Heidenheim G (Bestand)
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Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, A 354
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart (Archivtektonik) >> Altwürttembergisches Archiv >> Topographische Auslesebestände und Bezirksbehörden >> Oberämter, Kellereien und Geistliche Verwaltungen >> Heidenheim
(1306-) 1503-1797
1. Zur Geschichte der Geistlichen Verwaltung Heidenheim: Vor der Reformation gehörte das Gebiet der späteren Geistlichen Verwaltung Heidenheim zum Archidiakonat Ries ("Retia") des Bistums Augsburg. Reformatorische Bestrebungen wurden in der Herrschaft Heidenheim bereits während der Ulmer Herrschaft (1521-1536) gefördert. Württemberg führte die Reformation ab 1536 durch, wobei die württembergischen Neuerwerbungen jeweils nach Anfall reformiert wurden. In Heidenheim wurde eine Spezialsuperintendez (Spezialat) eingerichtetet, welche man ab 1632 dem jeweiligen dortigen Stadtpfarrer übertrug. Sie unterstand der General-Superintendez Denkendorf. Nach mehreren Ansätzen festigte sich im 17. und 18. Jahrhundert die Einteilung der evangelischen Landeskirche in Württemberg, wobei die Spezialate und die Geistlichen Verwaltungen im wesentlichen den weltlichen Ämtern angepaßt wurden. Die Geistlichen Verwaltungen waren ebenfalls zur Reformationszeit zur Verwaltung der Pfarreien und des Kirchenguts eingeführt worden. Sie wurden bei der württembergischen Verwaltungsreform am Anfang des 19. Jahrhunderts aufgehoben bzw. den weltlichen Oberämtern eingegliedert. Literatur: Christian Binder, Wirtembergs Kirchen- und Lehrämter, 2, Tübingen 1799. Das Land Baden-Württemberg, 4, Stuttgart 1980. Walther Pfeilsticker, Neues württembergisches Dienerbuch, 2, Stuttgart 1963. Gerhard Schäfer, Gliederung der evangelischen Landeskirche in Württemberg um 1840, in: Historischer Atlas von Baden-Württemberg, Erläuterungen VIII, 9, Stuttgart 1974. Übersicht über die Bestände des Hauptstaatsarchivs Stuttgart, Altwürttembergisches Archiv, 2. erweiterte Auflage, bearbeitet von Hans-Martin Maurer, Stephan Molitor und Peter Rückert, Stuttgart 1999.
2. Zur Geschichte und Verzeichnung des Bestandes: Bei den altwürttembergischen Ämter- und Kellereibeständen handelt es sich um "topographische Auslesebestände", die verschiedene Provenienzen umfassen. Die Entstehung dieser Bestände ist in der "Übersicht über die Bestände des Haupt- staatsarchivs Stuttgart, Altwürttembergisches Archiv", 2. erweiterte Auflage, bearbeitet von Hans-Martin Maurer, Stephan Molitor und Peter Rückert, Stuttgart 1999, S. 147, erläutert. Weitere Überlieferungen betreffend die Geistliche Verwaltung Heidenheim finden sich vor allem in folgenden Beständen: A 206 Oberrat: Ältere Ämterakten A 284/40 Kirchenrat: Ämterregistratur - Geistliche Verwaltung Heidenheim A 303 Geistliche Ämterrechnungen A 304 Reskripten- und Berichtsbücher der Bezirksämter A 354 L Heidenheim G A 468 Geistliche Zins- und Haischbücher A 602 Württembergische Regesten H 102/28 Geistliche Lagerbücher: Geistliche Verwaltung Heidenheim. Urkunden und Akten des Bestandes A 354 waren bisher großteils durch ein von Carl Friedrich Pfaff erstelltes, handschriftliches Findbuch aus dem Jahr 1822 erschlossen, das durch zahlreiche Nachträge ergänzt worden war. Bei der Neuverzeichnung wurden Urkunden und Akten getrennt aufgenommen. Die Urkunden in Abt. 1.1 aus den Jahren 1396 bis 1489 lagern im Bestand A 602 Württembergische Regesten unter Nr. 9053 bis 9069; die Urkunden ab 