Kurfürst Friedrich I. von der Pfalz, auch für seinen Sohn Philipp und beider Erben, verpflichtet sich gegenüber Meister Konrad Degen, Kustos des Heiliggeiststifts zu Heidelberg, und Johann Regensburg (Regenspurg), den Testamentsvollstreckern des Doktors in der Medizin Hans Schwend (+), über die Ausrichtung von dessen Legat von 10 Gulden Gülte von einem Hauptgeld von 200 Gulden. Mit dieser Gülte wurden anteilig bedacht u. a. die Armenburse, zahlreiche geistliche Einrichtungen, die Elendenherberge und die Aussätzigen in der Aue oberhalb von Heidelberg. Da die Stadt Heidelberg auf Ersuchen des Pfalzgrafen ihm das Hauptgeld überantwortet hat, verspricht dieser, die 10 Gulden Gülte zukünftig von seinem Landschreiber Erasmus Münch zu genannten Terminen ausrichten zu lassen.
Vollständigen Titel anzeigen
Kurfürst Friedrich I. von der Pfalz, auch für seinen Sohn Philipp und beider Erben, verpflichtet sich gegenüber Meister Konrad Degen, Kustos des Heiliggeiststifts zu Heidelberg, und Johann Regensburg (Regenspurg), den Testamentsvollstreckern des Doktors in der Medizin Hans Schwend (+), über die Ausrichtung von dessen Legat von 10 Gulden Gülte von einem Hauptgeld von 200 Gulden. Mit dieser Gülte wurden anteilig bedacht u. a. die Armenburse, zahlreiche geistliche Einrichtungen, die Elendenherberge und die Aussätzigen in der Aue oberhalb von Heidelberg. Da die Stadt Heidelberg auf Ersuchen des Pfalzgrafen ihm das Hauptgeld überantwortet hat, verspricht dieser, die 10 Gulden Gülte zukünftig von seinem Landschreiber Erasmus Münch zu genannten Terminen ausrichten zu lassen.
Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 67 Nr. 812, 104
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 67 Kopialbücher
Kopialbücher >> Weltliche Territorien und Herrschaften >> Kurpfalz >> Einzelne Pfalzgrafen und Kurfürsten >> Friedrich I. >> Perpetuum (Kurfürst Friedrichs I. von der Pfalz) >> Urkunden
1466 Juni 2 (uff montag nach dem sontag trinitatis)
fol. 92v-93v
Urkunden
Ausstellungsort: Heidelberg
Siegler: Kurfürst Friedrich I. von der Pfalz
Siegler: Kurfürst Friedrich I. von der Pfalz
Kopfregest: "Inseczunge der processe vor dem heiligen sacramente zugeen zu den krancken menschen".
Degen, Konrad, von Memmingen; Domkustos zu Heilligeist zu Heidelberg, kurpfälzischer Rat, -1480
Münch (Monch, Monichen, Meinchen), Erasmus (Asmus), von Heilbronn; Landschreiber zu Heidelberg, erw. 1465, 1502
Regensburg (Regenspurg), Johann, von Heidelberg; Lizenziat zu Heidelberg, erw. 1466
Schwendi (Swend), Johann von; Rektor der Universität Heidelberg, Dekan der med. Fakultät, -1464
Heidelberg HD
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
04.04.2025, 08:14 MESZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe (Archivtektonik)
- Ältere Bestände (vornehmlich aus der Zeit des Alten Reichs) (Tektonik)
- Amtsbücher (Tektonik)
- Kopialbücher (Tektonik)
- Kopialbücher (Bestand)
- Weltliche Territorien und Herrschaften (Gliederung)
- Kurpfalz (Gliederung)
- Einzelne Pfalzgrafen und Kurfürsten (Gliederung)
- Friedrich I. (Gliederung)
- Perpetuum (Kurfürst Friedrichs I. von der Pfalz) (Archivale)
- Urkunden (Teil)
Public Domain Mark 1.0 Universell