Der Ritter Heinrich von Ellerbach ("Elerbach") [Gde. Holzheim/Lkr. Dillingen] hat die Vogtei über das Prämonstratenserkloster Ursberg [Lkr. Günzburg], die er vom Römischen Reich zu Lehen trägt, an Bürgermeister und Rat der Stadt Ulm verkauft. Bei dem Verkauf hat er sich verpflichtet, die in seinen Händen befindlichen Lehenurkunden der Römischen Kaiser und Könige sowie ein Privileg Kaiser Karls [IV.], das das Recht zur Verpfändung oder Veräußerung der Vogtei zugesteht, und die Bewilligung der Kurfürsten dazu den Käufern zu übergeben. Nachdem nun aber in den fraglichen Urkunden nicht nur die Vogtei, sondern auch andere Reichslehen erwähnt werden, die sich noch in seinem Besitz befinden, und er sie daher nicht aus den Händen geben möchte, erklärt er sich bereit, der Stadt Ulm im Bedarfsfall beglaubigte Abschriften aller benötigten Urkunden zu übergeben.

Show full title
Haus der Stadtgeschichte - Stadtarchiv Ulm
Data provider's object view
Loading...