1555 sind im vorliegenden Bestand in Abt. 1.2 unter U 1 bis U 43 chronologisch verzeichnet. Die Urkunden Nr. 13 bis 43 wurden erstmals regestiert; sie waren bisher nur als "Obligationen" bezeichnet worden. Die Akten wurden nach einer Sachgliederung, die Barbara Hoen 1997 zur Ordnung der altwürttembergischen Amtsbestände entwickelt hat, klassifiziert (vgl. Az. 7511.0 vom 2.1.1997). Die seitherigen Büschelnummern konnten nicht beibehalten werden. Zu den alten und neuen Büschelnummern vgl. die Akten-Konkordanz am Ende dieses Repertoriums. Die Eingabe der Urkundenregesten fertigten mehrere Praktikanten im April 2003 sowie der Anwärter Thomas Joos im September 2003 unter Anwendung des Computerprogramms Midosa 95. Deren Überprüfung sowie die Neubearbeitung der Akten oblagen der Unterzeichneten. Das vorliegende Repertorium umfaßt nun insgesamt 92 Nummern. Der Bestand selbst besteht aus 43 Urkunden im Umfang von 0,4 lfd. m sowie 33 Aktenbüscheln im Umfang von 0,8 lfd. m, zusammen 1,2 lfd. m. Das Findbuch von C.F. Pfaff wurde in den Bestand A 605 Ältere Repertorien eingeordnet. Dort werden noch zwei weitere alte Repertoren von Heidenheim G verwahrt. Für die Verzeichnung wurde folgende Literatur herangezogen: Otto von Alberti, Württembergisches Adels- und Wappenbuch, Bd. 1-2, Stuttgart 1889-1916; Hermann Fischer, Schwäbisches Wörterbuch, Bd. 1-6, Tübingen 1904-1936; Jacob und Wilhelm Grimm, Deutsches Wörterbuch, Bd. 10/1, Leipzig 1905; Michael Klein, Die Handschriften der Sammlung J 1 im Hauptstaatsarchiv Stuttgart, Wiesbaden 1980; Walther Pfeilsticker, Neues württembergisches Dienerbuch, Bd. 1-3, Stuttgart 1957-1974; Peter-Johannes Schuler, Notare Südwestdeutschlands, Textband und Registerband, Stuttgart 1987; Christian Sigel, Das evangelische Württemberg, Generalmagisterbuch, 13 Bände, o. J.; Wirtembergisches Urkundenbuch, Bd. 1-11, Stuttgart 1849-1913; Württembergische Regesten von 1301 bis 1500, I Altwürttemberg, Teil 1-3, Stuttgart 1916-1940. Stuttgart, im März 2005 Christine Bührlen-Grabinger
Abkürzungsverzeichnis: Abschr. Abschrift Abt. Abteilung Ausf. Ausfertigung Az. Aktenzeichen Bd. Band Bem. Bemerkung Bestellnr. Bestellnummer Bestellsign. Bestellsignatur Bl. Blatt Bü Büschel bzw. beziehungsweise ca. circa d. A., d. Ä. der Alte, der Ältere d. h. das heißt d. J. der Junge, der Jüngere G Geistlich Jh. Jahrhundert L Ludwigsburg lfd. m laufende Meter lt. laut Nr. Nummer NWDB Neues württembergisches Dienerbuch (Pfeilsticker) o. D. ohne Datum o. J. ohne Jahr Ordnungsnr. Ordnungsnummer s. siehe S. Seite Schr. Schriftstück(e) StAL Staatsarchiv Ludwigsburg Tgb. Nr. Tagebuchnummer U Urkunde u. a. und anderes, unter anderem v. a. vor allem vgl. vergleiche W Weltlich WUB Wirtembergisches Urkundenbuch z. T. zum Teil
2. Zur Geschichte und Verzeichnung des Bestandes: Bei den altwürttembergischen Ämter- und Kellereibeständen handelt es sich um "topographische Auslesebestände", die verschiedene Provenienzen umfassen. Die Entstehung dieser Bestände ist in der "Übersicht über die Bestände des Haupt- staatsarchivs Stuttgart, Altwürttembergisches Archiv", 2. erweiterte Auflage, bearbeitet von Hans-Martin Maurer, Stephan Molitor und Peter Rückert, Stuttgart 1999, S. 147, erläutert. Weitere Überlieferungen betreffend die Geistliche Verwaltung Heidenheim finden sich vor allem in folgenden Beständen: A 206 Oberrat: Ältere Ämterakten A 284/40 Kirchenrat: Ämterregistratur - Geistliche Verwaltung Heidenheim A 303 Geistliche Ämterrechnungen A 304 