Briefwechsel des Friedrich Camille von Montperny mit seiner Frau Wilhelmine Louise, geborener von Seldeneck (3)
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E 29/VIII Nr. 74
E 29/VIII Familienarchiv von Tucher/Jüngere Linie/Leitheimer Zweig
Familienarchiv von Tucher/Jüngere Linie/Leitheimer Zweig
08.07.1789 - 23.08.1789
Enthält:
1789 Juli 8 bis August 23: Briefwechsel zwischen Friedrich Camille von Montperny und seiner Frau Wilhelmine Louise, geb. von Seldeneck, anlässlich eines Kuraufenthalts des Badener Hofes in Pyrmont.
In Auswahl:
1789 Juli 8: Brief des Friedrich Camille von Montperny aus Heidelberg an seine Frau (in Mühlburg).
Man kam um 9 Uhr hier an.
1789 Juli 8 bis 12: Brief der Wilhelmine Louise von Montperny aus Mühlburg an ihren Mann.
Erwähnt die Mädchen (Mimi und Amelie) und den kleinen Buben (Wilhelm - die Namen der Kinder im Brief Juli 17 erwähnt). Dank für 2 Briefe.
Dabei: Zettel mit Abrechnung.
- Die nächsten Brief zeigen die Reiseroute: Juli 9: Mittags um 1 Uhr in Darmstadt, 4 Uhr Abreise, halb Acht Ankunft in Frankfurt. Juli 10: Ankunft in der letzten Nacht in Marburg. Juli 10: Abends Ankunft in Kassel. Juli 12: Einbeck.
1789 Juli 17: Brief des Friedrich Camille von Montperny aus Pyrmont an seine Frau.
Ankunft war vorgestern nachmittags. Die Erbprinzessin und der Erbprinz wohnen im Schloss, Schreiber im res (= rez) de chaussée. Pyrmont ist ganz voll von fürstlichen Personen. Gestern war eine immense Präsentation auf der Allee, wo Schreiber den Herrschaften den ganzen Tross Menschen namentlich präsentieren musste. Schreiber wird mit der Kur nächste Woche beginnen. Der Erbprinz wird ein Dejeuné für alle Kurgäste geben. Eine böhmische Gesellschaft aus Mainz spielt hier täglich Komödie.
1789 Juli 21 bis 22: Brief der Wilhelmine Louise von Montperny aus Mühlburg an ihren Mann.
Erwähnt (französisch) beunruhigende Nachrichten aus Paris.
1789 August 3: Brief des Friedrich Camille von Montperny aus Pyrmont an seine Frau in Mühlburg.
In Paris geht es drunter und drüber, aber die Unordnung wird doch von Ordnung begleitet, während die Ereignisse in Straßburg das Werk von Rasenden gewesen sind.
1789 August 10: Brief des Friedrich Camille von Montperny aus Pyrmont an seine Frau in Mühlburg.
Vorgestern kam der regierende Fürst von Anhalt-Dessau hier an, und gestern der Markgraf von Baden (Karl Friedrich). Man will heute über 8 Tage nach Karlsruhe reisen. Schreiber hat gerade den Erbprinzen, Obrist von Gensau und Dr. Mahler im Zimmer, weswegen er sich schlecht aufs Schreiben konzentrieren kann. Frau (Louise Karoline) von Hochberg leidet an Kopfweh.
1789 August 14: Brief des Friedrich Camille von Montperny aus Pyrmont an seine Frau.
Der Markgraf wird am 17. d.M. abreisen, Schreiber selbst am 18., sodass der Markgraf am 24. (in Karlsruhe) ankommen wird, Schreiber erst 4 Tage später. Adressatin kann also bis 22. auf 23. nach Frankfurt schreiben.
1789 August 16: Brief des Friedrich Camille von Montperny aus Pyrmont an seine Frau in Mühlburg.
Der Markgraf und der Erbprinz reisen morgen ab, und zwar direkt über Höxter und nicht, wie zuerst geplant, über Hannover.
1789 August 22: Brief des Friedrich Camille von Montperny aus Kassel an seine Frau in Karlsruhe.
Die Reise verlief bis hierher, wie geplant. Schreiber hat in seiner Gesellschaft die Frau Erbprinzessin und Frau von Hochberg. Morgen reist man bis Gießen, dann nach Frankfurt, Homburg und Darmstadt, und wird am Donnerstag in Karlsruhe ankommen.
