Bezirksamt Wolfach (Vorprovenienzen) (Bestand)
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Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 389
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe (Archivtektonik) >> Ältere Bestände (vornehmlich aus der Zeit des Alten Reichs) >> Akten >> Vorprovenienzen südbadischer Behörden vor 1806 >> Bezirksämter
(1305) 1482 bis 1809/13 (1883)
Inhalt und Bewertung
Vorprovenienzen des Bezirksamts Wolfach: Oberamt Wolfach, Obervogteiamt Haslach, Oberamt Hornberg (Allmende, Grenzziehung, Steuern und Zehnten, Konflikte der Städte Wolfach, Hausach und Haslach mit dem Haus Fürstenberg, Kirchensachen, Flößerei auf der Kinzig)
1. Behördengeschichte: Das Haus Fürstenberg hatte zu seinem Besitz um Haslach die Herrschaften Wolfach 1291 und Hausach 1306 erworben und baute seine Besitzungen im Kinzigtal vor allem im 15. und 16. Jahrhundert weiter aus. Die Verwaltung dieser Gebiete wurde vom Oberamt Wolfach (mit Hausach) und dem Obervogteiamt Haslach durchgeführt, die der Regierung in Donau-eschingen unterstanden. Beide Behörden blieben nach dem Übergang der fürstenbergischen Lande an Baden 1806 als Bezirksämter Wolfach und Haslach zunächst bestehen. Die Stadt Hausach kam 1813 zum Bezirksamt Haslach, das als Ganzes 1857 dem Bezirksamt Wolfach einverleibt wurde. Ebenfalls an Baden war 1810 der größte Teil des württembergischen Oberamts Hornberg gelangt, das 1857 dem Bezirksamt Triberg, 1924 dann dem Bezirksamt Wolfach eingegliedert wurde. Diesem waren auch schon die Orte Schiltach 1849, Kirnbach 1857 und Gutach 1864 zugeordnet worden.
2. Bestandsgeschichte: Die Akten des Bezirksamtes Wolfach gelangten in dreizehn Lieferungen in den Jahren 1887-1944 in das Generallandesarchiv Karlsruhe (Bestand 389) und waren bisher nur durch die entsprechenden Ablieferungsverzeichnisse erschlossen. Die Masse des Materials wurde im Rahmen des Beständeaustausches 1991 an das Staatsarchiv Freiburg abgegeben, wobei als Trennungskriterium das Stichjahr 1806, hier allerdings erst 1809/13 fungierte. Der nunmehr neu verzeichnete Bestand "Bezirksamt Wolfach - Vorprovenienzen" im Generallandesarchiv (Bestand 389) umfaßt 213 Nummern mit 3 lfd.m. Umfang, die Laufzeit der Akten erstreckt sich von (1305) 1482 bis 1809/13 (1883). Einzelne Akten, mit einer Laufzeit über 1809/13 hinaus, verblieben im Bestand, falls der Zuwachs nach 1809/13 nur unerheblich war. Ein Nachtrag des Staatsarchivs Freiburg (Zugang 1996-64, bäuerliche Nachlassinventare aus dem Oberamt Wolfach, ehemals im fürstenbergischen Archiv in Donaueschingen) wurde 2011 durch Alfrfed Becher eingearbeitet.
3. Bearbeiterbericht: Der vorliegende Bestand wurde nach den aufgefundenen Vorprovenienzen geordnet: 1. Oberamt Wolfach 2. Obervogteiamt Haslach 3. Oberamt Hornberg Neben den üblichen Streitigkeiten um die Allmende, Grenzziehung, Steuern und Zehnten nehmen in diesem Bestand die Konflikte der Städte Wolfach, Hausach und Haslach mit dem Haus Fürstenberg sowie die Kirchensachen und die Flößerei auf der Kinzig eine besondere Rolle ein. Karlsruhe, im April 2004 Dr. Rainer Brüning im Januar 2011 Konrad Krimm
Literatur: Der Kreis Wolfach (Heimat und Arbeit), Aalen 1966 Die Stadt- und Landgemeinden des Kreises Wolfach. Ein historisch-topographisches Ortslexikon, hrsg. vom Historischen Verein für Mittelbaden, Bühl 1970. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden, hrsg. von der Landesarchivdirektion Baden-Württemberg, Bd. 6: Regierungsbezirk Freiburg, Stuttgart 1982.
