Borries, Achim von (Bestand)
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BArch N 1821
call number: N 1821
Bundesarchiv (Archivtektonik) >> Nachlässe und Sammlungen >> Nachlässe >> B
1952-2014
Geschichte des Bestandsbildners: Lebenslauf:
3.1.1928 geboren in Hamburg
1934-1938 Evangelische Volksschule in Bochum
1938 -1943 Arndt-Gymnasium in Berlin-Dahlem
1943-1944 Goethe-Gymnasium in Göttingen
Anfang 1945 Kriegsdienst
April-Juli 1945 Amerikanische und britische Kriegsgefangenschaft
1946-1948 Staatliches Friedrichs-Gymnasium in Kassel
Juni 1948 Abitur
Juli-Aug. 1948 Arbeiter in der Zeche Kaiserstuhl II Dortmund
Herbst 1948 Beginn des Studiums der Volkswirtschaft und der
Philosophie an der Universität Hamburg
Seit 1950 Engagement in der "Notgemeinschaft für den Frieden
Europas" gegen Konrad Adenauers
Wiederbewaffnungspolitik
Ab Herbst 1950 Fortsetzung des Studiums an der Universität Basel
Ab Herbst 1951 Studium der Philosophie, der Geschichte und der Deutschen Literatur an
der Universität Zürich
13. Juli 1957 Mündliche Doktorprüfung
1959-1965 Redakteur "Blätter für deutsche und internationale Politik"
1973-1979 Redakteur "vorgänge"
1979 Mitbegründer der Gustav-Heinemann Initiative e.V. - Ortsgruppe Hamburg
14.1.2013 gestorben in Bremen
Bestandsbeschreibung: Im Herbst 2014 hat Frau Maria von Borries dem Bundesarchiv einige persönliche Papiere ihres Anfang 2013 verstorbenen Ehemannes, des Humanisten und Publizisten Dr. Achim von Borries angeboten und übersandt. Nach der Prüfung auf Archivwürdigkeit wurde mit der Verfügungsberechtigten ein Übereignungsvertrag abgeschlossen und die Unterlagen vollständig übernommen. Während der archivarischen Bearbeitung wurden 5 Archivalieneinheiten gebildet. Aufgrund der rudimentären Überlieferung wurde keine weitere Untergliederung oder Klassifikation vorgenommen.
Inhaltliche Charakterisierung: Die vorliegenden Unterlagen dokumentieren exemplarisch Achim von Borries´ Wirken für Toleranz und gegen Ausbeutung jedweder Art. Seine Jugend war geprägt vom Wirken der NS-Zeit und den Gräueln des Zweiten Weltkrieges. Nicht zuletzt aufgrund dieser Erfahrungen befasste er sich in der Nachkriegszeit während seines Studiums intensiv mit der Geistes- und Sozialgeschichte des deutschen Judentums und promovierte dazu. Später widmete er sich als freier Publizist diversen humanistischen Themen. Mit seinen Publikationen zu Widerstandsbewegungen und Friedenspolitik gewann er großes Ansehen und galt als kritischer Beobachter seiner Zeit.
Zitierweise: BArch N 1821/...
3.1.1928 geboren in Hamburg
1934-1938 Evangelische Volksschule in Bochum
1938 -1943 Arndt-Gymnasium in Berlin-Dahlem
1943-1944 Goethe-Gymnasium in Göttingen
Anfang 1945 Kriegsdienst
April-Juli 1945 Amerikanische und britische Kriegsgefangenschaft
1946-1948 Staatliches Friedrichs-Gymnasium in Kassel
Juni 1948 Abitur
Juli-Aug. 1948 Arbeiter in der Zeche Kaiserstuhl II Dortmund
Herbst 1948 Beginn des Studiums der Volkswirtschaft und der
Philosophie an der Universität Hamburg
Seit 1950 Engagement in der "Notgemeinschaft für den Frieden
Europas" gegen Konrad Adenauers
Wiederbewaffnungspolitik
Ab Herbst 1950 Fortsetzung des Studiums an der Universität Basel
Ab Herbst 1951 Studium der Philosophie, der Geschichte und der Deutschen Literatur an
der Universität Zürich
13. Juli 1957 Mündliche Doktorprüfung
1959-1965 Redakteur "Blätter für deutsche und internationale Politik"
1973-1979 Redakteur "vorgänge"
1979 Mitbegründer der Gustav-Heinemann Initiative e.V. - Ortsgruppe Hamburg
14.1.2013 gestorben in Bremen
Bestandsbeschreibung: Im Herbst 2014 hat Frau Maria von Borries dem Bundesarchiv einige persönliche Papiere ihres Anfang 2013 verstorbenen Ehemannes, des Humanisten und Publizisten Dr. Achim von Borries angeboten und übersandt. Nach der Prüfung auf Archivwürdigkeit wurde mit der Verfügungsberechtigten ein Übereignungsvertrag abgeschlossen und die Unterlagen vollständig übernommen. Während der archivarischen Bearbeitung wurden 5 Archivalieneinheiten gebildet. Aufgrund der rudimentären Überlieferung wurde keine weitere Untergliederung oder Klassifikation vorgenommen.
Inhaltliche Charakterisierung: Die vorliegenden Unterlagen dokumentieren exemplarisch Achim von Borries´ Wirken für Toleranz und gegen Ausbeutung jedweder Art. Seine Jugend war geprägt vom Wirken der NS-Zeit und den Gräueln des Zweiten Weltkrieges. Nicht zuletzt aufgrund dieser Erfahrungen befasste er sich in der Nachkriegszeit während seines Studiums intensiv mit der Geistes- und Sozialgeschichte des deutschen Judentums und promovierte dazu. Später widmete er sich als freier Publizist diversen humanistischen Themen. Mit seinen Publikationen zu Widerstandsbewegungen und Friedenspolitik gewann er großes Ansehen und galt als kritischer Beobachter seiner Zeit.
Zitierweise: BArch N 1821/...
von Borries, Dr. Achim (Achim von Borries), 1944-2004
5 Aufbewahrungseinheiten
Archivbestand
deutsch
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
24.04.2026, 10:58 MESZ