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Ritterkanton Donau (Bestand)
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Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart (Archivtektonik) >> Neuwürttembergische Herrschaften vor 1803/1806-1810 >> Grafenkollegien und Ritterkantone
Inhalt und Bewertung
Kanzleisitz des Ritterkantons war Ehingen (Donau). Das Archiv stand aufgrund der durch die Mediatisierung geschaffenen Rechtsverhältnisse teils Württemberg, teils Bayern zu. 1824 besichtigte Lotter die in Ehingen befindlichen Archivalien, ohne aber Aushebungen vorzunehmen. 1844 verzeichnete Valentin Schloßstein das bis zu diesem Zeitpunkt an Württemberg gekommene Schriftgut, wobei er - offenbar aus Zeitmangel und von ihm bedauert - die alte Einteilung beibehielt. Vermutlich hatte man die Achivalien direkt von Ehingen in das von Schloßstein geleitete Nebenarchiv in der Tübingertorkaserne überführt. 1869 übernahm sie das Staatsfilialarchiv Ludwigsburg. Hier kamen zu den von Schloßstein verwalteten Archivalien zahlreiche weitere Akten hinzu, die heute rund ein Drittel des Bestands ausmachen. Das noch gültige Repertorium Schloßsteins gliedert sich in:
I. Allgemeiner Teil (nur 15 Büschel), mit folgenden Rubriken: Kaiserliche Erlasse; Beamte und Diener (nur Übersichtstabelle); schwäbische Ritterschaft im ganzen (vor allem Auflösung 1806, Tabellen statistischen Inhalts über die ritterschaftlichen Orte); Stammbäume; Passiv- und Aktivkapitalien; Archive und Registraturen.
II. Familien und Gotteshäuser (in alphabetischer Folge), welche Rittergüter besitzen: von Adelmann, von Angröth, von Bernhausen, von Beroldingen, von Bissingen-Nippenburg-Grunzheim, Stift Buchau, von Degelin, von Eptingen, von Enzdorf, von Flachsland, von Freiberg, von Fugger, Giel von Gielsperg, von Gültlingen, Güß von Güssenberg, de Heures, von Hornstein, von Huldenberg, von Jungheim, von Kempf, von Landsberg, von Lasser, von Laubenberg, von Leyen, von Liebenstein, Kloster Mariaberg, Kloster Ochsenhausen, von Öttingen, Onz von der Ley, von Pför, von Raßler, von Rechberg, Reich von Liebenstein, Reichlin von Meldegg, von Reinach, von Reuttner, von Rodt, Kloster Rot, von Ruest, Schenk von Castell, Schenk von Schenkenstein, von Schienen, von Speth, von Spielberg-Öttingen, von Stadion, von Stauffenberg, von Stein, von Stotzingen, von Törring-Seefeld, von Ulm, Kloster Urspring, Kloster Uttenweiler, von Vohenstein, von Welden, von Wernau, von Westernach, von Wolkenstein, von Zech.
III. Dieser erst in jüngerer Zeit im Staatsarchiv Ludwigsburg angefügte Teil des Repertoriums erschließt die späteren Zugänge, geordnet nach folgenden Rittergütern: Bach, Bergenweiler, Bissingen, Dellmensingen, Dietenheim, Brandenburg, Herrlingen, Niederstotzingen, Ober- und Niederstotzingen, Oberstotzingen, Schnürpflingen, Schwendi, Stetten ob Lontal.
Zur Archivgeschichte vgl. O. Rieder, Das kgl., Kreisarchiv Neuburg an der Donau, in: Archivalische Zeitschrift 11 (1886) S. 218f.
Die Archivalien im Staatsarchiv Augsburg wurden 1997 im Rahmen des bayerisch-baden-württembergischen Beständeausgleichs an das Hauptstaatsarchiv Stuttgart übergeben (s. Bestand B 573 Au).
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.