor soll diese Einkünfte wie folgt verwalten: Der erste, siebte und dreizehnte Tag nach Bertolds Beisetzung wird feierlich begangen, darauf soll der Konvent an den Quatembern oder Mittwochs und Freitags sein Anniversarium begehen und der Pietanzmeister (magister pictancie) dem ganzen Konvent, Klerikern und Konversen, eine 'consolatio', sowie jedem Priester 2 leichte d. (duos denarios leues) zukommen lassen, um Vigilien und Messen zu feiern. Jeder Priester soll eine Totenmesse zum Seelenheil des Verstorbenen halten. [Folgen weitere Bestimmungen].
Vermerke (Urkunde): Rückvermerk: (15.Jh.) Harlon (um 1525) littera proprietatis
Vermerke (Urkunde): Zeugen: ---
Vermerke (Urkunde): Siegler: die Ausst. (Abt und Konvent)
Vermerke (Urkunde): Weitere Überlieferung: Abschrift Kopiar K 270, 91v-92v
Vermerke (Urkunde): Druckangaben: ---
Vermerke (Urkunde): Literatur: List: Stift Spieskappel (wie Nr.1) S.161 f.
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Abt Heinrich, Prior und Konvent des Stifts Cappel Prämonstratenserordens bekunden, daß sie die Güter in Dorf und Dorfmark Harle (Harlon), die sie gekauft hatten, nicht mit eigenem Geld, sondern mit dem des Plebans Bertold in Raboldshausen (Rabinshusin) , 'familiaris' des Stifts, vollständig bezahlt hätten. Um sich aber am Eigentum und dem Besitz dieser Güter besser erfreuen (liberius gaudere) zu können, seien sie mit ihm in der Weise übereingekommen, daß sie die jährlich aus ihnen fallenden Erträge genießen und über die genannten Güter wie mit allen anderen des Stifts verfügen können. Bertold, seine Dienerin (famula) Elisabeth und der Stiftsbruder Konrad gen. von Raboldshausen erhalten eine jährlich zwischen Nativitatis Mariae und Michaelis im Stift Cappel zu liefernde lebenslange Rente von 3 Maltern Korn und Hafer Homberger Maßes aus dem Kornhaus (granario). Stirbt Bertold, so steht nicht den Überlebenden, sondern der Pietanz 1 Malter zu. Deren Rektor soll diese Einkünfte wie folgt verwalten: Der erste, siebte und dreizehnte Tag nach Bertolds Beisetzung wird feierlich begangen, darauf soll der Konvent an den Quatembern oder Mittwochs und Freitags sein Anniversarium begehen und der Pietanzmeister (magister pictancie) dem ganzen Konvent, Klerikern und Konversen, eine 'consolatio', sowie jedem Priester 2 leichte d. (duos denarios leues) zukommen lassen, um Vigilien und Messen zu feiern. Jeder Priester soll eine Totenmesse zum Seelenheil des Verstorbenen halten. [Folgen weitere Bestimmungen].
Vermerke (Urkunde): Rückvermerk: (15.Jh.) Harlon (um 1525) littera proprietatis
Vermerke (Urkunde): Zeugen: ---
Vermerke (Urkunde): Siegler: die Ausst. (Abt und Konvent)
Vermerke (Urkunde): Weitere Überlieferung: Abschrift Kopiar K 270, 91v-92v
Vermerke (Urkunde): Druckangaben: ---
Vermerke (Urkunde): Literatur: List: Stift Spieskappel (wie Nr.1) S.161 f.
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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