Neithard Kunath (Bestand)
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Na 037
Stadtarchiv Solingen (Archivtektonik) >> Bestände nichtstädtischer Provenienz >> Nachlässe und Sammlungen
1960 - 1990
Vorwort Neithard Kunath Religionslehrer, christliche Friedensbewegung in Solingen und Arbeitsgemeinschaft Film Solingen 1946 - 1947 Ausbildung zum kirchlichen Religionslehrer (Katechet) 1948 - 1952 Diaspora-Katechet am Mittelrhein 1953 - 1958 Berufsschulkatechet in Duisburg 1959 Übersiedlung nach Solingen und Ordination Dort Verwaltung einer Schulpfarrstelle, dann hauptamtlicher Religionslehrer an der kaufmännischen Berufs- und Berufsfachschule 'Friedrich-List-Schule' Neben seiner Tätigkeit als Religionslehrer engagierte sich Neithart Kunath in der christlichen Friedensbewegung und in der Solinger Jugendarbeit. Aus seinem Interesse an Filmen und ihre Anziehungskraft und Wirkung insbesondere auf Jugendliche entstand die Idee, den Film pädagogisch zu nutzen. In Zusammenarbeit mit Volkshochschule und dem Stadtjugendpfleger entstand im Herbst 1960 die Arbeitsgemeinschaft für Schmalfilme: Die Filme wurden für eine Woche entliehen und zunächst Mitgliedern Solinger Jugendorganisationen, dann auch nichtorganisierten Jugendlichen gezeigt. Als zentraler Vorführort bot sich das 'Lux' Kino an. Diese Schmalfilm-AG bestand bis sie ab dem 29. September 1965 durch ein neues Projekt, das 'Jugend Film Studio' abgelöst wurde. Letzteres fand im 14tägigem Wechsel mit Filmen der Volkshochschule statt. Die Schließung des Lux-Kinos am 31.12.1972 brachte eine Zäsur für das Filmprojekt. Bis zu jenem Zeitpunkt waren 152 Filme gezeigt worden (aus einem Interview mit Neithard Kunath in der Jugendzeitschrift WIR (Nr. 3. 1973, S. 13). Anschließend wurde die Reihe an unterschiedlichen Kino-Spielorten in Solingen bis 1990 fortgeführt. Im Nachlass befinden sich vor allem Unterlagen aus Kunaths Tätigkeiten in der Friedensbewegung und in der AG für Schmalfilme und ihrer Nachfolgerin 'Jugend Film Studio'. Er wurde im August 2011 verzeichnet. Solingen, 2011 Karin Sandmeier
Eingrenzung und Inhalt: Bestand enthält u.a.: Christliche Friedensbewegung in Solingen; Arbeitsgemeinschaft Film Solingen; Filmstudio der Stadt Solingen: Korrespondenz, Programm; WIR - Solinger Jugendzeitschrift
Eingrenzung und Inhalt: Bestand enthält u.a.: Christliche Friedensbewegung in Solingen; Arbeitsgemeinschaft Film Solingen; Filmstudio der Stadt Solingen: Korrespondenz, Programm; WIR - Solinger Jugendzeitschrift
Findbuch: 17 AE
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
05.11.2025, 13:59 MEZ