1789 August 22: Brief der Wilhelmine Louise von Montperny aus Mühlburg an ihren Mann in Frankfurt.
Bittet, für die Mädchen in Frankfurt Puppen zu besorgen. Sie sind aus Lumpen, der Kopf aus Holz.
1789 August 23: Brief des Friedrich Camille von Montperny aus Gießen an seine Frau in Karlsruhe.
Wenn alles so weiter geht, wird man am Donnerstag (= 27. August) in Karlsruhe sein. Abreise von hier ist morgen, man wird wegen Frau von Hochberg in Wilhelmsbad zu Mittag essen.
1789 Juli 8 bis August 23: Briefwechsel zwischen Friedrich Camille von Montperny und seiner Frau Wilhelmine Louise, geb. von Seldeneck, anlässlich eines Kuraufenthalts des Badener Hofes in Pyrmont.
In Auswahl:
1789 Juli 8: Brief des Friedrich Camille von Montperny aus Heidelberg an seine Frau (in Mühlburg).
Man kam um 9 Uhr hier an.
1789 Juli 8 bis 12: Brief der Wilhelmine Louise von Montperny aus Mühlburg an ihren Mann.
Erwähnt die Mädchen (Mimi und Amelie) und den kleinen Buben (Wilhelm - die Namen der Kinder im Brief Juli 17 erwähnt). Dank für 2 Briefe.
Dabei: Zettel mit Abrechnung.
- Die nächsten Brief zeigen die Reiseroute: Juli 9: Mittags um 1 Uhr in Darmstadt, 4 Uhr Abreise, halb Acht Ankunft in Frankfurt. Juli 10: Ankunft in der letzten Nacht in Marburg. Juli 10: Abends Ankunft in Kassel. Juli 12: Einbeck.
1789 Juli 17: Brief des Friedrich Camille von Montperny aus Pyrmont an seine Frau.
Ankunft war vorgestern nachmittags. Die Erbprinzessin und der Erbprinz wohnen im Schloss, Schreiber im res (= rez) de chaussée. Pyrmont ist ganz voll von fürstlichen Personen. Gestern war eine immense Präsentation auf der Allee, wo Schreiber den Herrschaften den ganzen Tross Menschen namentlich präsentieren musste. Schreiber wird mit der Kur nächste Woche beginnen. Der Erbprinz wird ein Dejeuné für alle Kurgäste geben. Eine böhmische Gesellschaft aus Mainz spielt hier täglich Komödie.
1789 Juli 21 bis 22: Brief der Wilhelmine Louise von Montperny aus Mühlburg an ihren Mann.
Erwähnt (französisch) beunruhigende Nachrichten aus Paris.
1789 August 3: Brief des Friedrich Camille von Montperny aus Pyrmont an seine Frau in Mühlburg.
In Paris geht es drunter und drüber, aber die Unordnung wird doch von Ordnung begleitet, während die Ereignisse in Straßburg das Werk von Rasenden gewesen sind.
1789 August 10: Brief des Friedrich Camille von Montperny aus Pyrmont an seine Frau in Mühlburg.
Vorgestern kam der regierende Fürst von Anhalt-Dessau hier an, und gestern der Markgraf von Baden (Karl Friedrich). Man will heute über 8 Tage nach Karlsruhe reisen. Schreiber hat gerade den Erbprinzen, Obrist von Gensau und Dr. Mahler im Zimmer, weswegen er sich schlecht aufs Schreiben konzentrieren kann. Frau (Louise Karoline) von Hochberg leidet an Kopfweh.
1789 August 14: Brief des Friedrich Camille von Montperny aus Pyrmont an seine Frau.
Der Markgraf wird am 17. d.M. abreisen, Schreiber selbst am 18., sodass der Markgraf am 24. (in Karlsruhe) ankommen wird, Schreiber erst 4 Tage später. Adressatin kann also bis 22. auf 23. nach Frankfurt schreiben.
