Mainz, 1624.01.30. (Richter Hettisch). Eheabrede zwischen Peter Heun, Bäcker, von Hofheim, und Klara, Ww. des B. und Bäckers Franz Kochenhausen: Er bringt in die Ehe 200 fl., sie ihr Rockenteil und ein Söhnlein Johann Reinhart aus voriger Ehe, dessen Schwertteil schon assigniert ist und das Einkindschaft zugesichert erhält. Für den Fall, daß die Ehe kinderlos bliebe, wird vereinbart: Stirbt er zuerst, so behält sie ihr Zubringen, das zum Leib Gehörige, die halbe Errungenschaft und die von ihm zugebrachten 200 fl. Stirbt sie zuerst, so behält er sein Zubringen, das zum Leib Gehörige, die Hälfte der Errungenschaft und 100 fl. aus seiner Nahrung. Z.: 1) Für ihn: Georg Gerhardt und Johann Reinhart; 2) für sie: Ihr Stiefvater und Vormund Peter Hoffman, sodann ihr Bruder Nikolaus Hagen.
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Mainz, 1624.01.30. (Richter Hettisch). Eheabrede zwischen Peter Heun, Bäcker, von Hofheim, und Klara, Ww. des B. und Bäckers Franz Kochenhausen: Er bringt in die Ehe 200 fl., sie ihr Rockenteil und ein Söhnlein Johann Reinhart aus voriger Ehe, dessen Schwertteil schon assigniert ist und das Einkindschaft zugesichert erhält. Für den Fall, daß die Ehe kinderlos bliebe, wird vereinbart: Stirbt er zuerst, so behält sie ihr Zubringen, das zum Leib Gehörige, die halbe Errungenschaft und die von ihm zugebrachten 200 fl. Stirbt sie zuerst, so behält er sein Zubringen, das zum Leib Gehörige, die Hälfte der Errungenschaft und 100 fl. aus seiner Nahrung. Z.: 1) Für ihn: Georg Gerhardt und Johann Reinhart; 2) für sie: Ihr Stiefvater und Vormund Peter Hoffman, sodann ihr Bruder Nikolaus Hagen.
U / 1624 Januar 30 (in 5 / 27)
Urkundenbestand
Urkundenbestand >> Urkunden, Kopialüberlieferung Bestand 5 (Stadtgericht)
30.01.1624
Stadtgericht Mainz
In 5 / 27, fol. 134 v.
Urkunden
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
23.05.2025, 09:30 MESZ