S. o. RKG 1790 (F 451/1691). Adrian Gustav von Vlodorp, der Enkel des ursprünglichen Klägers, erwirkte 1698 die Wiederaufnahme des Prozesses, dessen Akten bei der Einnahme Speyers durch die Franzosen (1688) verlorengegangen waren. Auf der Seite der Beklagten agieren inzwischen Johann (Jan) von und zu Merode, Marquis von Westerloo (Westerlohe), Maria von Rollingen zu Dalenbroek (Dalenbroch) und eine verwitwete von Bentinck zu Obbicht (Obicht), die angeben, der Grafvon Horn sei als Erbfolger der Odilia von Vlodorp zuständig. Rechtsnachfolger des Adrian Gustav von Vlodorp wird der Grafvon Wassenar durch Abtretung der Ansprüche 1714.
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S. o. RKG 1790 (F 451/1691). Adrian Gustav von Vlodorp, der Enkel des ursprünglichen Klägers, erwirkte 1698 die Wiederaufnahme des Prozesses, dessen Akten bei der Einnahme Speyers durch die Franzosen (1688) verlorengegangen waren. Auf der Seite der Beklagten agieren inzwischen Johann (Jan) von und zu Merode, Marquis von Westerloo (Westerlohe), Maria von Rollingen zu Dalenbroek (Dalenbroch) und eine verwitwete von Bentinck zu Obbicht (Obicht), die angeben, der Grafvon Horn sei als Erbfolger der Odilia von Vlodorp zuständig. Rechtsnachfolger des Adrian Gustav von Vlodorp wird der Grafvon Wassenar durch Abtretung der Ansprüche 1714.
AA 0627, 1793 - F 455/1698
AA 0627 Reichskammergericht, Teil III: E-G
Reichskammergericht, Teil III: E-G >> 2. Buchstabe F
1698-1737 (1545-1715)
Enthaeltvermerke: Kläger: Wilhelm von Vlodorp (Flodorff) zu Leut (Leuth), Well und Rijholt (Rickalt), Erbkammerherr des Herzogtums Luxemburg Beklagter: Ottilie von Vlodorp von Odenkirchen, Aspern und Langerak, verwitwete von Botzelaer, und Konsorten: ihre Schwäger und Schwestern Carl von Battenberg und Bronckhorst, Alverade von Vlodorp zu Obbicht (Obicht), Hattart von Palant und Anna von Vlodorp zu Dalenbroek (Dalenbroch) Prokuratoren (Kl.): Dr. Ludwig Ziegler 1699 - Subst.: Dr. (Johann Philipp) Pulian - Subst.: Dr. Friedrich Heinrich von Gülich 1709 - Subst.: Dr. Johann Meyer 1714 - Dr. Johann Meyer 1715 Prokuratoren (Bekl.): Dr. Franz Heinrich Krebs 1699 - Subst.: Dr. Johann Meyer - Lic. Johann Philipp Nidderer 1699 - Subst.: Lic. Franciscus Jung - Lic. Conrad Franz Steinhausen [1694] 1699 - Subst.: Dr. Franz Heinrich Krebs Prozeßart: Simplicis querelae; 1699: Citationis ad reassumendum Instanzen: RKG 1698-1737 (1545-1715) Beweismittel: Vergleich zwischen Adrian Gustav von Vlodorp und seiner Schwester Odiliana über das elterliche Erbe 1688 (Q 16, niederländisch und deutsche Übersetzung). Stammtafel Hoemen - Vlodorp - Bronckhorst - Botzelaer - Palant - Merode - Horn (Q 23). Auszug aus dem Testament des Grafen Adrian Gustav von Vlodorp und seiner Frau Margarethe von Huyssen 1707 (Q 28). Testament komplett (Q 31 niederländisch, Q 32 deutsche Übersetzung). Auszug aus einem Vertrag zwischen Adrian Gustav von Vlodorp und dem Grafen von Wassenar 1714 (Q 36 niederländisch, Q 37 deutsche Übersetzung). Beschreibung: 2 Bde., 17 cm, 1006 Bl.; Bd. I: 3 cm, 97 Bl., lose; Q 1-37 außer 3, 4, 26*, 30*, Q 9 a und b; Bd. II: 14 cm, 909 Bl., gebunden; Q 3 und 4: Abschrift von RKG 1790 (F 451/1691). Vgl. RKG (A 565/1319).
Sachakte
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
28.04.2026, 08:32 MESZ