"Die Schwarzwald-Flößer"
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Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 3/006 D033229/102
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 3/006 Hörfunksendungen des SWR aus dem Jahre 2003
Hörfunksendungen des SWR aus dem Jahre 2003 >> Oktober 2003
7. Oktober 2003
Unsere Vorstellungen sind durch Wilhelm Hauffs Märchen vom "Kalten Herz" viel zu romantisch geprägt: Die Flößer im Schwarzwald waren zwar in der Tat stark und verwegen, aber ihre Welterfahrung endete an der Neckarmündung, und reich wurden sie nie. Geld wie Heu scheffelten die Holzhändler, deren Hunderte von Metern lange Großflöße mit Spezialmannschaften den Rhein hinab bis nach Holland fuhren. Die Flößer aus dem Schwarzwald dagegen tippelten von Mannheim aus wieder nach Hause. Sie verrichteten auf Nagold, Enz, Murg und Kinzig eine höchst gefährliche und ungesunde Arbeit. Haus, Familie und eine kleine Landwirtschaft lagen in der Hand der Frauen. Der Winter bedeutete Arbeitslosigkeit. Wenn diese Beschreibung an eine frühe Arbeiter-Gesellschaft erinnert, so ist das richtig: Die Flößerei in den deutschen Waldgebirgen war ein höchst komplexer, gesetzlich geregelter und von Monopolisten beherrschter vorindustrieller Wirtschaftszweig.
0:28:20; 0'28
Audio-Visuelle Medien
Herkunft: Wissen
Albrecht, Matthias
Barth, Willi
Weis, Otto
Altensteig CW
Calmbach : Bad Wildbad CW
Hörden : Gaggenau RA
Fluss
Handwerk: Flößer
Landschaft: Schwarzwald
Wald
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
21.11.2025, 15:27 MEZ
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