Reskripten- und Berichtsbücher der Bezirksämter A 354 L Heidenheim G A 468 Geistliche Zins- und Haischbücher A 602 Württembergische Regesten H 102/28 Geistliche Lagerbücher: Geistliche Verwaltung Heidenheim. Urkunden und Akten des Bestandes A 354 waren bisher großteils durch ein von Carl Friedrich Pfaff erstelltes, handschriftliches Findbuch aus dem Jahr 1822 erschlossen, das durch zahlreiche Nachträge ergänzt worden war. Bei der Neuverzeichnung wurden Urkunden und Akten getrennt aufgenommen. Die Urkunden in Abt. 1.1 aus den Jahren 1396 bis 1489 lagern im Bestand A 602 Württembergische Regesten unter Nr. 9053 bis 9069; die Urkunden ab 1555 sind im vorliegenden Bestand in Abt. 1.2 unter U 1 bis U 43 chronologisch verzeichnet. Die Urkunden Nr. 13 bis 43 wurden erstmals regestiert; sie waren bisher nur als "Obligationen" bezeichnet worden. Die Akten wurden nach einer Sachgliederung, die Barbara Hoen 1997 zur Ordnung der altwürttembergischen Amtsbestände entwickelt hat, klassifiziert (vgl. Az. 7511.0 vom 2.1.1997). Die seitherigen Büschelnummern konnten nicht beibehalten werden. Zu den alten und neuen Büschelnummern vgl. die Akten-Konkordanz am Ende dieses Repertoriums. Die Eingabe der Urkundenregesten fertigten mehrere Praktikanten im April 2003 sowie der Anwärter Thomas Joos im September 2003 unter Anwendung des Computerprogramms Midosa 95. Deren Überprüfung sowie die Neubearbeitung der Akten oblagen der Unterzeichneten. Das vorliegende Repertorium umfaßt nun insgesamt 92 Nummern. Der Bestand selbst besteht aus 43 Urkunden im Umfang von 0,4 lfd. m sowie 33 Aktenbüscheln im Umfang von 0,8 lfd. m, zusammen 1,2 lfd. m. Das Findbuch von C.F. Pfaff wurde in den Bestand A 605 Ältere Repertorien eingeordnet. Dort werden noch zwei weitere alte Repertoren von Heidenheim G verwahrt. Für die Verzeichnung wurde folgende Literatur herangezogen: Otto von Alberti, Württembergisches Adels- und Wappenbuch, Bd. 1-2, Stuttgart 1889-1916; Hermann Fischer, Schwäbisches Wörterbuch, Bd. 1-6, Tübingen 1904-1936; Jacob und Wilhelm Grimm, Deutsches Wörterbuch, Bd. 10/1, Leipzig 1905; Michael Klein, Die Handschriften der Sammlung J 1 im Hauptstaatsarchiv Stuttgart, Wiesbaden 1980; Walther Pfeilsticker, Neues württembergisches Dienerbuch, Bd. 1-3, Stuttgart 1957-1974; Peter-Johannes Schuler, Notare Südwestdeutschlands, Textband und Registerband, Stuttgart 1987; Christian Sigel, Das evangelische Württemberg, Generalmagisterbuch, 13 Bände, o. J.; Wirtembergisches Urkundenbuch, Bd. 1-11, Stuttgart 1849-1913; Württembergische Regesten von 1301 bis 1500, I Altwürttemberg, Teil 1-3, Stuttgart 1916-1940. Stuttgart, im März 2005 Christine Bührlen-Grabinger
Abkürzungsverzeichnis: Abschr. Abschrift Abt. Abteilung Ausf. Ausfertigung Az. Aktenzeichen Bd. Band Bem. Bemerkung Bestellnr. Bestellnummer Bestellsign. Bestellsignatur Bl. Blatt Bü Büschel bzw. beziehungsweise ca. circa d. A., d. Ä. der Alte, der Ältere d. h. das heißt d. J. der Junge, der Jüngere G Geistlich Jh. Jahrhundert L Ludwigsburg lfd. m laufende Meter lt. laut Nr. Nummer NWDB Neues württembergisches Dienerbuch (Pfeilsticker) o. D. ohne Datum o. J. ohne Jahr Ordnungsnr. Ordnungsnummer s. siehe S. Seite Schr. Schriftstück(e) StAL Staatsarchiv Ludwigsburg Tgb. Nr. Tagebuchnummer U Urkunde u. a. und anderes, unter anderem v. a. vor allem vgl. vergleiche W Weltlich WUB Wirtembergisches Urkundenbuch z. T. zum Teil
43 Urkunden, 33 Büschel
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
13.11.2025, 14:39 MEZ