Finanzämter: Finanzamt Michelstadt (Bestand)
Vollständigen Titel anzeigen
H 22 Michelstadt
Hessisches Staatsarchiv Darmstadt (Archivtektonik) >> Gliederung >> Staatsbehörden Land Hessen (seit 1945) >> Finanzverwaltung >> Finanzämter
ca. 1920 - 1980
Enthält: Besitz- und Verkehrssteuer-, Betriebsprüfungsakten; Verwaltungsakten
Bestandsgeschichte: Die Mitarbeiter des Finanzamtes Michelstadt legten über Jahrzehnte aufbewahrungswürdige Vorgänge (insb. von regional bedeutenden Betrieben) in einer gesonderten Registratur im Keller ab. Hiervon ist im Dezember 2009 der erste Teil in das Staatsarchiv Darmstadt verbracht worden. Die konservatorischen Umstände in der Altregistratur des Finanzamtes genügten trotz verschiedener Vorkehrungen seitens des Personals nicht den hohen Ansprüchen archivischer Bestandserhaltung. Sämtliches Schriftgut konnte dem Staatsarchiv jedoch in einwandfreiem Zustand übergeben worden.
Geschichte des Bestandsbildners: Am 7. Februar 1822 wurden im Großherzogtum Hessen entsprechend den neugeschaffenen Landratsdistrikten Steuerbezirke geschaffen. Der Steuerbezirk Michelstadt umfasste vorerst die Ämter Erbach, Michelstadt und Reichenberg. Beerfelden und König war Sitz eigener Steuerbezirke (König wurde 1828 nach Höchst/Odw. verlegt). Die Bezeichnung 'Finanzamt' ist 1854 eingeführt worden. 1919 fielen die Finanzämter an die Reichsfinanzverwaltung, so auch Michelstadt, Beerfelden und Höchst. Besagte Ämter unterstanden dem Landesfinanzamt (Oberfinanzpräsidium) Darmstadt.
Einige Orte im Landkreis Erbach waren noch bis 1939 anderen, kreisfremden Finanzämtern zugeteilt, etwa das obere Gersprenztal, mit Reichelsheim als Mittelpunkt, welches teils dem Bezirk des Finanzamtes Reinheim, teils dem des Finanzamtes Fürth angehörte. Mit Angleichung der Finanzamtsbezirksgrenzen an die Kreisgrenzen wurde diesem Umstand Abhilfe geschaffen. Am 15. September 1943 fiel das Finanzamt Beerfelden, zu dessen Zuständigkeitsbereich auch die Exklave Bad Wimpfen gehörte, an das Finanzamt Michelstadt; eine Nebenstelle blieb jedoch bis 1957 erhalten. In gleicher Weise verfuhr man mit dem Finanzamt Höchst, welches 1947 mit der Behörde in Michelstadt vereinigt wurde.
1957 konnte das Finanzamt Michelstadt schließlich den neuen Zweckbau an der Erbacher Straße 22 beziehen. Während der kommunalen Gebietsreform ordnete man die bis dato zum Landkreis Dieburg gehörenden Gemeinden Brensbach, Fränkisch-Crumbach, Laudenau und Wersau dem Landkreis Erbach zu (mittlerweile umbenannt in 'Odenwaldkreis'). Auch sie sind seit 1973 steuerlich dem Finanzamt Michelstadt unterstellt.
Der Zuständigkeitsbereich des Finanzamtes Michelstadt umfasst aktuell (2010) den Odenwaldkreis, die Stadt Hirschhorn (Neckar) und die Stadt Neckarsteinach.
(Uhl, Quelle: Amtsübersicht des Finanzamtes Michelstadt)
(für ausführliche Chronik s. [[http://www.finanzamt-michelstadt.de/irj/FA_Michelstadt_Internet?cid=d2098ffbe4345bdf832175ff8f6f3daa|Internet...
Findmittel: Online-Datenbank (HADIS), aus Datenschutzgründen unterliegen zahlreiche Akten dem Veröffentlichungsschutz!
