Württembergisches Konsulat in Hamburg (Bestand)
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Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, E 70 j
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart (Archivtektonik) >> Kabinett, Geheimer Rat, Ministerien 1806-1945 >> Ministerium der auswärtigen Angelegenheiten >> Gesandtschaften und Konsulate
1827-1938
Überlieferungsgeschichte
Das Konsulat wurde 1827 errichtet und 1938 aufgehoben. 1938 über das Staatsministerium eingekommen.
Inhalt und Bewertung
Gegenüberlieferung in Bestand E 50/60.
Vorbemerkung: Nachdem 1823 ein von nachmaligen Konsul G.G.F. Schmidt vorgebrachtes Gesuch um Errichtung eines Konsulats in Hamburg an allgemein begründeten Widerstand des Senats der Stadt gescheitert war, wurde erst 1827 "zur Wahrung der Handelsinteressen Unseres Staates sowohl als Unserer Untertanen", so u.a. auch für Fragen der Auswanderung, ein württembergischer Konsul in Hamburg ernannt. Die Amtsinhaber waren: Georg Gottlieb Friedrich Schmidt, Inhaber der Firma G.G.F. Schmidt in Hamburg, Richter am Handelsgericht in Hamburg, 8.12.1835-24.2.1854 Hermann Friedrich Schmidt, ab 1873 von Schmidt-Secherau, Sohn von Georg Gottlieb, Inhaber der Firma G.G.F. Schmidt in Hamburg, 9.7.1854-11.2.1898 Wilhelm Carl Deurer, Leiter der Hamburger Filiale des Exportmusterlagers Stuttgart, Inhaber der Exportagenturfirma Deurer & Kaufmann in Hamburg, 25.7.1929-7.10.1928 Heinrich Dorn, Inhaber des Export- und Importgeschäfts Dorn & Co. im Hamburg, 25.7.1929-14.2.1938 Unter Hinweis auf die veränderte staatsrechtliche Lage wurde das Konsulat - neben den in Bremen wohl das einzige, das noch von einem deutschen Land unterhalten wurde, 1938 aufgehoben. Der letzte Konsul übernahn 1921 von seinen Vorgänger ein "Visabuch" sowie einige Einzelschriftstücke. Zusammen mit den danach erwachsenen Schriftgut kamen sie in März 1938 über das Staatsministerium in damaligen Staatsarchiv ein, wo sie den Bestand Gesandtschaftsakten unter der Signatur E 73 Verz. 62 Bü 18b eingefügt wurden. Dieses Büschel wurde in März 1977 aus seinen Verband gelöst und in Rahmen der Ausbildung von Archivinspektoranwärter Rolf Jente unter Anleitung von Oberstaatsarchivrat Dr. Cordes verzeichnet, der nach den Muster anderer Gesandtschafts- und Konsulatsbestände die abschließende Ordnung vornahm. Die hier erhaltenen Unterlagen aus der Zeit von 1827-1938, hauptsdchlich jedoch aus den 20er und 30er Jahren dieses Jahrhunderts, sind vor allen nach den kriegsbedingten Verlust der Überlieferung des Wirtschaftsministeriums von gewisser Bedeutung für wirtschaftsgeschichtliche Fragen. Über die Entwicklung des Konsulats sind auch die Bestände des Ministeriums der Auswärtigen Angelegenheiten und ab 1920 die des Staatsministeriums einzusehen. Der Bestand umfasst 46 Büschel in 0,1 lfd. m. Stuttgart 1977 gez. G. Cordes
Das Konsulat wurde 1827 errichtet und 1938 aufgehoben. 1938 über das Staatsministerium eingekommen.
Inhalt und Bewertung
Gegenüberlieferung in Bestand E 50/60.
Vorbemerkung: Nachdem 1823 ein von nachmaligen Konsul G.G.F. Schmidt vorgebrachtes Gesuch um Errichtung eines Konsulats in Hamburg an allgemein begründeten Widerstand des Senats der Stadt gescheitert war, wurde erst 1827 "zur Wahrung der Handelsinteressen Unseres Staates sowohl als Unserer Untertanen", so u.a. auch für Fragen der Auswanderung, ein württembergischer Konsul in Hamburg ernannt. Die Amtsinhaber waren: Georg Gottlieb Friedrich Schmidt, Inhaber der Firma G.G.F. Schmidt in Hamburg, Richter am Handelsgericht in Hamburg, 8.12.1835-24.2.1854 Hermann Friedrich Schmidt, ab 1873 von Schmidt-Secherau, Sohn von Georg Gottlieb, Inhaber der Firma G.G.F. Schmidt in Hamburg, 9.7.1854-11.2.1898 Wilhelm Carl Deurer, Leiter der Hamburger Filiale des Exportmusterlagers Stuttgart, Inhaber der Exportagenturfirma Deurer & Kaufmann in Hamburg, 25.7.1929-7.10.1928 Heinrich Dorn, Inhaber des Export- und Importgeschäfts Dorn & Co. im Hamburg, 25.7.1929-14.2.1938 Unter Hinweis auf die veränderte staatsrechtliche Lage wurde das Konsulat - neben den in Bremen wohl das einzige, das noch von einem deutschen Land unterhalten wurde, 1938 aufgehoben. Der letzte Konsul übernahn 1921 von seinen Vorgänger ein "Visabuch" sowie einige Einzelschriftstücke. Zusammen mit den danach erwachsenen Schriftgut kamen sie in März 1938 über das Staatsministerium in damaligen Staatsarchiv ein, wo sie den Bestand Gesandtschaftsakten unter der Signatur E 73 Verz. 62 Bü 18b eingefügt wurden. Dieses Büschel wurde in März 1977 aus seinen Verband gelöst und in Rahmen der Ausbildung von Archivinspektoranwärter Rolf Jente unter Anleitung von Oberstaatsarchivrat Dr. Cordes verzeichnet, der nach den Muster anderer Gesandtschafts- und Konsulatsbestände die abschließende Ordnung vornahm. Die hier erhaltenen Unterlagen aus der Zeit von 1827-1938, hauptsdchlich jedoch aus den 20er und 30er Jahren dieses Jahrhunderts, sind vor allen nach den kriegsbedingten Verlust der Überlieferung des Wirtschaftsministeriums von gewisser Bedeutung für wirtschaftsgeschichtliche Fragen. Über die Entwicklung des Konsulats sind auch die Bestände des Ministeriums der Auswärtigen Angelegenheiten und ab 1920 die des Staatsministeriums einzusehen. Der Bestand umfasst 46 Büschel in 0,1 lfd. m. Stuttgart 1977 gez. G. Cordes
46 Büschel
Bestand
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
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Additional information on reason for persecution
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