1789 August 16: Brief des Friedrich Camille von Montperny aus Pyrmont an seine Frau in Mühlburg.
Der Markgraf und der Erbprinz reisen morgen ab, und zwar direkt über Höxter und nicht, wie zuerst geplant, über Hannover.
1789 August 22: Brief des Friedrich Camille von Montperny aus Kassel an seine Frau in Karlsruhe.
Die Reise verlief bis hierher, wie geplant. Schreiber hat in seiner Gesellschaft die Frau Erbprinzessin und Frau von Hochberg. Morgen reist man bis Gießen, dann nach Frankfurt, Homburg und Darmstadt, und wird am Donnerstag in Karlsruhe ankommen.
1789 August 22: Brief der Wilhelmine Louise von Montperny aus Mühlburg an ihren Mann in Frankfurt.
Bittet, für die Mädchen in Frankfurt Puppen zu besorgen. Sie sind aus Lumpen, der Kopf aus Holz.
1789 August 23: Brief des Friedrich Camille von Montperny aus Gießen an seine Frau in Karlsruhe.
Wenn alles so weiter geht, wird man am Donnerstag (= 27. August) in Karlsruhe sein. Abreise von hier ist morgen, man wird wegen Frau von Hochberg in Wilhelmsbad zu Mittag essen.
Umfang/Beschreibung: 36 Prod
Archivale
Bemerkungen: Dabei ein Briefumschlag, der zu einer Banderole gefaltet und mit einer handgefertigten Stecknadel um die Briefe geheftet war
Indexbegriff Person: Amalie Erbprinzessin von Baden geb Hessen-Darmstadt
Indexbegriff Person: Gensau, N Oberst von
Indexbegriff Person: Hochberg, Louise Karoline von
Indexbegriff Person: Karl Friedrich, Markgraf von Baden
Indexbegriff Person: Karl Ludwig, Erbprinz Baden
Indexbegriff Person: Mahler, N Dr (Baden)
Indexbegriff Person: Montperny, Amelie von = Amalie
Indexbegriff Person: Montperny, Friedrich Camille von
Indexbegriff Person: Montperny, Mimi von = Wilhelmine
Indexbegriff Person: Montperny, Wilhelm von
Indexbegriff Person: Montperny, Wilhelmine Louise von - geb von Seldeneck
Indexbegriff Person: Montperny, Wilhelmine von (Mimi)
Indexbegriff Person: Amalie Erbprinzessin von Baden geb Hessen-Darmstadt
Indexbegriff Person: Gensau, N Oberst von
Indexbegriff Person: Hochberg, Louise Karoline von
Indexbegriff Person: Karl Friedrich, Markgraf von Baden
Indexbegriff Person: Karl Ludwig, Erbprinz Baden
Indexbegriff Person: Mahler, N Dr (Baden)
Indexbegriff Person: Montperny, Amelie von = Amalie
Indexbegriff Person: Montperny, Friedrich Camille von
Indexbegriff Person: Montperny, Mimi von = Wilhelmine
Indexbegriff Person: Montperny, Wilhelm von
Indexbegriff Person: Montperny, Wilhelmine Louise von - geb von Seldeneck
Indexbegriff Person: Montperny, Wilhelmine von (Mimi)
Anhalt-Dessau
Darmstadt
Einbeck
Frankfurt a. M.
Gießen
Heidelberg
Homburg
Höxter
Kassel
Mainz
Marburg
Mühlburg
Paris
Pyrmont
Pyrmont, Schloss
Straßburg
Wilhelmsbad / Hessen
Briefwechsel Friedrich Camille von Montperny
Kuraufenthalt
Reise
Abrechnung
Reiseroute
Erbprinz, Baden
Erbprinzessin von Baden
Schloss
Rez de chaussée
Präsentation
Allee
Vorstellung
Dejeuné
Komödianten, böhmische
Komödianten, Mainzer
Revolution, französische
Fürst Anhalt-Dessau
Oberst
Kopfweh
Reiseplan
Puppen, Frankfurter
Briefumschlag
Zweitverwendung
Stecknadel handgefertigt
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
05.06.2025, 13:02 MESZ
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- Stadtarchiv Nürnberg (Tektonik)
- Bestandsgruppe E: Dokumentationsgut privater Provenienz (Tektonik)
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