Referent: Rainer Maaß; Eva Haberkorn
Bestandsgeschichte: Die Mitarbeiter des Finanzamtes Michelstadt legten über Jahrzehnte aufbewahrungswürdige Vorgänge (insb. von regional bedeutenden Betrieben) in einer gesonderten Registratur im Keller ab. Hiervon ist im Dezember 2009 der erste Teil in das Staatsarchiv Darmstadt verbracht worden. Die konservatorischen Umstände in der Altregistratur des Finanzamtes genügten trotz verschiedener Vorkehrungen seitens des Personals nicht den hohen Ansprüchen archivischer Bestandserhaltung. Sämtliches Schriftgut konnte dem Staatsarchiv jedoch in einwandfreiem Zustand übergeben worden.
Geschichte des Bestandsbildners: Am 7. Februar 1822 wurden im Großherzogtum Hessen entsprechend den neugeschaffenen Landratsdistrikten Steuerbezirke geschaffen. Der Steuerbezirk Michelstadt umfasste vorerst die Ämter Erbach, Michelstadt und Reichenberg. Beerfelden und König war Sitz eigener Steuerbezirke (König wurde 1828 nach Höchst/Odw. verlegt). Die Bezeichnung 'Finanzamt' ist 1854 eingeführt worden. 1919 fielen die Finanzämter an die Reichsfinanzverwaltung, so auch Michelstadt, Beerfelden und Höchst. Besagte Ämter unterstanden dem Landesfinanzamt (Oberfinanzpräsidium) Darmstadt.
Einige Orte im Landkreis Erbach waren noch bis 1939 anderen, kreisfremden Finanzämtern zugeteilt, etwa das obere Gersprenztal, mit Reichelsheim als Mittelpunkt, welches teils dem Bezirk des Finanzamtes Reinheim, teils dem des Finanzamtes Fürth angehörte. Mit Angleichung der Finanzamtsbezirksgrenzen an die Kreisgrenzen wurde diesem Umstand Abhilfe geschaffen. Am 15. September 1943 fiel das Finanzamt Beerfelden, zu dessen Zuständigkeitsbereich auch die Exklave Bad Wimpfen gehörte, an das Finanzamt Michelstadt; eine Nebenstelle blieb jedoch bis 1957 erhalten. In gleicher Weise verfuhr man mit dem Finanzamt Höchst, welches 1947 mit der Behörde in Michelstadt vereinigt wurde.
1957 konnte das Finanzamt Michelstadt schließlich den neuen Zweckbau an der Erbacher Straße 22 beziehen. Während der kommunalen Gebietsreform ordnete man die bis dato zum Landkreis Dieburg gehörenden Gemeinden Brensbach, Fränkisch-Crumbach, Laudenau und Wersau dem Landkreis Erbach zu (mittlerweile umbenannt in 'Odenwaldkreis'). Auch sie sind seit 1973 steuerlich dem Finanzamt Michelstadt unterstellt.
Der Zuständigkeitsbereich des Finanzamtes Michelstadt umfasst aktuell (2010) den Odenwaldkreis, die Stadt Hirschhorn (Neckar) und die Stadt Neckarsteinach.
(Uhl, Quelle: Amtsübersicht des Finanzamtes Michelstadt)
(für ausführliche Chronik s. [[http://www.finanzamt-michelstadt.de/irj/FA_Michelstadt_Internet?cid=d2098ffbe4345bdf832175ff8f6f3daa|Internet...
Findmittel: Online-Datenbank (HADIS), aus Datenschutzgründen unterliegen zahlreiche Akten dem Veröffentlichungsschutz!
Referent: Rainer Maaß; Eva Haberkorn
16,5 m
Bestand
Korrespondierende Archivalien: G 36 Michelstadt
Literatur: [[http://www.finanzamt-michelstadt.de/|Internetauftritt des Finanzamtes Michelstadt]]
Literatur: [[http://www.finanzamt-michelstadt.de/|Internetauftritt des Finanzamtes Michelstadt]]
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
01.07.2025, 12:49 MESZ