Mandatum obsignationis Auseinandersetzung um Nachlaßregelung
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(1) 0900
Wismar F 111c
Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803
Prozeßakten des Tribunals 1653-1803 >> 06. 1. Kläger F
20.12.1759-27.02.1760
Kläger: (2) Jacob Johann Arends, Subrektor zu Wismar, Hieronymus Weichler, Pächter zu Ventschow, Johann Hermann Adam Müller, Pastor zu Malchin und Jacob David Rathsack, ritterschaftlicher Sekretär des Amtes Bukow zu Neubukow als nächste Verwandte des Eigentümers von Zarneckow, Hinrich Christoph Freude, und dessen Frau
Beklagter: Joachim Christoph Lehmann, Kanzlist am Tribunal und Notar sowie August Wilhelm Rüdemann, Notar zu Wismar
Anwälte, Prokuratoren: Kl.: Dr. Christoph Erich Hertzberg (A & P)
Fallbeschreibung: Am 20.12. beauftragt das Tribunal Kanzlist Lehmann und Notar Rüdemann damit, nach Zarneckow zu fahren, um den Nachlaß des verstorbenen Ehepaars Hinrich Christoph und Ilsabe Lucretia Freude zu versiegeln und Vorsorge für deren unmündige Tochter Catharina Ilsabe Johanna Freude und die Wirtschaft zu treffen. Am 21.12. erklären Kl., daß der Nachlaß bereits durch sie versiegelt sei und bitten aus ihrer Mitte zwei Vormünder für die Tochter zu bestellen. Am 22.12. beläßt es das Tribunal bei der Besiegelung durch Bekl. und lädt Kl. auf den 11.01.1760 zur Vormundschaftsregelung vor. Am 30.12.1759 berichten Bekl. über ihre Mission und reichen Kasten mit Papieren und Geldbeutel zur Verwahrung ein, am 16.01.1760 setzt das Tribunal Registrator Kütemeier und Subrektor Arends als Vormünder der Waise ein und beauftragt sie mit der Regelung aller offenen Fragen, teilweise unter Hinzuziehung Weichlers. Am 15.02. ergreifen Müller und Rathsack als nächste Verwandte der Verstorbenen restitutio in integrum gegen die Bestellung der Vormünder und fordern, sie, als nähere Verwandte mit diesem Amt zu betrauen, Arends hingegen von der Aufgabe zu entbinden. Das Tribunal setzt Pastor Müller am 22.02.1760 zum Co-Tutor neben Arends für die Waise ein, beläßt es ansonsten aber bei seinem Urteil vom 16.01.1760.
Instanzenzug: 1. Tribunal 1759-1760 2. Tribunal 1760
Prozessbeilagen: (7) Liste der Verwandten des verstorbenen Ehepaars Freude; Protokoll der Versiegelung und Inventarisierung in Zarneckow vom 21.12.1759; Inventar von Zarnekow vom 21.-22.12.1759; Kostenaufstellung der Bekl. vom 23.12.1759
Beklagter: Joachim Christoph Lehmann, Kanzlist am Tribunal und Notar sowie August Wilhelm Rüdemann, Notar zu Wismar
Anwälte, Prokuratoren: Kl.: Dr. Christoph Erich Hertzberg (A & P)
Fallbeschreibung: Am 20.12. beauftragt das Tribunal Kanzlist Lehmann und Notar Rüdemann damit, nach Zarneckow zu fahren, um den Nachlaß des verstorbenen Ehepaars Hinrich Christoph und Ilsabe Lucretia Freude zu versiegeln und Vorsorge für deren unmündige Tochter Catharina Ilsabe Johanna Freude und die Wirtschaft zu treffen. Am 21.12. erklären Kl., daß der Nachlaß bereits durch sie versiegelt sei und bitten aus ihrer Mitte zwei Vormünder für die Tochter zu bestellen. Am 22.12. beläßt es das Tribunal bei der Besiegelung durch Bekl. und lädt Kl. auf den 11.01.1760 zur Vormundschaftsregelung vor. Am 30.12.1759 berichten Bekl. über ihre Mission und reichen Kasten mit Papieren und Geldbeutel zur Verwahrung ein, am 16.01.1760 setzt das Tribunal Registrator Kütemeier und Subrektor Arends als Vormünder der Waise ein und beauftragt sie mit der Regelung aller offenen Fragen, teilweise unter Hinzuziehung Weichlers. Am 15.02. ergreifen Müller und Rathsack als nächste Verwandte der Verstorbenen restitutio in integrum gegen die Bestellung der Vormünder und fordern, sie, als nähere Verwandte mit diesem Amt zu betrauen, Arends hingegen von der Aufgabe zu entbinden. Das Tribunal setzt Pastor Müller am 22.02.1760 zum Co-Tutor neben Arends für die Waise ein, beläßt es ansonsten aber bei seinem Urteil vom 16.01.1760.
Instanzenzug: 1. Tribunal 1759-1760 2. Tribunal 1760
Prozessbeilagen: (7) Liste der Verwandten des verstorbenen Ehepaars Freude; Protokoll der Versiegelung und Inventarisierung in Zarneckow vom 21.12.1759; Inventar von Zarnekow vom 21.-22.12.1759; Kostenaufstellung der Bekl. vom 23.12.1759
Akten
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
29.10.2025, 11:28 AM CET