Nachlass Lindemann, Ilsetraut (Bestand)
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NLA OS, Erw A 38
Nds. Landesarchiv, Abt. Osnabrück (Archivtektonik) >> Gliederung >> 3 Sammelbestände >> 3.1 Familien und Personen
1917-1996
Geschichte des Bestandsbildners: Ilsetraut Lindemann ist am 29.04.1923 in Charlottenburg als Ilsetraut Hädgen, Tochter des Chemikers Franz Hädgen (1892-1961) und seiner Frau Gertrud Müller (1899-1993) geboren. Die Familie zog nach Falkensee (Brandenburg) am Anfang der 1930er Jahre. Als Kind erhielt Ilsetraut Lindemann Tanzunterricht u.a. an der Deutschen Oper in Berlin (damals Deutsches Opernhaus, bzw. städtische Oper) und trat des Öfteren als Tänzerin auf kleineren Bühnen auf. Kurz vor dem Krieg fing Ilsetraut wohl eine Ausbildung in einer Drogisten-Fachschule an, wurde aber schon ab 1940 für das DRK tätig, u.a. in Falkensee und in Groß-Schulzendorf. 1941 heiratete sie Günther Lindemann, den sie schon seit der Kindheit kannte. 1946 zog Ilsetraut mit ihrem Mann nach Osnabrück und lebte auch da bis zu ihrem Tod am 10.06.1996. Dort unterhielt Günther Lindemann eine Drogerie. Ilsetraut Lindemann beschäftigte sich ab 1972 mit der Geschichte der Stadt Osnabrück und wurde für ihre Verdienste in diesem Bereich mit der ersten Bürgermedaille der Stadt Osnabrück 1987 ausgezeichnet.
Bestandsgeschichte: Der Nachlaß wurde 1996 auf Wunsch von Herrn Lindemann von Frau Lindemann-Croé dem Staatsarchiv übergeben.
Im Juli 2019 erhielt das Archiv von Frau Lindemann-Croé ein Konvolut mit Briefen Günther Lindemanns an Ilstraut Lindemann aus den Jahren 1937-1945 sowie einen Ordner mit Fotos Ilsetraut Lindemanns (Akz. 2019/81).
Bestandsgeschichte: Der Nachlaß wurde 1996 auf Wunsch von Herrn Lindemann von Frau Lindemann-Croé dem Staatsarchiv übergeben.
Im Juli 2019 erhielt das Archiv von Frau Lindemann-Croé ein Konvolut mit Briefen Günther Lindemanns an Ilstraut Lindemann aus den Jahren 1937-1945 sowie einen Ordner mit Fotos Ilsetraut Lindemanns (Akz. 2019/81).
1,6 lfd. M. (183 Einheiten)
Bestand
Literatur: Aufsätze und Werke von I. Lindemann: Von Abeken bis Windthorst : Stadtgeschichte in Straßennamen, Selbstverl. der Verf., c 1972. - August von Kreling : 1818 - 1876 - sein Leben und seine Werke, erschienen zur Ausstellung im Akzisehaus, 16. Juni bis 1. August 1976, Osnabrück : Kulturgeschichtl. Museum, 1976. - Begegnungen mit Osnabrück : ein Zitatenschatz, Bramsche : Rasch, 1980. - In Erz gegossen, in Stein gehauen : Osnabrücker Denkmäler, Bramsche : Rasch, 1982. - Die "Kreuzabnahme"- Plastik von Iburg : Bildhauer Wilhelm Achtermann war Vorbild für Heinrich Pohlmann, 1984. - Von Assmann bis Wöbeking : Stadtgeschichte in Strassennamen, Bramsche : Rasch, 1985. - Justus Wilhelm Lyra : ein Leben zwischen Biedermeier u. Kaiserreich, Osnabrück : Wenner, 1987. - Ein Vermögensverzeichnis des Baumeisters Georg Heinrich Hollenberg von 1814 In: Osnabrücker Mitteilungen, Bd. 95 (1990), S.169-177. - Der Maler Philipp Schilgen 1792-1857 : Fragmente zu seinem Lebensbild In: Osnabrücker Mitteilungen, Bd. 96 (1991), S.129-146. - 100 Jahre Schützenverein Lustgarten von 1895 e.V., Osnabrück, 1995. - Aus den Reisetagebüchern des Osnabrücker Malers Philipp Schilgen für die Jahre 1823 - 1829 In: Osnabrücker Mitteilungen, Bd. 100 (1995), S.183-195. - Aus dem Leben des Osnabrücker Malers Otto Knille (1832 - 1898) In: Osnabrücker Mitteilungen, Bd. 103 (1998), S.181-203.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
16.06.2025, 10:42 MESZ