Vorprovenienzen des Bezirksamts Wolfach: Oberamt Wolfach, Obervogteiamt Haslach, Oberamt Hornberg (Allmende, Grenzziehung, Steuern und Zehnten, Konflikte der Städte Wolfach, Hausach und Haslach mit dem Haus Fürstenberg, Kirchensachen, Flößerei auf der Kinzig)
1. Behördengeschichte: Das Haus Fürstenberg hatte zu seinem Besitz um Haslach die Herrschaften Wolfach 1291 und Hausach 1306 erworben und baute seine Besitzungen im Kinzigtal vor allem im 15. und 16. Jahrhundert weiter aus. Die Verwaltung dieser Gebiete wurde vom Oberamt Wolfach (mit Hausach) und dem Obervogteiamt Haslach durchgeführt, die der Regierung in Donau-eschingen unterstanden. Beide Behörden blieben nach dem Übergang der fürstenbergischen Lande an Baden 1806 als Bezirksämter Wolfach und Haslach zunächst bestehen. Die Stadt Hausach kam 1813 zum Bezirksamt Haslach, das als Ganzes 1857 dem Bezirksamt Wolfach einverleibt wurde. Ebenfalls an Baden war 1810 der größte Teil des württembergischen Oberamts Hornberg gelangt, das 1857 dem Bezirksamt Triberg, 1924 dann dem Bezirksamt Wolfach eingegliedert wurde. Diesem waren auch schon die Orte Schiltach 1849, Kirnbach 1857 und Gutach 1864 zugeordnet worden.
2. Bestandsgeschichte: Die Akten des Bezirksamtes Wolfach gelangten in dreizehn Lieferungen in den Jahren 1887-1944 in das Generallandesarchiv Karlsruhe (Bestand 389) und waren bisher nur durch die entsprechenden Ablieferungsverzeichnisse erschlossen. Die Masse des Materials wurde im Rahmen des Beständeaustausches 1991 an das Staatsarchiv Freiburg abgegeben, wobei als Trennungskriterium das Stichjahr 1806, hier allerdings erst 1809/13 fungierte. Der nunmehr neu verzeichnete Bestand "Bezirksamt Wolfach - Vorprovenienzen" im Generallandesarchiv (Bestand 389) umfaßt 213 Nummern mit 3 lfd.m. Umfang, die Laufzeit der Akten erstreckt sich von (1305) 1482 bis 1809/13 (1883). Einzelne Akten, mit einer Laufzeit über 1809/13 hinaus, verblieben im Bestand, falls der Zuwachs nach 1809/13 nur unerheblich war. Ein Nachtrag des Staatsarchivs Freiburg (Zugang 1996-64, bäuerliche Nachlassinventare aus dem Oberamt Wolfach, ehemals im fürstenbergischen Archiv in Donaueschingen) wurde 2011 durch Alfrfed Becher eingearbeitet.
3. Bearbeiterbericht: Der vorliegende Bestand wurde nach den aufgefundenen Vorprovenienzen geordnet: 1. Oberamt Wolfach 2. Obervogteiamt Haslach 3. Oberamt Hornberg Neben den üblichen Streitigkeiten um die Allmende, Grenzziehung, Steuern und Zehnten nehmen in diesem Bestand die Konflikte der Städte Wolfach, Hausach und Haslach mit dem Haus Fürstenberg sowie die Kirchensachen und die Flößerei auf der Kinzig eine besondere Rolle ein. Karlsruhe, im April 2004 Dr. Rainer Brüning im Januar 2011 Konrad Krimm
Literatur: Der Kreis Wolfach (Heimat und Arbeit), Aalen 1966 Die Stadt- und Landgemeinden des Kreises Wolfach. Ein historisch-topographisches Ortslexikon, hrsg. vom Historischen Verein für Mittelbaden, Bühl 1970. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden, hrsg. von der Landesarchivdirektion Baden-Württemberg, Bd. 6: Regierungsbezirk Freiburg, Stuttgart 1982.
223 Akten
Bestand
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
03.04.2025, 11:03 AM CEST
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- Ältere Bestände (vornehmlich aus der Zeit des Alten Reichs) (Archival tectonics)
- Akten (Archival tectonics)
- Vorprovenienzen südbadischer Behörden vor 1806 (Archival tectonics)
- Bezirksämter (Archival tectonics)
- Bezirksamt Wolfach (Vorprovenienzen) (Archival holding)