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Alte Urkundenabteilung (Pertinenzbestände): Staatsverträge (Bestand)
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Hessisches Staatsarchiv Darmstadt (Archivtektonik) >> Gliederung >> Alte Urkundenabteilung (Pertinenzbestände)
1332 - 1927, überwiegend ab 16. Jh.
Enthält: Der Bestand enthält neben Verträgen der hessischen Landgrafschaften und des Großherzogtums sowie des Volksstaats Hessen vor allem folgende Provenienzen: Grafschaft Hanau-Lichtenberg, Kurfürstentümer Mainz und Pfalz, Hochstift Worms und Oberrheinischer Kreis, daneben auch wenige Stücke aus der Markgrafschaft Baden, den Grafschaften Hanau und Isenburg-Büdingen, der Pfalzgrafschaft Simmern und dem Reichskammergericht. - Im Bestand sind enthalten: Allgemeine Staatsverträge der Zeit von 1555 bis 1872, allgemeine deutsche Handelsverträge, auch Verträge des Zollvereins und des Norddeutschen Bundes mit außerdeutschen Staaten 1828-1870, allgemeine deutsche Münzverträge 1837-1867, Verträge über die Schifffahrt auf Rhein, Main, Neckar und Lahn 1808-1899, Verträge über die Errichtung von Eisenbahnen 1838-1902, über Telegraphenlinien 1852-1869, über die Staatslotterie 1902-1928 und mit fremden Staaten 1332-1917/19. Als Vertragspartner sind in der letztgenannten Gruppe betroffen: Die Vereinigten Staaten von Amerika, die Markgrafschaft Baden, das Königreich Bayern, das Königreich Belgien, das Herzogtum Braunschweig-Lüneburg, das Königreich Dänemark, das Deutsche Reich, das Großherzogtum und die Freie Stadt Frankfurt am Main, das Königreich Großbritannien, das Königreich Hannover, die Landgrafschaft Hessen-Homburg, das Kurfürstentum Hessen, die Grafschaften Hohenzollern, Isenburg- Büdingen, Lippe und Löwenstein-Wertheim, das Kurfürstentum Mainz, das Herzogtum Mecklenburg-Schwerin, die Grafschaft Nassau-Weilburg und das Herzogtum Nassau, die Republik bzw. das Königreich der Vereinigten Niederlande, das Erzherzogtum Österreich bzw. Kaiserreich Österreich-Ungarn, das Kurfürstentum Pfalz, das Königreich Portugal, das Königreich Preußen, das Kaiserreich Russland, das Kurfürstentum bzw. Königreich Sachsen, das Fürstentum Salm-Reifferscheid, das Königreich Sardinien, die Republik Schweiz, das Königreich Sizilien, das Kurfürstentum Trier, das Königreich Westphalen, die Reichsstadt Wetzlar, das Fürstentum Sayn-Wittgenstein, das Bistum Worms und das Königreich Württemberg.
Bestandsgeschichte: Pertinenzbestand, im 19. Jahrhundert durch Zusammenstellung der Vertrags- und Ratifikationsurkunden der Landgrafschaft Hessen, des Großherzogtums Hessen und seiner Vorgängerterritorien gebildet. Später laufend durch Vertragsurkunden des Staatsministeriums ergänzt. 1977 unter Aufgabe der ursprünglichen Gliederung in acht Sachgruppen fortlaufend numeriert, aus anderen Beständen ergänzt und neu verzeichnet durch Jürgen Rainer Wolf. - Verluste 1944: Verträge mit dem früheren Großherzog Ernst Ludwig von Hessen von 1919 (3 Stück).
Findmittel: Gedrucktes Inventar mit Vorbemerkung (http://digitalisate-he.arcinsys.de/pdf/hstad/vorworte/a06_vorwort.pdf) (chronologisch geordnete Regesten mit Index): Abteilung A 6, Staatsverträge 1332-1927, bearb. von Jürgen Rainer Wolf, Darmstadt 1978 (Repertorien des Hessischen Staatsarchivs Darmstadt 9).
Findmittel: [[https://digitalisate-he.arcinsys.de/hstad/a_6/findbuch.pdf|PDF-Findbuch]] (Stand 1978)
Findmittel: Gedrucktes Inventar mit [[pdf:hstad/Vorworte/A06_Vorwort.pdf|Vorbemerkung]] (chronologisch geordnete Regesten mit Index): Abteilung A 6, Staatsverträge 1332-1927, bearb. von Jürgen Rainer Wolf, Darmstadt 1978 (Repertorien des Hessischen Staatsarchivs Darmstadt 9).
23 m, 1.731 Stück (Nr. 1498-1499 sind unbelegt)
Bestand
Korrespondierende Archivalien: Siehe auch Bestände B 1 (Urkunden des Großherzoglichen Hausarchivs), E 1 und G 1, G 2, G 3 und G 4 (Auswärtige Beziehungen)
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.