Philipp [I. der Großmütige], Landgraf von Hessen, bekundet, dass sein Oheim, Johann [von Henneberg], Koadjutor von Fulda, mit dem Dekan und dem Ko...
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1475
Urk. 75 Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a]
Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a] >> Reichsabtei, Stift >> 1521-1530
1527 April 3
Ausfertigung, Pergament, mit Pergamentstreifen angehängtes Siegel
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: Geben tzu Marpurgk am Mitwochen nach dem Sonntag Letare anno Domini milesimo quingentesimo vicesimo septimo
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Philipp [I. der Großmütige], Landgraf von Hessen, bekundet, dass sein Oheim, Johann [von Henneberg], Koadjutor von Fulda, mit dem Dekan und dem Konvent von Fulda aufgrund eines Vertrages, den sein Oheim, Erich [I. der Ältere], Herzog von Braunschweig-Lüneburg, auf Befehl der kaiserlichen Majestät als ernannter Kommissar mit anderen kaiserlichen Kommissaren wegen eines Streits, der zwischen Philipp und Johann wegen bäuerlicher Unruhen (ufrur) im Kloster Fulda entstanden war, zur Zahlung von 18000 Gulden an drei Terminen, halb in Gold, halb in Münzen, verpflichtet worden ist. Darüber existiert eine Urkunde, deren Anfang (wir Johann von gots gnaden coadiutor und wir dechant unnd capitel des stiffts zu Fulda) und Datum (zu Fulda auf Dienstag nach sant Merteins tag deß heiligen bischoffs und nach Christi gepurt getzelet thausennt funfhunderth und im sechsundzwantzigsten iaren) zitiert wird. Zur Frankfurter Fastenmesse sind 6000 Gulden, halb in Gold, halb in Münzen, bezahlt worden. Philipp sind noch 12000 Gulden zu bezahlen. Ausstellungsort: Marburg. Ankündigung des Sekretsiegels Landgraf Philipps. (siehe Abbildungen: Vorderseite, Rückseite; Siegel: Avers)
Vermerke (Urkunde): Siegler: Landgraf Philipp
Vermerke (Urkunde): Weitere Überlieferung: StaM, Kopiare Fulda: K 440, S. 498-499
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Philipp [I. der Großmütige], Landgraf von Hessen, bekundet, dass sein Oheim, Johann [von Henneberg], Koadjutor von Fulda, mit dem Dekan und dem Konvent von Fulda aufgrund eines Vertrages, den sein Oheim, Erich [I. der Ältere], Herzog von Braunschweig-Lüneburg, auf Befehl der kaiserlichen Majestät als ernannter Kommissar mit anderen kaiserlichen Kommissaren wegen eines Streits, der zwischen Philipp und Johann wegen bäuerlicher Unruhen (ufrur) im Kloster Fulda entstanden war, zur Zahlung von 18000 Gulden an drei Terminen, halb in Gold, halb in Münzen, verpflichtet worden ist. Darüber existiert eine Urkunde, deren Anfang (wir Johann von gots gnaden coadiutor und wir dechant unnd capitel des stiffts zu Fulda) und Datum (zu Fulda auf Dienstag nach sant Merteins tag deß heiligen bischoffs und nach Christi gepurt getzelet thausennt funfhunderth und im sechsundzwantzigsten iaren) zitiert wird. Zur Frankfurter Fastenmesse sind 6000 Gulden, halb in Gold, halb in Münzen, bezahlt worden. Philipp sind noch 12000 Gulden zu bezahlen. Ausstellungsort: Marburg. Ankündigung des Sekretsiegels Landgraf Philipps. (siehe Abbildungen: Vorderseite, Rückseite; Siegel: Avers)
Vermerke (Urkunde): Siegler: Landgraf Philipp
Vermerke (Urkunde): Weitere Überlieferung: StaM, Kopiare Fulda: K 440, S. 498-499
Vgl. hierzu auch Nr. 1471 und 1472.
Die Frankfurter Fastenmesse scheint mindestens zwischen dem Sonntag Letare und dem Palmsonntag stattgefunden zu haben, vgl. Fabian, Messkataloge.
Die Frankfurter Fastenmesse scheint mindestens zwischen dem Sonntag Letare und dem Palmsonntag stattgefunden zu haben, vgl. Fabian, Messkataloge.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
10.06.2025, 09:13 MESZ
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